Wirtschaftswoche

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WirtschaftsWoche
WirtschaftsWoche Logo
Beschreibung Wirtschaftszeitschrift
Verlag Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2017)
120.786 Exemplare
Reichweite (MA 2017 II) 0,87 Mio. Leser
Chefredakteur Beat Balzli
Herausgeberin Miriam Meckel
Weblink www.wiwo.de
Artikelarchiv ab 1986 (kostenpflichtig)
ISSN (Print) 0042-8582

Die Wirtschaftswoche (eigene Schreibweise WirtschaftsWoche, abgekürzt WiWo) ist ein deutsches Wirtschaftsmagazin, das 1926 unter dem Namen Der deutsche Volkswirt gegründet wurde. Von Mai 1943 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erschien sie zusammen mit dem Wirtschaftsdienst unter dem Titel Die deutsche Volkswirtschaft.

Ab 1946 wurde sie zunächst als Frankfurter Ökonomist. Zeitung für die neue Wirtschaft weitergeführt, von 1947 bis 1949 dann als Wirtschafts- und Finanz-Zeitung und von 1949 bis 1971 unter dem Namen Der Volkswirt: Wirtschafts- und Finanz-Zeitung, in dem zudem die Zeitschrift Wirtschafts-Verwaltung (1948 bis 1949) aufging. 1971 wurde die Zeitschrift in Wirtschaftswoche, der Volkswirt, Aktionär umbenannt, in der auch der seit 1968 erschienene Aktionär aufging. Die Umbenennung in Wirtschaftswoche erfolgte schließlich 1973. 1974 ging die seit 1967 erscheinende Plus. Zeitschrift für Unternehmensführung in der Wirtschaftswoche auf.

Die Wirtschaftswoche hat ihren Redaktionssitz in Düsseldorf und erscheint wöchentlich immer freitags und wird von der Verlagsgruppe Handelsblatt herausgegeben. Die Zeitschrift ist Pflichtblatt der Wertpapierbörsen in Frankfurt und Düsseldorf.

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der verkauften Auflage[1]

Als Chefredakteure der Wirtschaftswoche fungierten:

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entsprechend dem allgemeinen Trend bei gedruckten Medien ging auch die Auflage der Wirtschaftswoche in den letzten Jahren deutlich zurück. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 32,3 Prozent gesunken.[2] Sie beträgt gegenwärtig 120.786 Exemplare.[3] Das entspricht einem Rückgang von 57.496 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 60,1 Prozent. Aufgrund der rückläufigen Auflage wurde die Redaktion durch betriebsbedingte Kündigungen mehrmals verkleinert, zuletzt 2015.

Rankings[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich veröffentlicht die Wirtschaftswoche ein Hochschulranking. Grundlage dafür ist eine Befragung von rund 500 Personal- und Recruitingverantwortlichen durch den Employer-Branding-Spezialisten Universum Communications in Zusammenarbeit mit dem Recruiting-Dienstleister access KellyOCG. Die Personalverantwortlichen werden gefragt, welche Universitäten und Fachhochschulen die ihrer Einschätzung nach besten Studierenden in den Studienrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Ingenieurwesen, Informatik, Naturwissenschaften und Jura ausbilden.

2009 veröffentlichte die Wirtschaftswoche zum sechsten Mal ein Städteranking. Grundlage war eine Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, in der die 50 einwohnerstärksten Städte Deutschlands nach rund 100 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen oder Investitionen bewertet wurden.[4]

WiWo Green[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang 2013 betreibt die WirtschaftsWoche mit WiWo Green ein Portal rund um die grüne Wirtschaft.[5] Die Themen sind neben erneuerbarer Energie und nachhaltigen Unternehmensstrategien auch Innovationen aus den Bereichen Mobilität, Megacities und Geldanlage. Die Leserzahlen des Portals wachsen im zweistelligen Prozentbereich und erreichten schon nach wenigen Monaten laut Angaben der Redaktion 200.000 Seitenabrufe pro Monat. Damit ist WiWo Green das größte Nachrichtenportal im Bereich „grünen Wirtschaft“.

EU und Image-Kampagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Chefredakteurin Miriam Meckel nahm die Wirtschaftswoche von früherer EU- und Euro-Kritik Abstand[6] und begann im Mai 2015 eine eigene Imagekampagne für die Europäische Union.[7] Hierzu sollen mehrere Agenturen Werbefilme und Anzeigen für die Druck- und Online-Ausgabe produzieren. In diesen werden u.a. EU-Kritiker unabhängig von politischer Haltung und Motivation mit Kleinkindern verglichen, welche die Welt mangels Reife und Wissen nicht zu erfassen vermögen. Meckel begründete den Schritt vor allem mit „handfesten“ Gewinnen für die Wirtschaft Deutschlands; die Kampagne sei daher „folgerichtig“.[8]

Gründerwettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 schreibt die Wirtschaftswoche gemeinsam mit Partnern wie der Werbeagentur Jung von Matt und der Wirtschaftskanzlei White & Case jährlich den mit 300.000 Euro dotierten Gründerwettbewerb aus, um Jungunternehmer zu fördern. Seit 2014 wird der Preis unter dem Titel "Neumacher Gründerpreis" ausgeschrieben. Bisherige Gewinner waren:

  • 2007 armedangels (Fairtrade Modelabel)[9]
  • 2008 Suncoal (Energieunternehmen)[10]
  • 2009 Chocri (Schokoladenanbieter)[11]
  • 2010 Avocado Store (Marktplatz für nachhaltige Produkte)[12]
  • 2011 E-Bility (Elektroroller)[13]
  • 2012 meine möbelmanufaktur (Möbel nach Maß online bestellen)[14]
  • 2013 Secomba mit Boxcryptor (Verschlüsselungssoftware)[15]
  • 2014 Fast Forward Imaging (Automatisierte Produktdigitalisierung)[16]
  • 2015 ProGlove (intelligenter Arbeitshandschuh)[17]
  • 2016 Landpack (ökologische Versandverpackungen aus Stroh oder Hanf)[18]

Best Office Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Best Office Award (Eigenschreibweise: BEST OFFICE Award) ist ein Wirtschaftspreis, der von 2004 bis 2010 von Wirtschaftswoche[19] und Koelnmesse im zweijährlichen Turnus anlässlich der Internationalen Fachmesse für Office und Object ORGATEC verliehen wurde. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Partner, dem Institut für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt (IAD), prämierte der Wettbewerb internationale Unternehmen für zukunftsweisende Bürokonzepte.[20][21] Der BEST OFFICE Award wurde seit 2008 in zwei Kategorien vergeben. Jeweils ein Büroobjekt im Inland wie im Ausland wurde prämiert. Dabei richtete sich der Wettbewerb an alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und ihrer Branche.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettbewerber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftswoche hat keine direkten Wettbewerber in Deutschland. Die Magazine Capital und Impulse erscheinen jeweils nur einmal im Monat. Die Zeitschriften Börse Online und Focus Money sind klassische Anlegermagazine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. laut IVW, drittes Quartal 2017 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. Marc Feist: Das Städteranking 2012 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) u. In: Das Städteranking 2012 der INSM. (insm-wiwo-staedteranking.de [abgerufen am 17. Oktober 2017]).
  5. WiWo Green. Abgerufen am 8. August 2013.
  6. WirtschaftsWoche erscheint künftig schon freitags und will weniger eurokritisch sein. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  7. Europakampagne. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  8. WirtschaftsWoche mit Europakampagne. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  9. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2007 auf wiwo.de
  10. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2008 auf wiwo.de
  11. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2009 auf wiwo.de
  12. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2010 auf wiwo.de
  13. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2011 auf wiwo.de
  14. WiWo-Gründerwettbewerb Gewinner 2012 auf wiwo.de
  15. WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb 2013: Großes Interesse an Boxcryptor wegen NSA-Schnüffeleien. In: www.wiwo.de. Abgerufen am 4. Dezember 2016.
  16. Anna Rojahn - Wenn der Exotenbonus wegfällt. In: WiWo.de. Wirtschaftswoche, 3. Juli 2015; abgerufen am 4. Dezember 2016.
  17. ProGlove gewinnt den Neumacher-Wettbewerb - WiWo Gründer. In: Wirtschaftswoche (Hrsg.): wiwo.de. 17. November 2015 (wiwo.de [abgerufen am 4. Dezember 2016]).
  18. Florian Deglmann: Müchner Startup Landpack räumt doppelt ab. In: munich-startup.de. Munich Startup, 8. Dezember 2016; abgerufen am 9. Dezember 2016.
  19. Vernetzte Nester in: Der Standard vom 15. November 2006
  20. Ausschreibung : Ausschreibung Best Office Award: Die besten Büros der Welt. Abgerufen am 17. Oktober 2017.
  21. BMW-Werk in Leipzig und oberfränkischer Kunststoffverarbeiter Rehau Deutschlands modernste Arbeitsplätze auf bild.de vom 27. Oktober 2006
  22. „Best Office“-Award: Sieger stehen fest in: Business Partner – Die Zeitschrift für Handel und Industrie vom 12. Oktober 2010