Wittigsthal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Früheres Gemeindeamt Wittigsthal
Fundort der Erzstufe von 1789 aus Pechblende

Wittigsthal ist ein Stadtteil von Johanngeorgenstadt im Erzgebirgskreis im Erzgebirge. Bekannt ist heute der Ort, der unmittelbar entlang der deutsch-tschechischen Grenze an der Einmündung des Breitenbachtals in das Tal des vom Fichtelberg kommenden Schwarzwassers liegt, durch den Grenzübergang nach Tschechien.

Zu erreichen ist Wittigsthal mit der Eisenbahn über ZwickauAueSchwarzenberg–Johanngeorgenstadt und mit dem Kraftfahrzeug über die Staatsstraße 272 Schwarzenberg–Johanngeorgenstadt oder Eibenstock–Johanngeorgenstadt sowie aus Tschechien über die Grenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Ortes geht auf ein von Caspar Wittich in der Mitte des 17. Jahrhunderts angelegtes Eisenhüttenwerk an der böhmischen Grenze zurück. Der Besitzer Nestler des Eisenhammerwerks errichtete nach 1826 in der zu Johanngeorgenstadt gehörenden Haberlandmühle am Schwarzwasser nach englischen Vorbild ein Blechwalzwerk. Hierfür verwendete er die aus Schlesien stammenden Anlagen, die für das Eisenhammerwerk Schönheiderhammer bestimmt waren und dort wegen Konkurses nicht verwendet wurden.[1] Das Walzen des Eisenblechs war gegenüber dem bisherigen Hämmern effizienter, brachte homogenere und maßhaltigere Bleche hervor.

1935 wurde Wittigsthal gemeinsam mit Jugel nach Johanngeorgenstadt eingemeindet. Noch heute besteht die Eisenwerk Wittigsthal GmbH als traditioneller Hersteller emaillierter Badeöfen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wittigsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Wittigsthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Insel Rügen. Freihafen für Wahrheit, Recht und offne Rede. Ein Beiblatt zur constitutionellen Staats-Bürgerzeitung zunächst der Erörterung provizieller und allgemeiner Staats- und Verwaltungsgebrechen bestimmt. No. 31 vom 5. August 1835, S. 121 Digitalisat, abgerufen am 29. April 2015.

Koordinaten: 50° 25′ 56″ N, 12° 43′ 48″ O