Wirtschaft Nigerias

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Die Volkswirtschaft Nigerias ist die größte Afrikas.[1] Die Wirtschaft Nigerias ist durch ein starkes Nord-Süd-Gefälle gekennzeichnet.

Während der Süden des Landes wirtschaftlich relativ gut erschlossen ist, ist dies in Mittel- und Nordnigeria weniger der Fall. Nach seiner Unabhängigkeit konzentrierte sich der nigerianische Staat fast ausschließlich auf die Entwicklung einer Großindustrie nach westlichem Vorbild. Das Bureau of Public Enterprises (BPE)[2] hat seit 1999 die Aufgabe, staatseigene Unternehmen zu privatisieren und zu kommerzialisieren und Wirtschaftssektoren auf breiter Basis zu reformieren. Das hatte zur Folge, dass die Arbeitslosigkeit stieg, weil durch den Einsatz technischer Anlagen zahlreiche Arbeitskräfte eingespart wurden. Des Weiteren musste der Staat den Großteil der Devisen verwenden, um andere Güter, wie Maschinen oder Werkzeuge, zu importieren, die nicht selbst im Land hergestellt wurden.

Durch die starke Förderung der Großbetriebe wurde die Landwirtschaft vernachlässigt, sodass sich der Staat abhängig vom Erdöl machte. Erschwert wurde die Situation der Bauern durch staatlich festgelegte Erzeugerpreise, die so gering waren, dass sich der Verkauf der Anbauprodukte nicht mehr lohnten. Die Regierung fördert jedoch verstärkt wieder die Landwirtschaft, nachdem in den 80er Jahren die Ölpreise stark sanken. Seitdem steigt auch wieder die Nahrungsmittelproduktion, dennoch müssen Nahrungsmittel importiert werden, weil der Bedarf nach wie vor nicht gedeckt werden kann.Im Jahr 2013 betrug nach der Atlas Methode das Bruttonationaleinkommen 2,760 $ per Kopf womit Nigeria laut Weltbank zur Gruppe der Länder mit mittlerem Einkommen in unteren Bereich gehört.[3].Ein Bevölkerungsanteil von 46% lebte 2010 unter der nationalen Armutsgrenze. Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2013 lag bei 7 %[4], während die Inflation im Jahr 2012 bei 12,2 %[5] lag. Außerdem konnte Nigeria seine Devisen in den letzten Jahren auf bis zu 52 Milliarden US-Dollar erhöhen. Die Außenverschuldung Nigerias beträgt 3,3 Milliarden US-Dollar.

"Wirtschaft im Überblick: Nigeria, mit natürlichen Ressourcen ausgestattet ,u.a. große Ablagerung von Öl und Gas, Bitumen und anderen Bodenschätzen, hat sich trotz unangenehmer Erfahrung der politischen Instabilität, Korruption und schlechter makroökonomischen Steuerung entwickelt und ist vor allem südlich der Sahara ein führendes Land geblieben. Das Land erkennt die Unzulänglichkeiten bei grundlegender sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur und die Herausforderung bezüglich des wirtschaftlichen und sozialen Lebens der Bevölkerung vor der es steht. Diese Herausforderung ergab sich als Folge der Vernachlässigung und Misswirtschaft der vergangenen Administratoren der Wirtschaft. Die jetzige Regierung ist vom Bedarf für eine drastische Abkehr von dem

"Business as usual" Syndrom im Gemeinwesen der Nation überzeugt. Wichtige Schritte wurden unternommen , um sicherzustellen, dass das Umfeld für Investitionen und der Geschäftstätigkeit in der Wirtschaft über einen nachhaltigen Zeitraum vorhersagbar ist. Die Regierung implementiert auch ein strategisches Programm, welches die Abhängigkeit der Wirtschaft vom kapitalintensiven Ölsektor, der etwa 20 % des BIP und 95% der Deviseneinnahmen, und 65 % der Haushaltseinnahmen bietet, beseitigen wird. Die weitgehende bedarfsorientierte Landwirtschaft wird zügig ermächtigt, eine rasche Umstellung auf mechanisierte Landwirtschaft, dauerhaftem Export und den lokalen Verbrauch zu konstruieren. Die Regierung hat großes Engagement für die Umsetzung einer marktorientierten Wirtschaft gezeigt; der private Sektor wird ermächtigt den Lauf der Wirtschaft zu führen. Alle ehemaligen Monopolbereichen wurden komplett dereguliert, um private Investitionen zu ermöglichen.Der Bankensektor wurde überarbeitet und neu aktiviert um moderne und große Institutionen für dauerhafte langfristige Investitionen zu schaffen. Im Strom- und Energiesektor bleibt die Regierung der Deregulierung von Kraftstoffpreisen und der Privatisierung von vier Ölraffinerien des Landes verpflichtet. Eine nach dem Privatsektor ausgerichtete Gesetzgebung ,The Mineraloilindustry Bill wird verabschiedet, um eine transparentere Industrie zu gewährleisten.

Die Regierung hat auch die Entflechtung des ehemaligen Monopolisten, die Power Holding Company of Nigeria, und den Prozess der Vollendung der Privatisierung der achtzehn Nachfolgeunternehmen abgeschlossen. Es wurden auch eine Reihe von Independent Power Projects (IPP) institutionalisiert und private Stromerzeuger lizenziert, um eine ausreichende ununterbrochene Stromversorgung im Land zu generieren.

Alle diese Aktionen der Regierung und der Wirtschaft sind auf die Schaffung von Arbeitsplätzen,Wachstum und Wohlstand und durch transparentes Finanz- und Geldmanagement ausgerichtet. Nigerias Rating von den großen internationalen Ratingagenturen ist in den letzten Jahren unverändert bei BB- geblieben. Wirtschaftsdaten BIP - 522.000.000.000 $ (2013) BIP - reale Wachstumsrate: 6,2 % (2013) BIP - Zusammensetzung nach Sektoren: Landwirtschaft: 17 % Industrie:20 % Herstellung: 5 % Dienstleistungen: 38 % Öl und Gas: 12 % ICT: 7 % Entertainment: 1 % (2013) Unter der Armutsgrenze: 67,1 % (2013) Inflationsrate (Dezember bis Dezember): 8,2 %(2013) Erwerbspersonen: 67,256 Millionen (2013) Angestellte: 51,181 Millionen (2013) Arbeitslose: 16,074 Millionen (2013) Arbeitskräfte - nach Berufen Landwirtschaft:70 % Industrie: 10 % Dienstleistungen: 20 %

Landwirtschaftliche Produkte: Kakao, Erdnüsse, Palmöl, Mais, Reis, Sorghum, Hirse, Cassava (Tapioka), Yams, Gummi, Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Holz, Fisch

Branchen: Rohöl, Kohle, Zinn, Columbit,Palmöl, Erdnüsse, Baumwolle, Gummi, Holz, Häuten und Fellen, Textilien, Zement und anderen Baumaterialien, Nahrungsmittel, Schuhe, Chemikalien, Dünger, Druck, Keramik, Stahl, Kleinhandelsschiff Bau und Reparatur.

Hauptindustriekomplexe Raffinerien und Petrochemie: Kaduna, Warri, Port Harcourt, Eleme, Eisen und Stahl: Ajaokuta, Aladja, Oshogbo, Katshina, Jos, Dünger: Onne-Port Harcourt, Kaduna, Minna, Kano, Liquefied Natural Gas: Bonny Aluminiumschmelze: Ikot Abasi, Port Harcourt Werkzeugmaschinen: Oshogbo

Fertigungskapazitäten Nutzung: 52,7 % (2013)

Energie & Strom Installierte Leistung: PHCH Plc Pflanzen: 5,004 MW (2012) IPP Pflanzen: 1,759 MW (2012) NIPP Pflanzen: 4,775 MW (2012) tatsächliche Generation: 3,900 MW (2012) PHCN 85,3 % IPP 14,7 % NIPP 0 % Lücke von 26,561 MW bei Stromerzeugung erwartet, die bis zum Jahr 2020 geschlossen wird; erfordert ein jährliches Wachstum von 3000 MW Peak Demand Forecast: 12,800 MW (2014) Peak-Generation: 3,513MW (2014) Exporte: 40 Mio. kWh (2009) Importe: 0 kWh Transmission Kapazität: InstallierteCapability < 6000 MW (2012) 330-kV-Übertragungsleitungen: 5,523 km (2012) 132-kV-Übertragungsleitungen 6,801 km(2012) Übergabestationen 330 / 132kV Umspannwerke 32 Nr mit installierten Leistung von 7.688 MVA (6,534.8MW) (2012) 132/33/11-kV-Unterstationen 105No. mit installierten Leistung von 9,130 MVA (7,760.5 MW) (2012) Die durchschnittschnittlich verfügbare Kapazität auf 330 / 132 kV ist 7,364 MVA und 8,448 MVA auf 132/33 kV, die 95,8 % bzw. 94,1 % der installierten Leistung bzw. ist Durchschnittliche Übertragungsverlust von 8,5% (2012)

Öl Produktion: 2,37 Millionen bb / Tag (2011) Verbrauch: 286.000 bb / Tag (2008) Exporte: 1,5 Millionen bb / Tag(2008) Inland Refining Kapazität: insgesamt 40.405.605 Barrel (5,284,675mt) des (trockenen) Rohöl und Kondensat wurden von den drei Raffinerien erhalten. Sie verarbeiteten gemeinsam 39.408.108 Barrel (5.088.208 mt) in verschiedene Erdölprodukte. (2011) Durchschnittliche Inland-Refining-Kapazität: 24 % (2011) Importe: NA nachgewiesene Reserven: 28,2 Milliarden bb (2012)

Natural Gas Produktion: 2,400.4 Milliarden Kubikfuß (2011) Gesamtverbrauch: 74,21 % (2011) Lokale Verbrauch: 70,92 % (2011) Umgerechnet auf LNG: 13,04 % (2011) Exportierte: 3,29 % (2011) Abgefackelt: 25,79 % (2011) Importe: NA Nachgewiesenen Reserven: 165 Billionen Kubikfuß (2012)

Zahlungsbilanz Gesamtzahlungsbilanz: US $ Leistungsbilanz: US $ 20.14billion (2013) Export: US $ 95118000000 (2013) Export - Rohstoffe: Erdöl und Erdölprodukten 95%, Kakao, Gummi etc. Export - Partner: Vereinigte Staaten von Amerika, Indien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Japan Importe: US 51.350 Milliarden US-Dollar (2013) Importgüter: Maschinen,Chemikalien, Fahrzeuge, Industriegüter, Lebensmittel und lebende Tiere Import - Partner: Vereinigte Staaten von Amerika, China, Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südkorea Debt - extern: US $ 9377000000 (Juni 2014) Multilaterale Institutionen - US $ 6.73billion Bilaterale Institutionen - US $ 1140000000 Gewerbliche Kredite - 1,5Milliarden USD Insgesamt Zufluss Private Investment: US $21.3billion (2013) Ausländische Direktinvestitionen: US $5650000000 Foreign Private Investment: US $ 15670000000 Extern Reserves - US $ 39,410,261,619.1 (Oktober 2014)

Währung:Naira (NGN) Währungscode: NGN Wechselkurse: Naira pro Dollar-149,50 (2009), 148,56 (2010), 156,2 (2011), 157,34 (2012), 155,27(2013) Geschäftsjahr: Kalenderjahr"[6]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die private Landwirtschaft ist ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig. In ihr sind 70 % der Bevölkerung tätig, gleichzeitig steuert die Landwirtschaft 35 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Jedoch dient die Landwirtschaft zu großen Teilen der eigenen Ernährung. Den meisten Bauern steht nur Land von kleinster Fläche zwischen einem und fünf Hektar zur Verfügung. Die Plantagen, auf denen die Exportprodukte angebaut werden, befinden sich in Besitz des Staates oder ausländischer Konzerne.

Für den Eigenbedarf werden Maniok, Süßkartoffeln und Hirse angebaut. Der Hirseanbau erfuhr in den letzten Jahren einen Zuwachs von 13 % im Jahr 1998 auf 16 % im Jahr 2005. Auf Hackbaufeldern werden außerdem Bohnen, Melonen, Pfeffer und Gemüse angebaut. Für den Export werden des Weiteren Kakao, Cassava, Yam, Erdnüsse, Ölpalmen und Kautschuk angebaut. Es handelt sich dabei um sogenannte Cash Corps, die in großer Masse angebaut und teilweise verarbeitet werden um sie anschließend in anderen Ländern zu verkaufen. Dieses Verfahren ist sehr von der Nachfrage und der Wirtschaft der Exportlandes abhängig. [7] Nigeria ist der größte Augenbohnen- und Yamproduzent Afrikas und der weltweit größte Maniokproduzent.[8] Außerdem ist das Land der viertgrößte Kakaoproduzent. Weitere wichtige Agrarprodukte sind Zitrusfrüchte, Bananen, Reis und Mais.

Nigerias Boden im Norden weist bereits jetzt schon Schäden durch die Desertifikation auf, wobei die Bekämpfungsmöglichkeiten als sehr gering angegeben werden. Die Viehhaltung basiert überwiegend auf dem Halten von Rindern. Insgesamt werden etwa 15 Millionen Stück gehalten. Außerdem werden ungefähr 5 Millionen Schweine gehalten. Überwiegend für den Eigenbedarf wird Kleinvieh wie Schafe, Ziegen und Hühner gehalten.

Bergbau und Industrie[Bearbeiten]

Nigerias wichtigster Bodenschatz ist das Erdöl. Es macht 90 % aller Exportprodukte aus, obwohl nur 7 % der Beschäftigten in diesem Sektor tätig sind. Außerdem steuert dieser Wirtschaftssektor 35 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Fördermenge lag 2007 bei 2,2 Millionen Fässern pro Tag. Weitere wichtige Bodenschätze sind Erdgas und Steinkohle.

Die Industrie konzentriert sich zum größten Teil im Süden des Landes. In den Gebieten, in denen sich die Erdölvorkommen befinden, also den Küstengebieten, existieren vor allem Erdölraffinerien und die chemische Industrie. Weitere wichtige Industriegebiete sind Großstädte wie Lagos. Dort befindet sich Nahrungsmittel- Textil- und Metallindustrie. In den Städten Kaduna und Enugu befindet sich außerdem die Fahrzeugindustrie, die teilweise in US-amerikanischem Besitz ist. Der Bankensektor trug 2007 3,8 % zum Bruttoinlandsprodukt bei, was den Erfolg der Reformpolitik deutlich macht.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus hat in Nigeria wenig Bedeutung und trägt weniger als 1 % zum Erlös bei. Dennoch steigt die Zahl der Besucher seit einigen Jahren an. Im Jahr 2005 besuchten zwei Millionen Reisende das Land, darunter 350.000 Europäer. Nigeria ist touristisch kaum erschlossen. Lediglich der Westen des Landes ist in geringen Umfang touristisch erschlossen. In diesem Gebiet dominiert vor allem der Expeditionstourismus.

Außenhandel[Bearbeiten]

Haupthandelspartner sind Deutschland, China, Belgien, USA und Großbritannien. Das wichtigste Exportprodukt Nigerias ist das Erdöl, welches zusammen mit Erdölprodukten 95 % der Exportgüter ausmacht.

Importgüter sind hauptsächlich Maschinen, Fahrzeuge, chemische und elektrotechnische Produkte. Da Nigeria fast ausschließlich Erdöl exportiert, bei entsprechend hohen Ölpreisen, erwirtschaftet das Land einen Überschuss. Dieser lag 2007 bei 22,5 Milliarden US-Dollar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://orf.at/stories/2225157/2225154/
  2. http://www.bpeng.org
  3. http://data.worldbank.org/country/nigeria#cp_wdi
  4. http://data.worldbank.org/country/nigeria#cp_wdi
  5. http://www.nigerianstat.gov.ng/nbslibrary/economic-statistics/economic-overview
  6. INVESTORS’ GUIDE TO NIGERIA, A Publication by the Nigerian Investment Promotion Commission
  7. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH - [1], abgerufen am 24.Februar 2015
  8. Auswärtiges Amt: Nigeria - Wirtschaft, abgerufen am 1. Juni 2012