Wohlmuthshüll

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Wohlmuthshüll ist ein Dorf in der Fränkischen Schweiz, dessen Name von einer Hüle abgeleitet ist. Seit der Verwaltungsreform gehört es zur Stadt Ebermannstadt.

Vor, während und nach der NS-Zeit bildete Wohlmuthshüll zusammen mit dem Nachbardorf Buckenreuth eine eigene Gemeinde mit etwa 480 Einwohnern. Als 1942 der Bürgermeister, das einzige Parteimitglied der NSDAP in der Gemeinde, starb, fand sich niemand, der bereit war, der Partei beizutreten, um den Posten des Bürgermeisters zu übernehmen. Wohlmuthshüll und Buckenreuth wurden daraufhin provisorisch von Ebermannstadt aus verwaltet.

Die US-amerikanische Besatzungsmacht honorierte dieses Verhalten der Bevölkerung damit, dass sie in dieser Gemeinde bereits am 18. Juli des Jahres 1945 mit der Wahl des Bürgermeisters die erste Freie Wahl in Deutschland zuließ.

Am 1. Januar 1972 wurde Wohlmuthshüll in die Stadt Ebermannstadt eingegliedert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 451.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 47′ N, 11° 13′ O