Wistedt (Zeven)

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Wistedt
Stadt Zeven
Wappen von Wistedt
Koordinaten: 53° 15′ 35″ N, 9° 19′ 12″ O
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 18 km²
Einwohner: 1715
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Zeven
Postleitzahl: 27404
Vorwahlen: 04281, 04286
Wistedt (Niedersachsen)
Wistedt

Lage von Wistedt in Niedersachsen

Wistedt ist ein Ortsteil der Stadt Zeven im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wistedt liegt rund 5 km südöstlich des Kernortes Zeven, rund 3 km nordwestlich von Elsdorf, etwa 2,7 km östlich von Brüttendorf, etwa 3,5 km nordöstlich von Wehldorf. Westlich fließt die Mehde-Aue, ein linker Nebenfluss der Oste. Südlich verläuft die A 1.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1051 urkundliche Erwähnung des Ortes, als dort Graf Ekbert von Elsdorf erschlagen wurde. Verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens überliefert: "Witstede" (1140, 1178 und um 1200), "Wychstede" (1288), "Wistede" (1383) und "Wyckstede" (1500). [1] Erste Erwähnung von Osenhorst um 1500. Hofkoh entstand 1834. Bahnhof Elsdorf kam hinzu, als die Bahnlinie Rotenburg-Zeven im Herbst 1906 fertiggestellt wurde.

Das Dorf Wistedt hatte wahrscheinlich schon vor dem 30-jährigen Krieg 13 Hofstellen. In Osenhorst waren es 3. Nach dem 30-jährigen Krieg gab es in Wistedt drei Grundherren. In Osenhorst einen.[2] Teile des Geländes der späteren Heeresmunitionsanstalt Zeven gehörten zuvor Bauern aus Wistedt. [3] In Hofkoh gab es eine Grasrennbahn, die am 29. August 1937 mit über 20.000 Zuschauern eröffnet wurde. Die letzten von insgesamt 16 Rennen wurden Ende der Vierziger Jahre ausgetragen.[4] 1952 gab es auf der "Zevena" genannten Grasrennbahn noch eine Rennveranstaltung, die rund 15.000 Besucher nach Hofkoh lockte. [5] Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Wistedt nach Zeven eingegliedert. [6] 1977 wurde der Ort Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Am 30. Juni 2016 lebten 299 Menschen in Wistedt. [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ruud Witte „Der Ortsname Wistedt“ in: Förderverein Dorfchronik Wistedt (Hrsg.), Dorfchronik von Wistedt mit seinen Ortsteilen Hofkoh, Osenhorst und Bahnhof Elsdorf im Wandel der Zeit, 2013, S. 22. Siehe auch: Georg Brinke, „Entstehung und Namen der Elsdorfer Bördedörfer“, in: De Sood, Mitteilungen des Heimatbundes Bremervörde-Zeven, Nr. 3, Zeven, September 1967, S. 18.
  2. Ewald und Hermine Albers „Die Höfe und Häuser in Wistedt und Osenhorst“ in: Förderverein Dorfchronik Wistedt (Hrsg.), Dorfchronik von Wistedt mit seinen Ortsteilen Hofkoh, Osenhorst und Bahnhof Elsdorf im Wandel der Zeit, 2013, S. 346f.
  3. Heinrich Fricke „Die Muna zwischen Wistedt und Zeven“ in: Förderverein Dorfchronik Wistedt (Hrsg.), Dorfchronik von Wistedt mit seinen Ortsteilen Hofkoh, Osenhorst und Bahnhof Elsdorf im Wandel der Zeit, 2013, S. 512.
  4. Wolfgang Millert „Grasrennbahn in Hofkoh ist Geschichte“ in: Förderverein Dorfchronik Wistedt (Hrsg.), Dorfchronik von Wistedt mit seinen Ortsteilen Hofkoh, Osenhorst und Bahnhof Elsdorf im Wandel der Zeit, 2013, S. 279ff.
  5. Wolfgang Millert „Keine Selbstmordaspiranten und Zirkusakrobaten“ in: Förderverein Dorfchronik Wistedt (Hrsg.), Dorfchronik von Wistedt mit seinen Ortsteilen Hofkoh, Osenhorst und Bahnhof Elsdorf im Wandel der Zeit, 2013, S. 282f.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  7. Samtgemeinde Zeven, Blockstatistik. Altersgruppenstatistik Stadt Zeven. Auswertungsgebiet Wistedt. Stichtag 30.06.2016.