Witzmannsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Witzmannsberg
Witzmannsberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Witzmannsberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 43′ N, 13° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Verwaltungs­gemeinschaft: Tittling
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 18,74 km2
Einwohner: 1468 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94104
Vorwahl: 08504
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 160
Gemeindegliederung: 29 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 10
94104 Tittling
Webpräsenz: www.witzmannsberg.de
Bürgermeister: Josef Schuh (CSU)
Lage der Gemeinde Witzmannsberg im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Blick nach Witzmannsberg von Enzersdorf aus

Witzmannsberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Tittling.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Witzmannsberg liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald an der nordöstlichen Landkreisgrenze zu Freyung-Grafenau westlich über der Ilz. Die Gemeinde liegt unweit der B 85 und dem Autobahnzubringer zur Bundesautobahn 3. Nach Passau oder nach Grafenau in der Gegenrichtung sind es jeweils 22 km, nach Vilshofen an der Donau 26 km und nach Waldkirchen 24 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Witzmannsberg hat 29 Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Witzmannsberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1310 ist Witzmannsberg als Adelssitz nachgewiesen. Die Besitzer des Landsitzes wechselten häufig. In der Landkarte des Philipp Apian von 1568 ist es als Witzmansperg eingetragen.

Durch Heirat kamen 1688 die Trauner in den Besitz von Witzmannsberg. Diese errichteten hier ein Schloss mit einer Schlosskapelle. Seit 1762 gehörte es den Grafen von Taufkirchen. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Witzmannsberg war. Im Gemeindegebiet gab es auch noch die Edelsitze Enzersdorf und Waltendorf. Das Schlösschen wurde 1742 durch den Panduren-Oberst Franz von der Trenck niedergebrannt und später abgetragen. Die heutige politische Gemeinde entstand 1818 durch ein königliches Gemeindeedikt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1365 Einwohner
  • 1987: 1402 Einwohner
  • 2000: 1732 Einwohner
  • 2014: 1484 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU: 6 Sitze (52,1 % der Stimmen)
  • ÜW: 3 Sitze (26,5 % der Stimmen)
  • Freie Wähler: 3 Sitze (21,4 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Schuh (CSU), der bei der Kommunalwahl 2008 im ersten Wahlgang mit 67,78 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 321 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 41 T€.

Die Wallfahrtskapelle Maria Bründl in Witzmannsberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1704 ließ Ignatius Freiherr von Traun, Besitzer der Hofmark Witzmannsberg, in einer Talmulde eine Kapelle errichten. Wegen eines Brunnenhauses nebenan wird sie als Bründl-Kapelle bezeichnet. Der Legende nach wurde hier die kranke Tochter eines Grafen durch das Wasser einer über Nacht entsprungenen Quelle geheilt. Als es darauf an Maria Schnee mitten im August schneite und nur eine einzige Stelle auf der Danglwiese schneefrei blieb, wurde das als Zeichen gewertet, hier eine Kapelle zu erbauen.

Die von einem Zwiebelturm bekrönte Kapelle Maria, Heil der Kranken besitzt einen Rokokoaltar aus dem Jahr 1765 mit einer Kopie des Gnadenbildes aus der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Sie wurde 1976 umfassend renoviert.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Witzmannsberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 34 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 101. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1124 ha, davon waren 723 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 60 Kindergartenplätze mit 56 Kindern
  • Volksschulen: eine mit drei Lehrern und 67 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/001226&attr=OBJ&val=768

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Witzmannsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien