Witten-Hörder Mulde

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Die Witten-Hörder Mulde ist eine kesselartige Talsenke bei Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) und den südlichen Dortmunder Ortsteilen rund um Hörde im westfälischen Ruhrgebiet zwischen den Randerhebungen der Westfälischen Bucht im Norden und dem Rheinischen Schiefergebirge im Süden. Sie stellt einen flachwelligen Korridor zwischen dem Tal der Ruhr im Südwesten und dem der Emscher im Norden her.

Naturräumlich stellt die Mulde den äußersten Südwestausläufer der Hellwegbörden im Süden der Westfälischen Bucht dar, der durch den Dortmunder Rücken im Nordosten, das Ardeygebirge nebst seinen Ausläufern links der Ruhr von Osten bis Südwesten und durch die Stockumer Höhe im Nordwesten begrenzt wird.[1]

Geologie und Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Witten-Hörder Mulde ist geologisch im Faltenbau des abtauchenden flözführenden Karbons als Wittener Mulde vorgebildet. Sie ist klimatisch mild und, bedingt durch ihre Lage an der Leeseite der nach Westen sich anschließenden Höhenzüge, vergleichsweise niederschlagsarm.

Der etwa 100 m hoch gelegene Muldenboden steigt an den Nahtstellen zu Ardey und Stockumer Höhe sanft auf bis um 140 m an. Die Entwässerung erfolgt auf Dortmunder Gebiet praktisch ausschließlich nach Norden zur Emscher, die im Osten in die Mulde eintritt und sie fortan entlang der Südflanke des Dortmunder Rückens nördlich flankiert. Die Hauptverkehrslinien von der unteren Ruhr nach Dortmund und Unna folgen der Mulde.

Orte und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Kernstadt von Witten nebst dem Ortsteil Annen im Nordosten ziehen sich folgende Ortsteile Dortmunds über das Zentrum der Witten-Hörder Mulde nach Nordwesten:

Andere Ortsteile liegen in ihren Randgebieten, manche mit mehr als der Hälfte ihrer Fläche, in der Mulde.

Geomorphologisch setzt sich die Mulde flussaufwärts, nach Osten, entlang der Talung der Emscher über Aplerbeck bis Sölde fort.[2]

Benachbarte Naturräume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Naturräume grenzen an die Witten-Hörder Mulde (nebst Angabe der jeweiligen Haupteinheit):[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 108/109 - Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler und Heinrich Müller-Miny 1963; minimale Anteile im Osten des Blattes), Blatt 110 - Arnsberg (Martin Bürgener 1969, Westen) - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg
  2. Blatt 110 Arnsberg zieht eine „nicht linienhaft festlegbare“ Grenze jedoch unmittelbar östlich Hördes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naturraumkarten aus den Einzelblättern 1:200.000 des Bundesinstituts für Landeskunde - sie Witten-Hörder Mulde ist die Einheit 542.4! beginnenden Einheiten auf
    • Blatt 108/109 - Düsseldorf/Erkelenz (minimale Anteile im Osten des Blattes)
    • Blatt 110 - Arnsberg (Westen)

Koordinaten: 51° 28′ 26,4″ N, 7° 26′ 6″ O