Wochma (Ort)

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Siedlung
Wochma
Вохма
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Kostroma
Rajon Wochomski
Oberhaupt Alexei Antonow
Frühere Namen Wosnessenje
Wosnessenskoje
Siedlung seit 1992
Bevölkerung 4386 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 150 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 49450
Postleitzahl 157760
Kfz-Kennzeichen 44
OKATO 34 206 810 001
Website vohma-adm.ru
Geographische Lage
Koordinaten 58° 56′ N, 46° 45′ OKoordinaten: 58° 55′ 45″ N, 46° 45′ 30″ O
Wochma (Ort) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Wochma (Ort) (Oblast Kostroma)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kostroma

Wochma (russisch Во́хма) ist eine Siedlung (possjolok) in der Oblast Kostroma in Russland mit 4386 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 360 km Luftlinie ostnordöstlich des Oblastverwaltungszentrums Kostroma. Es befindet sich gut 4 km vom rechten Ufer des namensgebenden Flusses Wochma entfernt, in den die durch den Ort fließende kleine Wotschka etwa 7 km südöstlich mündet.

Wochma ist Verwaltungszentrum des Rajons Wochomski sowie Sitz der Landgemeinde Wochomskoje selskoje posselenije, zu der außerdem die Dörfer Schabaschicha (3 km westlich) und Schtschipizyno (1 km westlich, beide ohne ständige Einwohner) sowie die Siedlungen (possjolok) Bereschok (4 km ostnordöstlich, am rechten Wochma-Ufer) und Majak (6 km östlich, am linken Wochma-Ufer) gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand etwa gegen Ende des 17. Jahrhunderts am Kreuzungspunkt alter regionaler Handelswege. Zunächst trug er den Namen Wosnessenje, später auch in der Form Wosnessenskoje, nach der Bezeichnung der Kirche des Ortes, im Russischen für Christi Himmelfahrt. Ab 1780 gehörte er zum Ujesd Nikolsk der Statthalterschaft Wologda, ab 1796 des Gouvernements Wologda, und wurde dort im 19. Jahrhundert Sitz einer Wolost.

Spätestens am 10. April 1924, als der Ort Verwaltungssitz eines Rajons des von 1918 bis 1929 existierenden Gouvernements Nördliche Dwina (Sewero-Dwinskaja gubernija) wurde, erfolgte die Umbenennung in Wochma, nach dem nahen Fluss.

Am 2. Juni 1928 empfing der junge Lehrer Nikolai Reinholdowitsch Schmidt (1906–1942), ein begeisterter Funkamateur, in Wochma einen SOS-Ruf der Italia-Nordpolexpedition Umberto Nobiles. Er meldete seine Beobachtung nach Moskau, worauf eine internationale Rettungsaktion einsetzte, die später im Hörspiel SOS … rao rao … Foyn thematisiert wurde.

Nachdem der Ort Wochma mit dem Rajon von 1929 bis 1936 zum Nördlichen Krai, bis 1937 zur kurzlebigen Nördlichen Oblast und danach zur Oblast Wologda gehört hatte, wurde er am 13. August 1944 an die neugebildete Oblast Kostroma abgegeben.

Ab 1964 war Wochma Siedlung städtischen Typs, verlor diesen Status aber 1992 wieder und ist seither ländliche Siedlung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 3013
1959 3422
1970 4060
1979 4339
1989 4953
2002 4785
2010 4386

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wochma liegt an der Regionalstraße 34N-11, die beim westlich gelegenen Rajonzentrum Pyschtschug an der auf dem Territorium der Oblast als 34R-10 bezeichneten Verbindung Uren – Scharja – Nikolsk – Kotlas beginnt, das nordwestlich benachbarte Pawino durchquert und weiter ins östlich benachbarte Bogowarowo führt. Die nächstgelegene Bahnstation ist Schabalino gut 70 km südlich, bereits in der Oblast Kirow bei der Siedlung Leninskoje, an der Stammstrecke (von Moskau über Jaroslawl nach Kotelnitsch) der Transsibirischen Eisenbahn.

Am südwestlichen Rand des Ortes befindet sich ein kleiner Flugplatz, über den sporadische Verbindung ins Oblastzentrum besteht (Stand 2014).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)