Wolf (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Wolf

Wolf ist der Name eines alten thüringischen Adelsgeschlechts im Eichsfeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammhaus der Familie Wolf stand in Worbis, wo sie auch begütert waren. Eine weitere Linie der Adelsgeschlechtes hatte in Kefferhausen seinen Wohnsitz. Im 13. und 14. Jahrhundert erschienen mehrere Mitglieder des Rittergeschlechts in Urkunden des Eichsfeldes.[1] Sie dort und darüber hinaus zu Besitzungen und Lehnsrechten gekommen. Mit Wezel Wolf ist die Familie Wolf vermutlich im Mannesstamme im 16. Jahrhundert ausgestorben. Die Wolfischen Lehnsgüter sind danach teilweise an die Herren von Bültzingslöwen gekommen bzw. an die Lehnsherren zurück gefallen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schild des Wappens zeigt den Kopf und Hals eines Wolfes. Die Helmzier und die Tingierung sind nicht bekannt.

Vertreter des Adelsgeschlechtes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brüder Heinrich Wolf (Henricus Lupus) und Eckhard von Kefferhausen (1290) sind Zeugen, Eckhard genannt von Wolf (1300) Burgmann auf Schloss Hagen
  • eventuell der gleiche: Eckhard Wolf (1320), Burgmann auf Burg Worbis (1336)
  • Conrad Wolf (1307) wohnt in Kefferhausen, vermutlich der Vater von Heinrich und Berthold (Berthous)
  • Gebrüder Heinrich, Dietrich und Johann (1319) verkaufen dem Kloster Reifenstein Land in Tesfeld
  • Heinrich Wolf (1337) zusammen mit Bertold von Worbis, Hans von Wintzingerode und Otto von Rusteberg Burgherr auf Burg Bodenstein als Lehnsnehmer der Grafen von Hohnstein[2]
  • Conrad Wolf (1384) schenkt dem Kloster Reifenstein eine halbe Hufe und einen Hof in Oberkühla (Wüstung Hokühle bei Kallmerode)
  • Thile Wolf (1414) schließt mit Landgraf Ludwig I. von Hessen ein Bündnis gegen die Landgrafen von Thüringen[3] (1429) als Wohltäter des Wallfahrtsortes Elende[4] und besaß Lehnsgüter in Brochthausen, Kreffterode und Hugsthal
  • Wezel Wolf (1518), Besitzungen in Märtefeld, Wackenrode und Fromelderode, verkaufte die Besitzungen in Martinfeld an die Adelsfamilie von Bodungen, lebte noch 1525 als Hauptmann in Mühlhausen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Vinzenz Wolf: Denkwürdigkeiten des Marktfleckens Dingelstädt im Harz-Departement, District Heiligenstadt, Göttingen 1812, S. 51–52
  • Johann Wolf: Denkwürdigkeiten der Stadt Worbis und ihrer Umgebung. Göttingen 1818, Seiten 77–83.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. George Adalbert von Mülverstedt: Der abgestorbene Adel der Provinz Sachsen, ausschließlich der Altmark. In: Siebmachers großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. VI, Abteilung 6 Nürnberg 1874, Seite 189
  2. Geschichte der Burg Bodenstein
  3. Landgrafen-Regesten online Nr. 12357 [1] (Stand: 20.9.2011)
  4. Thomas T. Müller in Gabriela Sigmori: Das Wunderbuch Unserer Lieben Frau im thüringischen Elende (1419–1517). Bd. 12, Verlag Böhlau 2006, Seite 20