Wołczyn

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Wołczyn
Wappen von Wołczyn
Wołczyn (Polen)
Wołczyn
Wołczyn
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kluczbork
Geographische Lage: 51° 1′ N, 18° 3′ OKoordinaten: 51° 1′ 0″ N, 18° 3′ 0″ O
Höhe: 172 m n.p.m.
Einwohner: 5959
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 46-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: LubliniecOleśnica
Schienenweg: Kluczbork–Wrocław
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 240,86 km²
Einwohner: 13.785
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1604043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jan Wiącek
Adresse: ul. Dworcowa 1
46-250 Wołczyn
Webpräsenz: www.wolczyn.pl



Wołczyn [ˈvɔʊ̯ʧɨn] (deutsch Konstadt; früher auch Constadt) ist eine Kleinstadt im Norden der Woiwodschaft Oppeln und Hauptort der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt 12 Kilometer nordwestlich von Kluczbork (Kreuzburg in Oberschlesien) und 70 Kilometer östlich von Breslau. Sie wird von der Brinnitze (Brynica), einem Nebenfluss des Stober, umflossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einem Dokument Herzog Heinrichs III. von Schlesien vom 22. Januar 1261 geht hervor, dass der bis dahin „großer Wald“ genannte Ort mit Neumarkter Recht versehen und fortan Fürstenthal genannt wurde. 1293 erfolgte die Erwähnung als Kunstadt,[2] 1294 dann als Cunzinstadt.[3] Im Norden der Stadt, am Standort der heutigen evangelischen Kirche, befand sich eine Raubritterburg, die am 17. Januar 1461 von Herzog Konrad X. dem Weißen von Oels und Breslauer Bürgern eingenommen und geschleift wurde.[2]

1742 fiel die Stadt mit dem Großteil Schlesiens an Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Kreuzburg O.S. zugeteilt, der bis 1820 dem Regierungsbezirk Breslau und danach dem oberschlesischen Regierungsbezirk Oppeln angehörte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Konstadt 1945 polnischer Verwaltung unterstellt, die dem Ort den Namen Wołczyn gab, die verbliebene deutsche Bevölkerung wurde vertrieben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen von Konstadt:[4]

Jahr Einwohner
1775 805
1782 783
1810 1.075
1817 1.035
1824 1.169
1830 1.321
1844 1.449
Jahr Einwohner
1852 1.584
1861 1.723
1890 2.525
1910 3.644
1933 3.616
1939 3.779

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wołczyn hat mit den Halten Wołczyn und Wierzbica Górna an der Bahnstrecke Kalety–Wrocław Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben ihrem Hauptort, der Stadt Wołczyn, gliedert sich die gleichnamige Stadt- und Landgemeinde in folgende Ortsteile (sołectwo):

  • Bruny (Brune)
  • Brynica (Brinitze; 1936–1945: Kiefernhain)
  • Brzezinki (Bürgsdorf)
  • Duczów Mały (Klein Deutschen) und Duczów Wielki (Groß Deutschen)
  • Gierałcice (Jeroltschütz)
  • Komorzno (Reinersdorf)
  • Krzywiczyny (Schönfeld)
  • Ligota Wołczyńska (Konstadt-Ellguth)
  • Markotów Mały (Klein Margsdorf)
  • Markotów Duży (Margsdorf)
  • Rożnów (Rosen)
  • Skałągi (Skalung)
  • Szum (Schumm)
  • Szymonków (Simmenau)
  • Świniary Małe (Klein Blumenau)
  • Świniary Wielkie (Groß Blumenau)
  • Wąsice (Wundschütz)
  • Wierzchy (Wierschy; 1936–1945: Stoberbrück)
  • Wierzbica Dolna (Deutsch Würbitz; 1936–1945: Niederweiden O.S.)
  • Wierzbica Górna (Polnisch Würbitz; 1936–1945: Oberweiden O. S.)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wołczyn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB); abgerufen am 29. September 2017.
  2. a b Vgl. Felix Triest:Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865
  3. Vgl. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845
  4. Quellen der Einwohnerzahlen: 1817: [1] – 1830: [2] – 1844: [3] – 1775, 1782, 1810, 1824, 1855, 1861: [4] - 1910: [5] – 1933, 1939: [6]