Wittenburg (Elze)

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Koordinaten: 52° 8′ 30″ N, 9° 42′ 22″ O

Wittenburg
Stadt Elze
Wappen von Wittenburg
Höhe: 108 m
Einwohner: 102 (30. Jun. 2016)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31008
Vorwahl: 05068

Der Ort Wittenburg liegt an der Kreisstraße K 502 im südlichen Niedersachsen, ist der kleinste Stadtteil von Elze und liegt im Westen des Landkreises Hildesheim inmitten der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen in Südniedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wittenburg befanden sich früher die Burg Wittenburg und später ein Kloster, von dem, außer den Fundamenten, nur noch die mächtige Klosterkirche und das Wirtschaftsgebäude erhalten sind. Von der Anhöhe mit der Klosterkirche hat man einen weiten Blick über das Leinetal hinweg zum Schloss Marienburg, zum Hildesheimer Wald und bei klarer Sicht sogar bis zum Brocken.

Am 1.  März 1974 wurde Wittenburg, das bis dahin dem Landkreis Springe angehörte, der Stadt Elze eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Jan Ratzeburg.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klosterkirche des Klosters Wittenburg (2007)
Hauptartikel: Kloster Wittenburg

Die im Mittelalter entstandene Burg Wittenburg lag auf der südlichen Spitze der Finie, eines Höhenzuges nordwestlich von Elze, zwischen Osterwald (Barenburg) und Marienburg. Strategisch lag sie günstig; so konnte die nord-südliche Straßenverbindung wie auch der west-östliche Hellweg kontrolliert werden.

Die Burg wandelte sich im 14. Jahrhundert zu einem Kloster der Augustiner-Chorherren innerhalb der Hildesheimer Kongregation. Nach der Reformation in der Mitte des 16. Jahrhunderts verfiel das Kloster und wurde zum Sitz des Amtes Wittenberg. Später wandelte es sich zur Domäne, und unter König Georg III. von Hannover zum Mustergut. Seit 1795 war es Versammlungsort der Calenbergischen Landwirtschaftsgesellschaft. An Baulichkeiten hat sich im Wesentlichen nur die ehemalige Klosterkirche erhalten. Heute wird sie in der vorderen Hälfte als Kirche, in der hinteren Hälfte im Rahmen des Wittenburger Sommers für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Brinkmann: Geschichten aus Niedersachsen. Land&Forst Edition. Landbuch Verlagsgesellschaft Hannover. ISBN 3-7842-0670-0
  • Werner Müller: Ausgewählte Daten zur Geschichte der Stadt Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg, Wülfingen, hrsg. vom Heimat- und Geschichtsverein für Elze und alle Ortsteile e.V., 2. Aufl., aktualisiert und erg. - Elze: Heimat- und Geschichtsverein Elze, 2004. (Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Elze; H. 4)
  • Werner Müller: Denkmale in der Einheitsgemeinde Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg und Wülfingen. Elze 2000. (Schriftenreihe des Heimatmuseums Elze Nr. 5)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205.
  2. Ortsvorsteher der Stadt Elze