Wjatscheslaw Iwanowitsch Polunin

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Wjatscheslaw Polunin

Wjatscheslaw Iwanowitsch „Slawa“ Polunin (Russisch: Вячеслав Иванович (Слава) Полунин; * 12. Juni 1950 in Nowosil, Oblast Orjol, Russische SFSR, Sowjetunion, heute Russland) ist ein russischer Clown-Visionär. Er erlangte vor allem durch Shows wie „Asisyai-revue“, „Diabolo“ und vor allem „Slava’s Snowshow“ internationale Bekanntheit und den Ruf, der weltweit beste Clown zu sein.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wjatscheslaw Polunin hatte ein Ingenieursstudium in Leningrad begonnen, bevor er später einen Abschluss im Leningrader Institut für sowjetische Kultur machte. 1979 gründete Polunin eine Clown-Schule. Sein erster Auftritt im Fernsehen, der zum Neujahrsprogramm 1981 stattfand, machte ihn zur nationalen Berühmtheit. 1985 berief er eine Clown-Konferenz in Moskau ein. 1987 organisierte Polunin ein Festival für Straßentheater in der UdSSR.

Ein weiterer Höhepunkt in Slawas Karriere war die Organisation einer Friedenskarawane im Jahr 1989. Künstler aus allen Teilen der Welt reisten von Moskau nach Paris durch viele europäische Städte, um Straßen-Aufführungen zu gestalten. Um Geld für die von ihm gegründete Akademie der Narren zu sammeln, beschloss Polunin einige kommerzielle Shows im Westen zu machen: deren bekannteste wurde Slava´s Snowshow. Seit der Premiere in Russland 1993 wurde die Show in 50 Ländern gezeigt. Im Jahr 1994 sah der damalige Direktor des Cirque du Soleil, Gilles Ste-Croix, die Show, und lud Slawa daraufhin ein, Teile der Show in die Cirque du Soleil Show: „Alegría“ zu integrieren, was 1995 auch geschah.

Preise (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 – Triumph Lifetime Achievement Award, Moskau
  • 1998 – Best Entertainment, Laurence Olivier Award, London
  • 1998 – Bester Komödiant, Gold Ostapt, St. Petersburg
  • 1996 – Liverpool Echo Best Touring Production Award, Liverpool
  • 1996 – Festival Critics Award, Edinburgh
  • 1996 – The Herald Angel Award, Glasgow
  • 1995 – International Clown Festival Golden Nose Prize, Barcelona
  • 1994 – Time Out Award, London

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]