Wizball

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Wizball ist ein Computerspiel, das 1987 für verschiedene Heimcomputer erschien, zunächst für Commodore 64, Sinclair ZX Spectrum und Amstrad CPC. Das Spiel wurde von dem britischen Duo Sensible Software entworfen, das aus dem Programmierer Chris Yates und dem Grafiker Jon Hare bestand. Die Musik wurde von Martin Galway komponiert, der bald darauf für kurze Zeit Sensible Software zum Trio erweiterte. Den Vertrieb übernahm Ocean Software. Später erschienen noch Umsetzungen für den Amiga und Atari ST, diese wurden aber von anderen Teams erstellt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hintergrundgeschichte erzählt von der fiktiven Welt „Wizworld“, die vom Bösewicht Zark jeglicher Farbe beraubt wurde. Man schlüpft in die Rolle des Zauberers Wiz, um den öden, grauen Leveln wieder volle Farbpracht angedeihen zu lassen.

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spielkonzept von Wizball verbindet das Genre des Shoot ’em up mit dem neuen Element des „Einfärbens“. Zunächst steuert man im Einzelspielermodus ausschließlich Wiz, der die Form einer Kugel, dem namensgebenden Wizball, einnimmt. Zu Anfang springt die Spielerfigur recht unbeholfen hin und her, aber ein Extrawaffensystem, das an „Nemesis“ erinnert, hilft schnell, Kontrolle über die Figur zu gewinnen. Eines der Extras ist „Nifta“, die Katze des Zauberers, die hier die Rolle des Satelliten übernimmt, wie es aus R-Type bekannt ist. Im Einzelspielermodus werden mit dem Joystick gleichzeitig der Zauberer und seine Katze gesteuert, im Zweispielermodus übernimmt jeder Spieler eine dieser Figuren. Es sind immer drei Level auf einmal begehbar, zudem finden sich im jeden Level spezielle Gegner, die Farbtropfen nach ihrem Ableben hinterlassen. Diese werden mit Nifta aufgesammelt und am unteren Bildschirmrand angezeigt. Muss man zu Anfang gerade mal einen Level in rote Farbe tauchen, so darf man später recht komplexe Farbmischungen sammeln. Ein Wandern zwischen den Leveln ist somit unausweichlich. Nachdem man eine Farbe komplett gesammelt hat, geht es in eine Bonusrunde, wo man Punkte, Extras und Zusatzleben sammelt. Wiz färbt den Level kurz ein und man bewegt sich fortan in bunteren Gegenden.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 brachte Sensible Software mit Wizkid einen Nachfolger heraus, der nur bedingte Ähnlichkeit mit seinem Vorläufer hatte und dessen Ruhm nicht erreichte.

2007 veröffentlichte Graham Goring ein Remake von Wizball für Windows, eine Umsetzung für den Mac OS X folgte im Anschluss. Auf der Projektwebsite wird auch ein Programmierer für eine Linux-Umsetzung aufgeführt, eine Version für dieses Betriebssystem ist jedoch bislang noch nicht als Download erhältlich.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden damals wichtigsten deutschsprachigen Spielemagazine vergaben Höchstwertungen, so zum einen das Happy Computer-Spielesonderheft 4 eine Wertung von 92 %, zum anderen ASM in Ausgabe 9/1987 die Auszeichnung „ASM Hit“.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beide Tests sind im Originallayout auf kultpower.de einsehbar