Woiwodschaft Niederschlesien

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Flagge der Woiwodschaft Niederschlesien
Woiwodschaft
Niederschlesien
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen der Woiwodschaft Niederschlesien
Basisdaten
Hauptstadt: Breslau
Woiwode: Aleksander Skorupa
Woiwodschaftsmarschall: Rafał Jurkowlaniec
Größte Stadt: Breslau
ISO 3166-2: PL-DS
Einwohner: 2.856.000 (31. März 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: D
Geographie
Fläche: 19.948 km²
– davon Land: ? km²
– davon Wasser: ? km²
Ausdehnung: Nord-Süd: bis 172 km
West-Ost: bis 194 km
Höchster Punkt: 1603 m
Tiefster Punkt: 80 m
Landschaftl. Struktur
Wälder: 29,5 %
Gewässer: ? %
Landwirtschaft: 51,4 %
Sonstige: ? %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 4
Landkreise: 26
Gemeinden: 169

Die Woiwodschaft Niederschlesien (polnisch województwo dolnośląskie) ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen. Sie umfasst den südwestlichen Teil Polens und grenzt innerhalb des Landes an die Woiwodschaften Lebus (Norden), Großpolen (Nordost) und Oppeln (Südost) sowie im Südwesten an die deutsche und tschechische Staatsgrenze. Hauptstadt ist Breslau. Im Süden der Woiwodschaft liegt mit dem zu den Sudeten gehörenden Riesengebirge eine der wichtigsten Fremdenverkehrsregionen Polens, im Westen – zwischen Queis und Lausitzer Neiße – der polnische Teil der Oberlausitz.

Die Woiwodschaft wurde nach der Region Niederschlesien benannt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Gold ein schwarzer Adler mit in einem Kreuz auslaufenden silbernem Brustmond.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Woiwodschaft Niederschlesien ist in 26 Landkreise und vier kreisfreie Städte unterteilt. Sie bilden zwar unter ihrem Namen ebenfalls einen Landkreis, gehören ihm aber selbst nicht an. Niederschlesien ist außerdem in drei Bezirke (Administrative Region) unterteilt[2]:

Bezirk Powiats im Bezirk
1 Wałbrzyski Świdnica, Kłodzko, Ząbkowice Śląskie, Dzierżoniów
2 Legnicki Głogów, Jawor, Lubin, Polkowice, Złotoryja
3 Jeleniogórski Bolesławiec, Kamienna Góra, Lubań, Lwówek Śląski, Zgorzelec

Kreisfreie Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Breslau (Wrocław) (638.586)
  2. Waldenburg (Wałbrzych) (114.568)
  3. Liegnitz (Legnica) (100.324)
  4. Hirschberg (Jelenia Góra) (80.072)

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Powiaty in Niederschlesien
Kreis Deutscher Name Einwohner
(31. Dezember 2017)
Wrocław Breslau 141.337
Bolesławiec Bunzlau 90.173
Ząbkowice Frankenstein 66.009
Zgorzelec Görlitz 90.584
Złotoryja Goldberg in Schlesien 44.126
Kłodzko Glatz 160.465
Głogow Glogau 89.933
Góra Guhrau 35.473
Jelenia Góra Hirschberg im Riesengebirge 64.178
Jawor Jauer 50.947
Kamienna Góra Landeshut in Schlesien 43.999
Lubań Lauban 54.991
Legnica Liegnitz 55.233
Lubin Lüben 106.320
Lwówek Löwenberg 46.360
Milicz Militsch 37.125
Środa Śląska Neumarkt in Schlesien 53.722
Oleśnica Oels 106.907
Oława Ohlau 76.505
Polkowice Polkwitz 63.017
Dzierżoniów Reichenbach im Eulengebirge 102.077
Świdnica Schweidnitz 158.392
Strzelin Strehlen 44.006
Trzebnica Trebnitz 84.495
Wałbrzych Waldenburg 56.446
Wołów Wohlau 47.124

Die Einwohnerentwicklung der Woiwodschaft Niederschlesien war 2010 am höchsten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominsel in Breslau
Piastenschloss in Legnica

Die Provinzhauptstadt Breslau ist mit rund 639.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes und die mit Abstand größte der niederschlesischen Provinz.

Stadt Deutscher Name Einwohner
31. Dezember 2017
Wrocław Breslau 638.586
Wałbrzych Waldenburg 113.621
Legnica Liegnitz 100.324
Jelenia Góra Hirschberg im Riesengebirge 80.072
Lubin Lüben 72.892
Głogów Glogau 68.179
Świdnica Schweidnitz 57.671
Bolesławiec Bunzlau 39.084
Oleśnica Oels 37.300
Dzierżoniów Reichenbach im Eulengebirge 33.653
Oława Ohlau 32.883
Zgorzelec Görlitz 30.738
Bielawa Langenbielau 30.207
Kłodzko Glatz 27.193
Jawor Jauer 23.266
Świebodzice Freiburg in Schlesien 22.840
Polkowice Polkwitz 22.504
Nowa Ruda Neurode 22.455
Lubań Lauban 21.318
Kamienna Góra Landeshut in Schlesien 19.348

Flüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Woiwodschaftamt in Breslau

In der Woiwodschaft Niederschlesien gibt es einen gewählten Woiwodschaftssejmik und Woiwodschaftsmarschall sowie einen von der Regierung ernannten Woiwoden.

Woiwodschaftssejmik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Woiwodschaftssejmik wurde 2014 in folgender Zusammensetzung gewählt:

Woiwodschaftssejmik Niederschlesien (2014)
Wahlkomitee Mandate
Bürgerplattform (PO)
13/36
Recht und Gerechtigkeit (PiS)
9/36
Polnische Volkspartei (PSL)
5/36
Bezpartyjni Samorządowcy
7/36
Bund der Demokratischen Linken (SLD)
2/36

Mittlerweile haben sich folgende Fraktionen gebildet:

Woiwodschaftssejmik Niederschlesien (2016)
Fraktion Mandate
Bezpartyjni Samorządowcy (BS)
  • Obywatelski Dolny Śląsk (ODS)
  • Parteilose
14/36

7/36

7/36
Dolnośląski Klub Porozumienie
11/36

6/36

4/36

1/36
Recht und Gerechtigkeit (PiS)
9/39
Fraktionslose
2/36

Woiwodschaftsmarschall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woiwodschaftsmarschall ist seit 2014 Cezary Przybylski (Bezpartyjni Samorządowcy).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2015 einen Index von 76 (EU-27 = 100).[3] Die Arbeitslosenrate lag 2005 bei 22,8 Prozent[4]. Bis zum Dezember 2009 sank sie auf 12,5 Prozent.[5]

Mit einem Wert von 0,865 erreicht Niederschlesien Platz 3 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.[6]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Woiwodschaft Niederschlesien unterhält Partnerschaften mit verschiedenen europäischen Gebietskörperschaften. Hierzu zählen die deutschen Bundesländer Niedersachsen und Sachsen, die tschechischen Regionen Liberecký kraj, Pardubický kraj, Královéhradecký kraj und Olomoucký kraj, das Elsass in Frankreich, Västmanland in Schweden, Ringkøbing in Dänemark, die Regionen Oblast Dnipropetrowsk und Oblast Kirowohrad in der Ukraine, der Oblast Leningrad in Russland, die Emilia-Romagna in Italien, die West Midlands im Vereinigten Königreich, die österreichische Steiermark, der US-Staat Connecticut und die spanischen Regionen Kastilien und León und Autonome Gemeinschaft Baskenland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Woiwodschaft Niederschlesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnis der Volkszählung 2011, Główny Urząd Statystyczny, Wyniki Narodowego Spisu Powszechnego Ludności i Mieszkań 2011. Warschau, März 2012. Online (Memento des Originals vom 16. Januar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stat.gov.pl (PDF)
  2. Amtliche Webseite des Niederschlesischen Wojewodschaftsamtes (polnisch)
  3. Eurostat. Abgerufen am 15. April 2018.
  4. Regional unemployment in the European Union, Bulgaria and Romania in 2005 (PDF) (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  5. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009 (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gus.pl, 3. Februar 2010
  6. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).

Koordinaten: 51° 5′ N, 16° 24′ O