Wobeser (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen derer von Wobeser

Wobeser ist der Name eines Uradelsgeschlechts aus dem Herzogtum Pommern mit dem gleichnamigen Stammhaus bei Rummelsburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits um 1270 wird mit Tezlav Wobeser ein früher Angehöriger der Familie urkundlich genannt. Klaus Wobeser wird im Jahre 1300 als Besitzer von Wobeser im Kreis Rummelsburg genannt. Auch Missow bei Stolp gehörte zu den Stammgütern der Familie. Die sichere Stammreihe des Geschlechts beginnt 1383 mit Jacob von Wobeser.[1] Später breitete sich die Familie nach Preußen bzw. der Neumark und der Lausitz aus.

Die Familie konnte in Pommern mehrmals einflussreiche Verwaltungsstellen besetzten und stellte neben den untenstehend genannten Generälen weitere namhafte Offiziere in der preußischen Armee. So war Jakob von Wobeser 1529 Hofmarschall und Kanzler in Pommern, sowie Hauptmann zu Lauenburg, Jakob II. von Wobeser war 1573 Hauptmann zu Colbatz, später ebenfalls Hauptmann zu Lauenburg, 1620 schließlich Oberhofmarschall in Stettin, Peter Heinrich von Wobeser (1683–1753) war preußischer Beamter und Präsident der Kriegs- und Domänenkammer zu Küstrin[2], Heinrich von Wobeser wurde 1760 Kammerpräsident. Von 1723–1759 war Peter Christian von Wobeser Landrat im Kreis Luckenwalde, Jacob Eckard von Wobeser war Kammerherr sowie Landeshauptmann, Kammer- und Bergrat der Oberlausitz.

1795 wurde ein preußisches Diplom zur Adelslegitimation für die natürlichen Kinder des Friedrich Bogislaw von Woberser, bei Beibehaltung des väterlichens Wappens erlassen.[1]

1895 kam es zur Wappen- und Namensvereinigung für die Brüder Tetzlaff und Otto von Wobeser, Adoptivsöhne ihres Oheims Karl von Warnstedt, die sich fortan von Wobeser-Warnstedt nannten.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Silber ein grünes Mummelblatt. Auf dem gekrönten Helm mit grün-silbernen Decken drei natürliche silberne Lilien an grün-beblätterten Stengeln.

Angehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c GHdA, Adelslexikon Band XVI, S. 306, Limburg (Lahn) 2005
  2. Registereintrag in der Deutschen Biographie
  3. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1122 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1121 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Hermann Arthur LierWobeser, Ernst Wratislaw Wilhelm von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 700–702.