Wolf Biermann

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Wolf Biermann, 2008

Karl Wolf Biermann (* 15. November 1936 in Hamburg) ist ein deutscher Liedermacher und Lyriker. Seine Gedichtbände zählen zu den meistverkauften der deutschen Nachkriegsliteratur. Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

1953 siedelte er in die DDR über und veröffentlichte 1960 erste Lieder und Gedichte. Mit der Zeit wandelte er sich zu einem scharfen Kritiker der SED und der DDR, weswegen 1965 gegen ihn ein Auftritts- und Publikationsverbot verhängt wurde. 1976 wurde ihm nach einer Konzerttour in der Bundesrepublik Deutschland die Wiedereinreise in die DDR verweigert, und er wurde ausgebürgert. Dies führte in Ost- und Westdeutschland zu breiten Protesten und gilt als Menetekel für das Ende der DDR.

Biermann engagierte sich in der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung, distanzierte sich in den folgenden Jahren aber vom Kommunismus. In der Bundesrepublik ist er weiterhin künstlerisch tätig und bringt sich in politische Debatten ein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend in Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf Biermann ist der Sohn von Emma und Dagobert Biermann. Sein Vater, Jude und kommunistischer Arbeiter bei der Hamburger Werft Blohm & Voss, kämpfte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er wurde im Februar 1943 im KZ Auschwitz ermordet. Im Sommer desselben Jahres zerstörte ein Luftangriff auch die Schwabenstraße in Hamburg-Hammerbrook, in der die Familie bis dahin gelebt hatte. Die Mutter rettete sich mit dem Sohn durch einen Sprung in den Nordkanal vor dem Feuersturm, und man fand mit der Großmutter und einem Cousin Unterkunft in der Fritz-Schumacher-Siedlung in Hamburg-Langenhorn.[1] Über 30 Familienmitglieder Biermanns wurden im Zweiten Weltkrieg getötet.[2]

Zu Pfingsten 1950 nahm der 13-Jährige als Sprecher von 800 westdeutschen Thälmann-Pionieren am 1. Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin teil und sprach dort ein Gelöbnis der Treue zur DDR und zur Einheit Deutschlands.[3] Er besuchte die Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude und war dort Klassenkamerad von Klaus-Michael Kühne.[4]

Übersiedlung und Leben in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1953 siedelte Biermann als Sechzehnjähriger kurz vor dem 17. Juni in die DDR über.[5][6] Die Übersiedlung hatte nach seinen Angaben die KPD organisiert. Die Partei habe auch seine Mutter angewiesen, in Hamburg zu bleiben.[7] Er lebte in einem Schulinternat in Gadebusch bei Schwerin. Nach seinen Angaben versuchte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) schon 1953, als er noch Schüler war, ihn als Geheimen Informator (GI) anzuwerben; doch habe er dies zurückgewiesen.[8]

Nach dem Abitur 1955 begann er ein Studium der Politischen Ökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er 1957 abbrach, um bis 1959 als Regieassistent am Berliner Ensemble tätig zu sein. Danach studierte er bis 1963 Philosophie bei Wolfgang Heise und Mathematik an der Humboldt-Universität,[5] bekam aber trotz erfolgreich verteidigter Abschlussarbeit im Fach Philosophie kein Diplom ausgehändigt. Die Urkunde erhielt er erst nachträglich im November 2008, als ihm die Humboldt-Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verlieh.[9] Sein Nebenfach Mathematik schloss Biermann auch mit einem Staatsexamen ab.[10]

Seit Kindheitstagen war Biermann mit Margot Feist, der späteren Ehefrau von Erich Honecker und Ministerin für Volksbildung bekannt. Ihr Biograph Ed Stuhler dokumentierte in einer Radiosendung vom April 2007, dass es zwischen Margot Honecker und Wolf Biermann in der ersten Hälfte der sechziger Jahre mehrere Treffen und Telefonate gab.[11] Im Beitrag kommen Biermann selbst, der von fünf bis sechs Treffen im Ministerium und eines in seiner Wohnung in der Chaussee 131 spricht, Margot Honecker, die über ein Treffen in Biermanns Wohnung berichtet, und der damalige Berater von Margot Honecker im Ministerium, Klaus Korn, der Treffen im Ministerium schildert, zu Wort. Das letzte Treffen habe am 3. Dezember 1965 stattgefunden.

In seiner Autobiographie beschreibt Biermann die Begegnungen ebenfalls. Seine Mutter habe 1963 einen sorgenvollen Brief an die „Genossin Margot“ geschrieben und um eine ehrliche Diskussion gebeten, damit ihr Sohn „nicht falsche Wege geht.“ Daraufhin wurde er in ihr Ministerium eingeladen und konnte lange mit ihr diskutieren, etwa über die Frage, ob Chruschtschows „mutiger Versuch“, sich vom Stalinismus zu lösen, richtig sei. Man habe einander geduldig zugehört und „ohne Falsch“ gesprochen. 1964 sei es zu einer Begegnung in seiner Wohnung gekommen, bei der er mit ihr habe „Tacheles“ reden wollen. Sie habe lange auf ihn eingeredet, an sein Klassenbewusstsein appelliert und Pflichten gegenüber seinem Vater angemahnt. Wenn er „den richtigen Weg“ gehe, könne er der „größte Dichter“ der DDR werden.[12]

Hanns Eisler, 1940

1960 lernte Biermann Hanns Eisler kennen, der ihn maßgeblich prägte und förderte. Biermann begann, Gedichte und Lieder zu schreiben. 1961 gründete er in Ost-Berlin das Berliner Arbeiter-Theater (b.a.t.). Seine Inszenierung des Stückes Berliner Brautgang, das vom Mauerbau handelt, wurde verboten, und noch vor der Premiere 1963 musste das Theater geschlossen werden.[13] Über Biermann wurde ein befristetes Auftrittsverbot verhängt, das ein halbes Jahr währte. Außerdem weigerte sich die SED 1963 ohne Angabe von Gründen, ihn nach seiner Zeit als SED-Kandidat als Mitglied aufzunehmen.[14] Aus den nach der Wende gefundenen Unterlagen des MfS zu Biermann geht hervor, dass die in der SED Zuständigen die Vorstellung hatten, Biermann müsse regelmäßiger Konsument aufputschender Drogen gewesen sein, und dass sie vor diesem Hintergrund eine Parteiaufnahme ablehnten.[15] Auch im SED-Zentralorgan Neues Deutschland wurde Stimmung gegen Biermann gemacht. So schrieb Klaus Höpcke, Redakteur für Kultur, Kunst und Literatur, einen hetzerischen Artikel unter dem Titel Der nichts so fürchtet wie Verantwortung und forderte zu „mehr Angriffsgeist gegen Positionen idiologischer Koexistenz“ auf.[16]

Seinen ersten Gastspielauftritt in der Bundesrepublik hatte Biermann 1964. Im April 1965 trat er mit seinen Liedern in einem Kabarett-Programm von Wolfgang Neuss in Frankfurt am Main auf, dessen Aufnahme als LP unter dem Titel Wolf Biermann (Ost) zu Gast bei Wolfgang Neuss (West) erschien. Im selben Jahr veröffentlichte Biermann den Lyrikband Die Drahtharfe im Westberliner Verlag Klaus Wagenbach. Weitere Bände wie Mit Marx- und Engelszungen (1968), Deutschland. Ein Wintermärchen (1972) und Für meine Genossen (1972) erschienen ebenfalls in der Bundesrepublik.[17]

Nachdem Biermann weitere Verse in DDR-Zeitschriften veröffentlicht hatte und im Ost-Berliner Kabarett Die Distel aufgetreten war, verhängte das 11. Plenum des ZK der SED ein totales Auftritts- und Publikationsverbot gegen ihn und andere Schriftsteller wie Stefan Heym, Günter Kunert, Manfred Bieler, Heiner Müller sowie den Naturwissenschaftler und Widerstandskämpfer Robert Havemann.[18] Den Autoren wurde „Skeptizismus“ sowie „spießbürgerliches, anarchistisches Verhalten“ vorgeworfen.[19] Erich Honecker, Berichterstatter der Sitzung, bezeichnete die DDR als „saubere(n) Staat“, in dem es „unverrückbare Maßstäbe der Ethik und Moral, für Anstand und gute Sitte“ gebe und hielt den kritisierten Schriftstellern liberalistische und pornographische Neigungen vor.[20]

Autoren wie Jean Améry, Heinrich Böll, Siegfried Unseld, Klaus Wagenbach und Peter Weiss kritisierten die Maßnahmen. Während Hans Werner Richter, Spiritus rector der Gruppe 47, Biermann im April 1966 zu einer Tagung in Princeton einlud, schrieb Marcel Reich-Ranicki seinen ersten Artikel über Biermann in der Zeit unter dem Titel Der Dichter ist kein Zuckersack. Biermann empfand die Diffamierungskampagne auch deswegen als kafkaesk, weil die verrissenen Texte in der DDR nicht gelesen werden konnten.[21]

Chausseestraße 131 (1974)

1973 reiste Biermann nach Moskau. Da er bereits als gefährlicher „Abweichler galt“, wollte er die Reise nicht als Künstler antreten und schloss sich einer offiziellen Reisegruppe an, die das „sozialistische Bruderland“ besuchen durfte. Die späteren Aktenfunde zeigen, dass die Stasi ihn auch hier im Blick hatte und nichts gegen den Ausflug unternehmen wollte: Nach dem Strafgesetzbuch der DDR konnte nicht nur „staatsfeindliche Hetze“ gegen die eigene „Staats- oder Gesellschaftsordnung“, sondern auch ein „Staatsverbrechen“ gegen „ein anderes sozialistisches Land“ bestraft werden.[22]

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) entwickelte einen 20-Punkte-Plan zur „Zersetzung“ seiner Person.[23] Laut Biermanns Memoiren übten Kader der illegalen KPD auf seine Mutter in Hamburg Druck aus, dass diese sich von Biermann distanziere. Doch habe sie dies abgelehnt.[24]

Chausseestraße 131 (2015)

Nachdem Biermann in dem Bemühen, eine Veröffentlichung seiner Lieder auf dem DDR-Plattenlabel Amiga nicht auf immer unmöglich zu machen, über Jahre hinweg auf Schallplatten-Veröffentlichungen in der Bundesrepublik verzichtet hatte,[25] erschien 1968 seine erste eigene Langspielplatte Chausseestraße 131. Durch die mit dem Auftritts- und Publikationsverbot einhergehende Unmöglichkeit, ein professionelles Tonstudio zu nutzen, entstanden die Aufnahmen zu Chausseestraße 131 in Biermanns Wohnung mit Hilfe eines aus dem Westen geschmuggelten Grundig-Tonbandgeräts sowie eines Sennheiser-Mikrofons, das durch seine Kugelcharakteristik auch noch die Geräusche der vorbeifahrenden Straßenbahn einfing.[26] Für dieses Album erhielt er 1969 den Fontane-Preis, einen 1948 gestifteten Kulturpreis des Landes Berlin. Bei dessen Verleihung kam es zu einem Eklat, als Biermann den Preis – ebenso wie Peter Schneider, der den Preis der Jungen Generation erhalten hatte – öffentlich an die Außerparlamentarische Opposition weitergab. Biermann „stiftete“ die 10.000 DM des Preisgeldes den „politischen Verfolgten“, die der Anwalt Horst Mahler vertrat.[27][28]

Während weitere Texte und Schallplatten in der Bundesrepublik veröffentlicht wurden, kursierten sie in der DDR teilweise als Samisdat-Gut, dessen Wiedergabe Sanktionen nach sich zog, die vom Ausschluss von der Universität bis zu mehrjährigen Haftstrafen reichen konnten.[29] Im September 1976 gelang Biermann nach elf Jahren des Verbots ein einziges und letztes Konzert vor der Wende in der DDR. Sein Auftritt in der Prenzlauer Nicolaikirche[30] wurde durch ein Versehen der Staatssicherheit ermöglicht, die Biermann nach der Ankündigung seines Konzerts im Veranstaltungsplan der Kirchengemeinde mit dem dort wöchentlich auftretenden Gemeinde-Kantor gleichen Familiennamens verwechselt und es deshalb versäumt hatte, das Konzert zu unterbinden.[31]

Ausbürgerung aus der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbürgerung Biermanns im Jahr 1976 war ein einschneidendes und prägendes Erlebnis für die Künstler- und Dissidenten-Szene der DDR. Die nach dem Machtantritt Erich Honeckers 1971 aufgekommene Hoffnung auf eine gesellschaftliche Liberalisierung und Ansätze von Meinungsfreiheit wurden durch repressives Vorgehen gegen Kritiker der Biermann-Ausbürgerung zerstört. Nicht wenige Dissidenten änderten ihre Haltung zur DDR nach der Ausbürgerung Biermanns von einer „solidarischen Kritik“ hin zu radikaler Distanz.

Ausbürgerung nach dem „Kölner Konzert“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Behörden der DDR genehmigten, wahrscheinlich auf persönliche Anweisung Erich Honeckers, 1976 Biermann eine Ausreise in die Bundesrepublik, um ihn durch Verweigerung der Rückkehr loszuwerden. Biermann war auf Einladung der IG Metall auf einer Konzertreise.[32] Das erste Konzert fand, vom Hörfunk des WDR in der Reihe „Radiothek“ live übertragen, am 13. November 1976 in der Kölner Sporthalle statt. Dieses Konzert – Biermann hatte die DDR stellenweise kritisiert, bei anderen Anlässen wie etwa einer Diskussion über den 17. Juni aber auch verteidigt – diente Honecker als Vorwand für die Ausbürgerung „wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“. Am 16. November überraschte er die Sitzung des Politbüros der SED mit dem Tagesordnungspunkt „Ausbürgerung Wolf Biermanns“, der eine entsprechende Beschlussvorlage zum Inhalt hatte. Eine Diskussion ist nicht überliefert. Am Nachmittag des 16. Novembers verbreitete die DDR-Nachrichtenagentur ADN den Beschluss des Politbüros.[33]

Folgen der Ausbürgerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Bekanntwerden der Ausbürgerung trafen sich am 16. November 1976 in Ost-Berlin bei Stephan Hermlin die DDR-Schriftsteller Sarah Kirsch, Christa Wolf und ihr Mann Gerhard Wolf, Volker Braun, Franz Fühmann, Stefan Heym, Günter Kunert, Heiner Müller, Rolf Schneider, Jurek Becker, Erich Arendt und der Bildhauer Fritz Cremer. Sie verfassten und unterzeichneten eine Resolution, in der sie an die DDR-Führung appellierten, die Ausbürgerung Biermanns „zu überdenken“. Als das Zentralorgan der SED, das Neue Deutschland, am 17. November den Abdruck des Briefes abgelehnt hatte, übergab ihn Heym der britischen Nachrichtenagentur Reuters und Hermlin der französischen AFP, woraufhin ihn alle wichtigen Westmedien veröffentlichten.[34] Als damit ein Konflikt um die Ausbürgerung offensichtlich wurde, strahlte zunächst das WDR Fernsehen am 17. November 1976 in seinem Dritten Fernsehprogramm eine gut zweistündige Zusammenfassung des Konzerts aus. In der DDR konnte sie nicht empfangen werden.

Der in den DDR-Medien weiterhin verschwiegenen Resolution schlossen sich in der DDR zahlreiche Schriftsteller, Schauspieler und bildende Künstler an. Anna Seghers hingegen teilte in einer einzigen kurzen Erklärung mit, sie habe, entgegen anders lautenden Meldungen, die Protestresolution auch nachträglich nicht unterzeichnet.[35] Heiner Müller vereinbarte mit der Stasi, dass die Rücknahme seiner Unterschrift „niemals öffentlich wird“.[36] Auch Kulturschaffende im Westen protestierten gegen Biermanns Ausbürgerung. In dieser Zeit sendete das erste Programm (ARD) am 19. November 1976 das Konzert in voller Länge ab 22.05 Uhr. Erst durch diese Übertragung hörten viele Menschen in der DDR zum ersten Mal Biermanns Lieder.

Andere prominente DDR-Künstler unterstützten die Biermann-Ausbürgerung, so Konrad Wolf, Ruth Berghaus, Wolfgang Heinz und Paul Dessau.[37] Peter Hacks kritisierte zwei Wochen später – Biermann einer konterrevolutionären bzw. revisionistischen Linie zuordnend –, dessen Sorge um den Aufbau des Sozialismus sei unglaubwürdig. Er überschätze sich sowohl als Künstler wie als politisches Subjekt: „In je höherem Maße er sich übernahm, desto mehr bedurfte seine Kunst, neben dem Gedicht und der Gitarre, des Skandals.“[38] Das wurde weitgehend als eindeutige Unterstützung der Ausbürgerung begriffen.

Wolf Biermann 1977 auf einem Stadtteilfest in Hamburg-Eimsbüttel

Der Künstler-Protest hatte Schikanen gegen die Unterzeichner zur Folge, sofern sie nicht, wie Fritz Cremer, ihre Unterschrift zurückzogen. In der Folge siedelten vermehrt Künstler aus der DDR in die Bundesrepublik über. Bereits 1976 waren die Schauspielerin Katharina Thalbach und der Schriftsteller Thomas Brasch nach West-Berlin gezogen. Gerulf Pannach und Christian Kunert von der in der DDR verbotenen Band Renft und der Schriftsteller Jürgen Fuchs wurden noch im November 1976 vom MfS verhaftet und nach neun Monaten Haft und unter Androhung von langen Haftstrafen aus dem Land gezwungen. Auch Manfred Krug unterzeichnete den Protest, worauf ihm, trotz seiner Beliebtheit in der DDR (1969, 1971 und 1973 Auszeichnung als „Fernsehliebling der DDR“), weitere Rollen und Konzerte verwehrt wurden. Schon gedrehte Filme (außer Abschied vom Frieden 1979) wurden nicht mehr gezeigt.

Als Folge dessen siedelte er 1977 nach einem Antrag auf Ausreise in die Bundesrepublik über.[39] Auch Biermanns frühere Lebensgefährtin, die bekannte Schauspielerin Eva-Maria Hagen, und deren Tochter Nina Hagen gingen 1977 nach Westdeutschland. Stefan Heym konnte nur noch im Westen veröffentlichen und wurde später aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Er schilderte die Folgen für sich und die Mitunterzeichner später anhand seiner MfS-Akte.[40] Zahlreiche Proteste gab es auch in der Bundesrepublik, sogar in den Reihen SED-naher Kommunisten. In Marburg unterzeichneten gleichzeitig mehrere Dutzend DKP-Mitglieder eine Protesterklärung, die auch auf dem ersten Cover der Biermann-LP des Kölner Konzerts Das geht sein’ sozialistischen Gang abgedruckt wurde.

Vielfach wurde Biermanns Ausbürgerung als Menetekel und „Anfang vom Ende der DDR“ bewertet.[41]

Leben in der Bundesrepublik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig

Im Westen schrieb Biermann zahlreiche neue Lieder, beteiligte sich an der Friedensbewegung, engagierte sich gegen die Planung der Anlagen für die Lagerung von Atommüll in Gorleben (Lied Gorleben soll leben...), gab zahlreiche Konzerte und veröffentlichte Schallplatten und CDs. In seinen Liedern kritisierte er immer wieder die SED-Parteidiktatur und mischte sich mit Reden und Aufsätzen in tagespolitische Fragen ein.[42] Auf Empfehlung Günter Wallraffs wählte Biermann den Liedermacher Diether Dehm als Konzertmanager. Dehm und dessen Lebensgefährtin waren da bereits inoffizielle Mitarbeiter (IM) des MfS. Sie informierten von nun an über Biermanns Auftritte, seine finanzielle Lage und Probleme mit der Plattenfirma.[43] Dehm lieferte dem MfS nach der Ausbürgerung von Biermann zahlreiche Berichte. Seine Akte beim MfS umfasst 400 Seiten.[44] Dehm unterschrieb mehrfach Quittungen für Geldbeträge von mehreren hundert Mark, manchmal mit seinem Klarnamen und manchmal als IM „Willy“.[45] Laut einer eidesstattlichen Erklärung Biermanns habe Dehm ihm am 29. Mai 1988 in einem Vier-Augen-Gespräch gestanden, im Auftrag des MfS sein Manager geworden zu sein.[46][47]

Im Jahr 1977 trat Biermann der Exilgruppe Hamburg der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) bei, die sich zum Eurokommunismus bekannt hatte.[48] Im Jahr darauf trennte sich Biermanns Manager Dehm vom MfS. Für einen Besuch bei dem todkranken Robert Havemann erhielt Biermann im April 1982 unter Auflagen eine einmalige Genehmigung zur Einreise in die DDR.

Im Sommer 1989 wurde Biermann mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg vor der Höhe ausgezeichnet. Am 24. Oktober 1989 sagte er der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley (sie hatte ihn eingeladen) einen Auftritt bei der Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz am 4. November zu – die DDR-Behörden verweigerten ihm jedoch die Einreise.[49] Erst am 1. Dezember 1989 durfte Biermann zu einem Konzert in den Leipziger Messehallen wieder in die DDR einreisen. Das Konzert wurde erstmals sowohl im bundesdeutschen als auch im DDR-Fernsehen live übertragen.

Nach der Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf Biermann auf der Leipziger Buchmesse 2007

1992 erhielt Biermann durch den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, BStU) Einsicht in die Akten des operativen Vorgangs (OV), den das MfS gegen ihn geführt hatte. Darin, so Biermann in seiner im Herbst 2016 erschienenen Autobiografie Warte nicht auf bessre Zeiten!, habe er „beim ersten Überfliegen der rund fünfzigtausend Seiten an die siebzig verschiedene Spitzel“ gefunden. „Permanente Leibspitzel, die mein Leben in allen Details ausspionierten, die mich im Osten intensiv, aber später dann auch im Westen betreuten, gab es an die fünfzehn.“ Inzwischen hätten „die Mitarbeiter der BStU […] weit über zweihundert Spitzel gefunden, die gelegentlich Berichte für meinen zentralen Operativen Vorgang (ZOV ‚Lyriker‘) beigesteuert haben.“ „Die meisten dieser IMs, das versteht sich, kreuzten zufällig meinen Weg, berichteten anschließend aber gewissenhaft ihrem Führungsoffizier.“[50] Bei einem Konzert im Wiener Burgtheater zitierte Biermann aus den Transkripten der Tonbänder, die das MfS in seiner Wohnung aufgenommen hatte. Unter anderem las er eine Stelle vor, die die Geräusche beim Geschlechtsverkehr mit seiner damaligen Lebensgefährtin Eva-Maria Hagen schildert. Biermann gab die Stelle 1992 in einem Artikel im Spiegel wieder.[51] Der Übersetzer Harry Rowohlt zitierte die Passage später ungenau mit den Worten: „Beischlafgeräusche. Danach Ruhe im Objekt.“[52]

Im wiedervereinigten Deutschland erhielt Biermann mehrere Preise und Ehrungen: 1991 wurde er mit dem Mörike-Preis der Stadt Fellbach und im Oktober dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In seiner Dankesrede in Darmstadt machte er mit einem Hinweis auf „Sascha Arschloch“ die Tätigkeit des DDR-Poeten Sascha Anderson für das MfS bekannt.[53] 1993 ehrte ihn die Stadt Düsseldorf mit dem Heinrich-Heine-Preis. Am 17. Mai 1998 erhielt er den Deutschen Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung und 2006 den Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik. Das Große Bundesverdienstkreuz erhielt Biermann anlässlich seines 70. Geburtstages im Berliner Schloss Bellevue durch Bundespräsident Horst Köhler.

Am 8. November 2014 gab Biermann zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls mit dem Zentralquartett ein Konzert im Berliner Ensemble.[54] Ebenfalls dort fanden Galakonzerte anlässlich seines 80. Geburtstages 2016 und seines 85. Geburtstages 2021 mit prominenten Besuchern statt.[55][56] 2021 hielt der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk im Berliner Ensemble den Festvortrag und erinnerte an die 16 von den Nationalsozialisten ermordeten Familienmitglieder Biermanns, darunter Vater Dagobert, die er namentlich auflistete und erwähnte, wo sie ums Leben kamen.

Abkehr vom Kommunismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Biermann zunächst an eine Reform des Sozialismus geglaubt hatte („So oder so, die Erde wird rot“), gab er ihm nach dessen Scheitern in der DDR keine Chance mehr. Auch eine Kritik am Stalinismus könne nicht zu einem wahren Kommunismus führen. In seinem Essayband Über Deutschland Unter Deutschen (2002) schrieb er über sein großes Vorbild: „Brechts bester Einfall war es, Kommunist zu werden. Sein schlechtester Einfall: Kommunist zu bleiben.“[57]

Wie Biermann beschreibt, wurde ihm „der Glaube an den Kommunismus [...] eingepflanzt“ wie bei Gläubigen anderer Religionen. Er habe das Kommunistische Manifest als Bibel betrachtet und keine Bekehrungen nötig gehabt wie die Renegaten Manès Sperber, Robert Havemann und Arthur Koestler, die in jungen Jahren mit der bürgerlichen Gesellschaft gebrochen hätten. In der DDR habe er mit „den Genossen“ nicht „um die kommunistische Idee selbst“, sondern um ihre totalitäre Praxis gestritten und geglaubt, Kommunismus sei mit Demokratie vereinbar. Dies sei nicht nur ein Irrtum, sondern eine „Ironie des Schicksals“, habe dieser „Irrglaube“ doch dazu geführt, sich überhaupt zu engagieren und nicht in den Westen zu gehen. Es sei nicht leicht gewesen, sich von der „Illusion Kommunismus“ zu lösen, doch ein „tapferer Bruch“ sei kein „Zusammenbruch“. So schrieb er in dem Lied für seinen Freund Arno Lustiger: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“[58]

Weitere Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 trat Biermann auf der Klausurtagung der CSU in Wildbad Kreuth auf. Die „unverkrampfte, freundschaftliche Atmosphäre“ habe ihn gefreut, erklärte er anschließend.[59] 2012 lobte er den vormaligen Bundeskanzler Helmut Kohl: Mit seinem Ziel einer deutschen Wiedervereinigung sei er klüger gewesen „als wir alle zusammen damals“. „Als die Chance da war, hat er sie schneller als andere erkannt und tapferer, mutiger, frecher genutzt als andere.“ Der Beitritt Ostdeutschlands zur bestehenden Bundesrepublik anstelle eines politischen Neuanfangs sei dabei die einzig mögliche Entscheidung gewesen. 1989 hatte Biermann noch gesagt, er könne „das Wort WIEDER nicht ertragen. Ich meine Wiedervereinigung“. Er wünsche sich, „dass zwei Deutschländer da sein können, die einen friedlichen und demokratischen Wettstreit versuchen“. Friedrich Schorlemmer nannte ihn 2014 deswegen einen Wendehals.[60] Weiterhin lobt Biermann Kohl dafür, „dieses politische Genie Angela Merkel“ als solches erkannt zu haben; „die ist sozusagen das Beste, was die DDR hervorgebracht hatte.“ „Im allerbesten Sinne langweilig ist aus meiner Sicht dieser Kohl.“[61]

Biermann befürwortete das Eingreifen der NATO im Kosovokrieg 1999[62] und den Irak-Krieg der USA und ihrer Verbündeten 2003. Im Spiegel verspottete er die Kriegsgegner als „Nationalpazifisten“, die „Frieden irgendwie geiler als Krieg finden“.[63] Im Herbst 2006 meinte er, der Irak-Krieg hätte 2003 vermieden werden können, wenn Deutschland und Frankreich sich an der Koalition der Willigen im Vorfeld des Angriffs beteiligt hätten, da in diesem Falle Saddam Hussein abgetreten wäre.[64]

Biermann (2017)

2013 gab er bekannt, er werde die CDU wählen, und empfahl Merkel als Kanzlerin, obwohl ja eigentlich die SPD immer seinem Herzen näher gewesen sei. Aber als Vertreter der SPD-Tradition gebe es leider nur noch den Hamburger Olaf Scholz.[65]

2006 erklärte Biermann, dass er zunehmend das ihm „fremdvertraute Israel“ als sein „Vaterland“ ansehe. Einer Mehrheit der Deutschen und Europäer wirft er fehlendes Verständnis für den Nahostkonflikt und einen Mangel an Empathie für die politischen Dilemmata des jüdischen Staates vor: „Was mich anwidert, das ist die großmäulige Besserwisserei der Wenigwisser in Europa“. Als Gründe benennt er Antisemitismus gegenüber der jüdischen und „Rassendünkel“ gegenüber der arabischen Seite: Die Juden blieben „auch nach Meinung des gebildeten Elite-Packs an allem schuld“, wohingegen „die Araber für unmündige Menschen dritter Klasse“ gehalten würden, „an die man noch keine aufklärerisch-humanen Maßstäbe anlegen“ dürfe.[64]

2006 trennte sich Biermann nach über dreißigjähriger Zusammenarbeit vom Verlag Kiepenheuer & Witsch und wechselte zu Hoffmann und Campe. Er hatte sich über ihn betreffende Inhalte des Buches Lichtjahre – Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute von Volker Weidermann geärgert, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen war. Die drei Seiten lange Passage über ihn schloss mit der Bemerkung, nach seinem Werk Großer Gesang des Jizchak Katzenelson sei es „sehr, sehr still um Wolf Biermann geworden“.[66]

In einem Interview zu einem Auftritt mit der Jazz-Band Zentralquartett nach einem Kommentar zur aktuellen NSA-Affäre gefragt, erwiderte Biermann, das berühre ihn „überhaupt gar nicht“. Er halte diese Kritik „für eine hysterische Propaganda-Idiotie“; es sei ein Unterschied, „ob ein totalitärer Staat die Menschen bespitzelt oder ob eine Demokratie sich über den Streit in der Welt informieren möchte“.[67]

Am 7. November 2014 war Biermann anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls vom Präsidenten des Deutschen Bundestages Norbert Lammert zu einer Gedenksitzung in den Bundestag eingeladen worden, um das Lied Ermutigung[68] zu singen. Entgegen dem Einladungszweck und unter Verstoß gegen die Geschäftsordnung des Bundestages polemisierte er gegen die SED-Nachfolgepartei Die Linke („Drachenbrut“, „reaktionär“), sich selbst als „Drachentöter“ bezeichnend.[69]

Im Februar 2022 startete Biermann gemeinsam mit seiner Frau Pamela, dem Schauspieler Burghart Klaußner und dem Kulturmanager Ulrich Schreiber im Rahmen der sich zuspitzenden diplomatischen Krise zwischen Russland und der Ukraine einen Appell, der sich gegen eine russische Invasion auf ukrainischem Boden richtete. Wörtlich heißt es in dem Appell, der innerhalb weniger Wochen von mehreren hundert nationalen und internationalen Intellektuellen und Künstlern, darunter die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger oder dem Osteuropahistoriker Karl Schlögel unterschrieben wurde:

„Es kann nicht schweigend hingenommen werden, dass über achtzig Jahre nach dem Münchner Abkommen in Europa wieder unverhohlen mit einem Einmarsch in fremdes, souveränes Territorium gedroht wird“. Und weiter: „Wir unterstützen den Dialog mit Russland, fordern aber den sofortigen und bedingungslosen Abzug der russischen Truppen.“[70]

Nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, plädierte Biermann für die Lieferung schwerer Waffen an das überfallene Land. Den von Alice Schwarzer in der Zeitschrift Emma initiierten Appell an Bundeskanzler Scholz lehnte er ab. Schon sein eigenes Leben erlaube nicht, nun Pazifist zu sein. Er habe nur überlebt, weil Soldaten aus der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien ihr Leben riskiert hätten, „damit der kleine Biermann leben kann“.[71] Nun kämpfe die Ukraine einen solchen Freiheitskrieg, eine Bezeichnung, die von Heinrich Heine eingeführt worden sei.[72]

Biermanns Gitarren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Oktober 1967 nahm Biermann bei Willi Schlinske Gitarrenunterricht und eignete sich die Grundlagen des klassischen Gitarrenspiels an.[73]

Biermann hat stets Gitarren gespielt, die in der für den Musikinstrumentenbau bekannten sächsischen Stadt Markneukirchen gefertigt wurden, beispielsweise Adolf-Meinel-Gitarren (Adolf Richard Meinel, 1910–2009). In der Geschichte Meine Geigen-Gitarre aus seinem Buch Barbara beschreibt er seine Bitte um Reparatur einer Gitarre bei Meinel im Jahre 1965.

Des Weiteren spielt Biermann Instrumente der Gitarrenbauer Richard Jacob „Weißgerber“ und Curt Claus Voigt.[74]

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls erhielt Biermann im Juni 2019 den Preis für das Lebenswerk der Koblenz International Guitar Academy gGmbH, die diesen Preis für besondere Verdienste um die Gitarre vergibt.[75]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Brigitte Soubeyran hat Biermann einen leiblichen und einen angenommenen Sohn, dessen Vater der Pantomime Jean Soubeyran ist. Von 1965 bis 1972 war Biermann der Lebensgefährte von Eva-Maria Hagen, der Mutter von Nina Hagen. Zeitweilig war er Ziehvater von Nina Hagens Tochter Cosma Shiva Hagen.[76][77]

Mit Sibylle Havemann, der Tochter von Robert Havemann, hat er den Sohn Eliyah,[78] Vaterjude und Konvertit; dieser lebt als orthodoxer Jude mit seiner Familie sowie einem weiteren Kind in Israel. 1975 heiratete er die Ärztin Christine Barg. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Sohn Til Biermann ist Reporter bei den Zeitungen B.Z. und Bild.[79] 1989 heiratete er Pamela Rüsche, mit der er auch gemeinsam auftritt. Aus dieser Ehe gingen ebenfalls drei Kinder hervor. Biermann lebt und arbeitet in Hamburg-Ottensen.

Ehrenbürger von Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Vorschlag der Fraktionen von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus erhielt Biermann 2007 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Berlin. Er habe wie kein zweiter die Stadt besungen, das SED-Unrecht und die Teilung Berlins bekämpft.[80] Bereits 2003 hatte die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, in einem Brief an den regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit die Ehrenbürgerwürde für Biermann vorgeschlagen.[81]

Die SPD schloss sich dem nur widerwillig an, nachdem Biermann ihre Koalition mit der Linkspartei.PDS als Bündnis von „bankrotten sozialdemokratischen Apparatschiks“ mit „MfS-Kadern“ bezeichnet hatte. Die PDS enthielt sich der Stimme,[82][83] wiewohl es einzelne PDS-Abgeordnete gegeben hatte, die Biermann wegen seines „mutigen Eintretens gegen die SED“ geehrt hätten.[84] Das Berliner Abgeordnetenhaus nahm den fraktionsübergreifenden Antrag schließlich am 1. Februar 2007 an. Der Berliner Senat stimmte der Ehrung am 6. Februar 2007 zu.[85] In einer Reaktion bezeichnete Biermann die Debatte um seine Ernennung zum Ehrenbürger als „Provinzposse“ und äußerte später in Bezug auf den Berliner Senat, es sei „verbrecherisch, dass die SPD mit der PDS ins Bett“ gehe.[86] Am 26. März 2007 wurde Wolf Biermann zum 115. Ehrenbürger von Berlin ernannt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die DDR war Biermann laut Stefan Wolle ein „Skandal par excellence“. Obwohl er staatlichen Repressionen ausgesetzt war, gingen viele Zeilen seiner Gedichte als geflügelte Worte in den Sprachgebrauch ein, etwa die Redensart vom „sozialistischen Gang“. Sein gesungenes Gedicht Ermutigung entwickelte sich „fast zum Volkslied“ und zur „heimlichen Nationalhymne der DDR“.[87] Es wurde bei Kirchentagen gesungen und in kirchliche Liederbücher aufgenommen.

Biermanns lyrisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Marcel Reich-Ranicki sprach von der Frische, Unmittelbarkeit und „urwüchsige(n) Kraft“ der Verse und lobte ihre Naivität im Sinne der Definition Friedrich Schillers. Sie seien einfach und würden auf die Dunkelheit verzichten, die in Deutschland gut munde und zünftigen Literaturforschern „das Geschäft der Interpretation“ ermögliche. Biermann meide schwierige Metaphern und bevorzuge einfache Bilder, so in seiner Ballade vom preußischen Ikarus, die zu seinen schönsten Gedichten gehöre. Von der Mehrheit der bundesdeutschen Lyriker unterscheide ihn, dass er „ein Fundament in sich selber“ habe.[88]

Es sei erstaunlich, wie leicht Biermann die Sprachebenen wechseln, von Umgangssprache in hochpoetische Bereiche übergehen könne. Seine Dichtung verbinde „zärtliche Lyrismen mit [...] Vulgarismen“, die einander nicht entwerten oder „denunzieren“ würden. Die Kritiker hätten sich bislang überwiegend mit den zeitgeschichtlichen und politischen Aspekten Biermanns befasst und ihn nicht als Lyriker, „sondern vielseitigen oppositionellen Kleinkünstler“ betrachtet.[89]

Die Liebeslyrik der ersten, in der Bundesrepublik gefeierten Gedichtsammlungen Die Drahtharfe und Mit Marx- und Engelszungen verzichtete laut Keith Bullivant darauf, politische Zusammenhänge der DDR darzustellen. Wie für andere DDR-Autoren sei die Liebesbeziehung oder der Locus amoenus auch für Biermann eine Nische gewesen, in die man sich habe zurückziehen können, um den Zwängen des Systems zu entkommen; die Intimsphäre sei ein Politikum geworden.[90]

Es gab auch ablehnende und kritische Kommentare. So monierte Christian Schultz-Gerstein: „Wo es auf Sinn ankäme, stellt Biermann lediglich politische Gesinnungslyrik zum Mitklatschen her“.[91]

Nach Auffassung Dieter E. Zimmers lässt sich bei Biermann gut erkennen, wie die Kenntnis der Entstehungsbedingungen eines Werkes auch die Rezeption beeinflusst. Man schätze ein Kunstwerk, wenn es sich gegen Widerstände habe durchsetzen können. Es sei bemerkenswert, dass Biermanns Werk trotz der Missbilligung der Obrigkeit entstanden sei, die es „Zeile für Zeile“ besiegt habe.[92] Auch Zimmer geht auf die proteushafte Wandlungsfähigkeit Biermanns ein, der die unterschiedlichsten Tonfälle beherrsche, „feierlich“ und „hölderlinisch“ ebenso wie ichbezogen, agitatorisch oder bänkelsängerhaft sein könne.[93] Bereits 1967 hatte Zimmer sich mit Biermann auseinandergesetzt und die gegen ihn gerichtete Kampagne verurteilt. Nun denunziere ihn niemand mehr als „den politischen Pornographen“, der die sozialistische Arbeiterschaft beschmutze. Es sei riskant, Biermann zu beschimpfen und dem Volk ausreden zu wollen, da gerade dies ihn populär gemacht habe.[94] Seit den Tagen Pierre-Jean de Bérangers – neben François Villon, Arthur Rimbaud und Bertolt Brecht ein Vorbild Biermanns – seien die Methoden verfeinert worden, einen kritischen Lyriker mundtot zu machen.[95]

In seiner zweiten Lebenshälfte beschäftigte Biermann sich vertieft mit dem eigenen Judentum. Seine 1994 erschienene Nachdichtung des Epos Dos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk über die Vernichtung der Warschauer Juden wurde vielfach gelobt. Auf Anregung seines Freundes Arno Lustiger hatte er zunächst nur ein Kapitel des Poems übersetzt, dann aber „Feuer“ gefangen und das gesamte Werk unter dem Titel Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk übertragen.[96] Jizchak Katzenelson, der Verfasser des Poems, hatte sich am Aufstand im Warschauer Ghetto beteiligt. Er wurde ins Sonder-KZ in Vittel gebracht und schrieb dort die Verse, bevor er nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Laut Franz Hohler scheint das erschütternde Dokument gleichsam auf Biermann „gewartet zu haben“. Biermann kenne diese Schicksale aus eigener Erfahrung und sei „wortmächtig“ genug, sich vor dem Unsagbaren nicht abschrecken zu lassen. Wenn er etwa die Güterwagen beschreibe, die auf den Abtransport der Menschen warten, mobilisiere er die Expressivität seiner Sprache, um der Tragödie gerecht zu werden.[97]

Biermanns kritische Äußerungen, die sich gegen ganz unterschiedliche politische und gesellschaftliche Gruppierungen richteten, lösten immer wieder öffentliche Debatten und Auseinandersetzungen aus.[98] Für Jörg Lau ist Biermann mit „seinen politisch-ideologischen Bocksprüngen vom Kommunisten zum Antikommunisten“ ein „Beispiel für Eigensinn und permanente Selbstrevision“, womit sich die Gesellschaft schwertue.[84] Marcel Reich-Ranicki urteilte: „Eintracht zu stiften ist seine Sache nicht.“[99]

Im Juli 2021 erwarb die Staatsbibliothek zu Berlin Biermanns auf 100 Umzugskisten angewachsenes Archiv, darunter Manuskripte, das ab 1954 geführte 200-bändige Tagebuch sowie Ton- und Filmaufnahmen.[100]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolf Biermann zu Gast bei Wolfgang Neuss. 1965.
  • 4 neue Lieder. 1968. (Im Verlag Klaus Wagenbach erschienene EP, darin: Ermutigung)
  • Chausseestraße 131. 1968.
  • Der Biermann kommt. 1970. (Niederländische Schwarzpressung von Tonbandaufnahmen aus der Mitte der sechziger Jahre)
  • Wolf Biermann, CHILE – Ballade vom Kameramann / Comandante Che Guevara 1973 (CBS Single 1903)
  • Warte nicht auf beßre Zeiten. 1973. (Mit Mario Peters, Konrad Körner, Günter Sommer und Hans Schätzke)
  • aah – ja! 1974.
  • Liebeslieder. 1975.
  • Es gibt ein Leben vor dem Tod. 1976.
  • Der Friedensclown. 1977.
  • Das geht sein’ sozialistischen Gang. 1977. (Doppel-CD mit Livekonzert vom 13. November 1976)
  • Trotz alledem! 1978.
  • Hälfte des Lebens. 1979.
  • Eins in die Fresse, mein Herzblatt. 1980. (Live-Doppel-CD)
  • Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein. 1982.
  • Im Hamburger Federbett. 1983.
  • Die Welt ist schön … 1985.
  • Seelengeld. 1986. (Doppel-CD)
  • VEBiermann. 1988.
  • Gut Kirschenessen. DDR – ça ira! 1989.
  • Nur wer sich ändert. 1991.
  • Süßes Leben – Saures Leben. 1996.
  • Brecht, Deine Nachgeborenen. 1999. (Live-Doppel-CD)
  • Paradies uff Erden – Ein Berliner Bilderbogen. 1999.
  • Ermutigung im Steinbruch der Zeit. 2001. (Mitschnitt des Konzerts anlässlich des 25. Jahrestags der Ausbürgerung im Berliner Ensemble am 16. November 2001)
  • Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk, Lesung von Yitzak Katzenelson. 2004. (Live-Doppel-CD)
  • Das ist die feinste Liebeskunst – Shakespeare-Sonette. 2005.
  • Hänschen-klein ging allein … 2005. (Sonder-CD/Live-Mitschnitt eines Konzertes vom 5. Dezember 2004, im Verein Erkenntnis durch Erinnerung e. V. (Freier Träger der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden) bzw. der Stiftung Sächsische Gedenkstätten; nicht im Handel erhältlich)
  • Heimat – Neue Gedichte. 2006. (Lesung)
  • Heimkehr nach Berlin Mitte. 2007.
  • in diesem Lande leben wir … 2011. Wolf-Biermann-Lieder mit dem Chamber Choir of Europe.
  • Ach, die erste Liebe… Mit Pamela Biermann. 2013. (= Wolf Biermann Edition, Vol 28.)
  • Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Hörbuch gelesen von Burghart Klaußner, 10 CDs, MDR/ Hörbuch Hamburg 2016, ISBN 978-3-95713-063-1.
  • …paar eckige Runden drehn! Mit Pamela Biermann und ZentralQuartett. 2016. (= Wolf Biermann Edition, Vol 29.)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berliner Brautgang. Ein Stück um den zwölften August. b.a.t. - Berliner Arbeiter- und Studententheater, Berlin 1961 (Ormigdruck).
  • Liebesgedichte. 1962.
  • Sonnenpferde und Astronauten. 1964.
  • Nachrichten von den Liebenden. 1964.
  • Die Drahtharfe. 1965.
  • Meine Mietskasernenbraut. 1965.
  • Berlin. 1965.
  • Mit Marx- und Engelszungen. Gedichte, Balladen, Lieder. 1968, (darin: Ermutigung).
  • Der Dra-Dra. Die Große Drachentöterschau in acht Akten mit Musik. mit Noten und Illustrationen. Quarthefte, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1970.
  • Deutschland. Ein Wintermärchen. 1972.
  • Für meine Genossen. Hetzlieder, Gedichte, Balladen. 1972.
  • Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz, der eine Glatze kriegte. 1972.
  • Nachlaß I. 1977.
  • Preußischer Ikarus. 1978.
  • Das Märchen von dem Mädchen mit dem Holzbein. Ein Bilderbuch von Natascha Ungeheuer. 1979.
  • Verdrehte Welt – das seh’ ich gerne. Lieder, Balladen, Gedichte, Prosa. 1982.
  • Affenfels und Barrikade. 1986.
  • Klartexte im Getümmel. 13 Jahre im Westen. 1990.
  • Über das Geld und andere Herzensdinge – Prosaische Versuche über Deutschland. 1991.
  • Alle Lieder. 1991.
  • Der Sturz des Daedalus oder Eizes für die Eingeborenen der Fidschi-Inseln über den IM Judas Ischariot und den Kuddelmuddel in Deutschland nach dem Golfkrieg. 1992.
  • Alle Gedichte. 1995.
  • Wie man Verse macht und Lieder. Eine Poetik in acht Gängen. März 1997.
  • Paradies uff Erden. Ein Berliner Bilderbogen. 1999.
  • Die Ausbürgerung. Anfang vom Ende der DDR. Von Wolf Biermann und Fritz F. Pleitgen, Ullstein, Berlin 2001, ISBN 3-89834-044-9.
  • Über Deutschland Unter Deutschen. 2002.
  • Die Gedichte und Lieder 1960 bis 2001. 2003.
  • Eleven Outlined Epitaphs. Elf Entwürfe für meinen Grabspruch. Von Bob Dylan und Wolf Biermann, 2003.
  • Das ist die feinste Liebeskunst. 40 Shakespeare Sonette. von Wolf Biermann und William Shakespeare, 2004.
  • Heimat. Neue Gedichte. 2006.
  • Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-40344-2.
  • Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Propyläen Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-549-07473-2.
  • Im Bernstein der Balladen. Lieder und Gedichte. Propyläen Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-549-07479-4.
  • Barbara. Liebesnovellen und andere Raubtiergeschichten. Ullstein Buchverlage, Berlin 2019, ISBN 978-3-550-20025-0.
  • Mensch Gott! Suhrkamp, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-22523-3.

Übersetzungen seiner Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Wire Harp – Ballads, Poems, Songs. Übersetzt von Eric Bentley, mit Musiknoten. Helen and Kurt Wolff Book, Harcourt, Brace & World, New York 1967.
  • Wolf Biermann, A Political Songwriter Between East and West. Goethe-Institut, USA 1992.
  • Wolf Biermann: Poems and Ballads. Pluto Press, London 1977, ISBN 0-904383-60-1.
  • Om penge og andre hjertesager Verlag Spektrum, 1991, Dänemark, ISBN 978-87-7763-033-0.
  • Vent ikke på bedre tider. Digte – ballader – sange. Gyldendal, Dänemark 1970, ISBN 87-00-30121-3
  • Wolf Biermann / Trille: So soll es sein – so wird es sein / Så er det sagt, at verden blir rød (Røde muldhvarp RM-Y 701), 1969, Dänemark.
  • La Harpe des Barbels 1972, Collection 10 18 n° 706, Frankreich.
  • Ainsi soit-il et ca ira, Christian Bourgois, Editeur 1978, Frankreich, ISBN 2-267-00136-5.
  • Seul celui qui change reste fidèle à lui – meme. Huit discours sur l’Allemagne, Syllepse 2003, Frankreich, ISBN 2-84797-027-4.
  • Moi aussi, j’ai été à la Stasi. èdt. de l’Aube, Frankreich 1990.
  • Heinrich Heine & Wolf Biermann Tyskland: en vintersaga. Författarförlaget, 1982
  • Taggtrådsharpan. ballader och dikter; med noten. PAN, Norstedt 1971.
  • Uppmuntran Lena Granhagen sings Theodorakis & Biermann, Schweden 1972.
  • Il coniglio divora il serpente - Sul guazzabuglio della Germania riunificata. [Das Kaninchen frisst die Schlange - Vom Wirrwarr des wiedervereinigten Deutschland], Edizioni Theoria, Rom/Neapel 1992, ISBN 88-241-0299-9.
  • Canzone privata, canzone politica - Musica, poesia e rivolta, [Privates Lied, politisch’ Lied – Musik, Lyrik und Revolte], Donzelli Editore, Rom 1996, ISBN 88-7989-287-8.
  • Otto lezioni – per un'estetica della canzone e della poesia [Acht Vorlesungen – zur Ästhetik des Liedes und des Gedichtes] – il canneto editore, Genova 2010, Italien, ISBN 978-88-96430-05-7
  • Uorufu Bīaman Shishû, (Wolf Biermann Gedichtsammlung) Shobunsha, Japan 1972.
  • Bīaman wa utau, (Biermann singt) Verlag: Shobunsha 1986, Japan
  • Doitsu: hitotsu no fuyu monogatari (Deutschland ein Wintermärchen), Edition von Nomura, Osamu 1974.
  • Horobosareta Yudaya no tami no uta. (Jizchak Katzenelson: „Großer Gesang des ausgerotteten jüdischen Volkes“) mit einem Essay von Wolf Biermann, Misuzu Shobō, Tokyo 1999.
  • Berurin reminisensu (Erinnerungen an Berlin), Verlag: Shichosha, 1992, Japan. Sammelband Gedichte deutscher Autoren u. a. Gottfried Benn, Günter Grass, Wolf Biermann.
  • Wolf Biermann. Shirim (Gedichte) Goethe-Institut, Israel 1991.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der polnische Pianist jüdischen Glaubens Władysław Szpilman schrieb 1946 ein Buch über seine Leidenszeit im Warschauer Ghetto zur Zeit des deutschen Nationalsozialismus. Das Buch wurde im kommunistischen Polen aus politischen Gründen danach nicht wieder verlegt. 52 Jahre später wurde Władysław Szpilman von seinem Sohn Andrzej Szpilman sowie von Wolf Biermann dazu ermutigt, das Buch erneut zu veröffentlichen (1998).[107] Biermann und Andrzej Szpilman kannten sich bereits mehrere Jahre durch die Produktion von Biermanns CDs in Andrzej Szpilmans Studio.[108] Wolf Biermann wurde wiederum von Władysław Szpilman gebeten, Anmerkungen für die deutsche Veröffentlichung zu verfassen, was Biermann dann tatsächlich tat.[109] Das Buch bzw. dessen Wiederveröffentlichung wurde ein großer internationaler Erfolg und war Vorlage für den Film Der Pianist.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehdokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Konzert – Wolf Biermann in Leipzig, das Konzert aus der Messehalle Leipzig vom 1. Dezember 1989
  • Dreistündige Extraausgabe in der SWR-Reihe Peter Voß fragt..., ARD, 12. Oktober 2009 von 22.25 Uhr an gesendet.
  • Heinrich Billstein: Der Fall Biermann – Mit der Gitarre gegen die Staatsmacht. Das Erste, 01:34 min, 7. November 2016[110]
  • Anne Kauth, für ZDFinfo: Wolf Biermann, Liedermacher, Skandal. ZDF, 2017, 45 Min. Folge acht der Doku-Reihe „Skandal!“. Der Historiker Hubertus Knabe kommentiert die Dokumentation, die durch die neuen Interviews mit ihm, mit Weggefährten und Zeitzeugen, eine andere Perspektive auf Biermanns Leben erschließt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wolf Biermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolf Biermann: Elbwasser, Hamburger Abendblatt vom 28. August 1999; Mein gefeierter Freund, Hamburger Abendblatt vom 20. März 2003.
  2. So Franz Hohler: Biermann, Wolf. In: Thomas Kraft (Hrsg.): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nymphenburger, München 2003, S. 129.
  3. Biermanns Lied, Die Zeit, 3. August 1973.
  4. Stefan Grund: Was Wolf Biermann mit Klaus-Michael Kühne verbindet. In: abendblatt.de. 14. November 2013, abgerufen am 20. Januar 2015.
  5. a b Biermann,– die Biografie. In: jugendopposition.de. 15. November 1936, abgerufen am 20. Januar 2015.
  6. Wolf Biermann: Liedermacher, Grenzgänger und „Hamburger Jung“, ndr.de, 15. November 2021, abgerufen am 18. November 2021.
  7. Wolf Biermann: Mein Leben ist ein Schelmenroman. Interview von Sven Michaelsen, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, 7. Oktober 2016, S. 15.
  8. Wolf Biermann: Mein Leben ist ein Schelmenroman. Interview von Sven Michaelsen, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, 7. Oktober 2016, S. 17.
  9. Wolf Biermann erhält den Ehrendoktor der Humboldt-Universität – und endlich auch sein Diplom. In: Berliner Zeitung, 8. November 2008.
  10. Wolf Biermann im Interview mit Lothar Schröder: Die Glückskinder der Weltgeschichte. Rheinische Post online, 29. Mai 2017.
  11. Ed Stuhler: Margot und der Wolf: Die Bildungsministerin und der Liedermacher SWR2 Feature. (PDF) Ed Stuhler, 27. April 2007, abgerufen am 15. Februar 2022.
  12. Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Ullstein, Berlin 2017, S. 131–133.
  13. Torsten Harmsen: Ein Waisenkind der Weisheit. In: Berliner Zeitung, 8. November 2008.
  14. Wolf Biermann: „Das Schlimmste war die Entmündigung“. In: Spiegel Online. 13. November 2006, abgerufen am 20. Januar 2015.
  15. Wolf Biermann, Eva-Maria Hagen, Nina Hagen, Oliver Schwarzkopf (Hrsg.): Ausgebürgert. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-89602-060-9, S. 82.
  16. So Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Ullstein, Berlin 2017, S. 166.
  17. Christine Knobloch: Wolf Biermann. Das lyrische Werk. In: Walter Jens (Hrsg.): Kindlers Neues Literatur Lexikon. Band 2, München 1989, S. 672.
  18. Christine Knobloch: Wolf Biermann. Das lyrische Werk. In: Walter Jens (Hrsg.): Kindlers Neues Literatur Lexikon. Band 2, München 1989, S. 672.
  19. Franz Hohler: Biermann, Wolf. In: Thomas Kraft (Hrsg.): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nymphenburger, München 2003, S. 128.
  20. Christine Knobloch: Wolf Biermann. Das lyrische Werk. In: Walter Jens (Hrsg.): Kindlers Neues Literatur Lexikon. Band 2, München 1989, S. 672.
  21. Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Ullstein, Berlin 2017, S. 172, 173.
  22. Fritz Pleitgen: 25 Jahre Ausbürgerung Wolf Biermann. In: Fritz Pleitgen (Hrsg.): Die Ausbürgerung. Anfang vom Ende der DDR. Wolf Biermann und andere Autoren. Ullstein, Berlin 2006, S. 15.
  23. Dirk von Nayhauss: Heimatkunde. (Memento vom 12. Dezember 2010 im Internet Archive) In: Cicero, November 2006.
  24. Wolf Biermann: Mein Leben ist ein Schelmenroman. Interview von Sven Michaelsen, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, 7. Oktober 2016, S. 17.
  25. Wolf Biermann: VEBiermann. Booklet zur CD-Wiederveröffentlichung 1998.
  26. Wolf Biermann: Chausseestraße 131, 1968. Booklet zur CD-Wiederveröffentlichung 1996.
  27. Zitat bei Willi Winkler: Biermann im Bundestag: Drachentöter von Lammerts Gnaden. In: sueddeutsche.de. 7. November 2014, abgerufen am 20. Januar 2015.
  28. Eine Frage an Wolf Biermann. (Memento vom 22. Oktober 2009 im Internet Archive) Interview zur Überweisung des Preisgeldes an Horst Mahler.
  29. Franz Hohler: Biermann, Wolf. In: Thomas Kraft (Hrsg.): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nymphenburger, München 2003, S. 128.
  30. Wolf Biermann. Biografie auf {berlin:street}.
  31. Joachim Riedl: „Ich bin Soldat im Freiheitskriege“. In: Die Zeit, Nr. 39/2009.
  32. Roland Berbig (Hrsg.): In Sachen Biermann: Protokolle, Berichte und Briefe zu den Folgen einer Ausbürgerung. Links, 1994, ISBN 3-86153-070-8, S. 60–63, dort auch S. 62 zur Politbürositzung vom 16. November (siehe unten).
  33. ADN: Pressemeldung (Memento vom 11. Januar 2009 im Internet Archive), 16. November 1976.
  34. Rolf-Bernhard Essig u. a. (Hrsg.): „Wer schweigt, wird schuldig!“ Offene Briefe von Martin Luther bis Ulrike Meinhof. Wallstein, 2007, ISBN 978-3-8353-0217-4, S. 219–225.
  35. Märkische Volksstimme, 22. November 1976, S. 3.
  36. „Wolf, du fährst im Stasi-Stil“. Welt am Sonntag, 11. November 2001.
  37. Junge Welt, 22. November 1976, S. 3 f.
  38. Peter Hacks: Neues von Biermann. Weltbühne, Heft 47/1976, 7. Dezember 1976, S. 1541 ff., abgedruckt in Rotfuchs 219 – April 2016, unter dem Titel: Ein Eduard Bernstein des Tingeltangel.
  39. Irmgard Zündorf: Manfred Krug. Tabellarischer Lebenslauf im LeMO (DHM und HdG) .
  40. Stefan Heym: Der Winter unsers Mißvergnügens. Aus den Aufzeichnungen des OV Diversant. München 1996, ISBN 3-442-72366-3.
  41. Dazu: Fritz Pleitgen: 25 Jahre Ausbürgerung Wolf Biermann. In. Fritz Pleitgen (Hrsg.): Die Ausbürgerung. Anfang vom Ende der DDR. Wolf Biermann und andere Autoren. Ullstein, Berlin 2006, ISBN 3-89834-044-9.
  42. 18.00–18.30: Wolf Biermann: Das ist die feinste Liebeskunst. In: Zeit Online. 6. Oktober 2004, abgerufen am 9. November 2016.
  43. Hubertus Knabe: Der Fall Diether Dehm in Civis mit Sonde Vierteljahresschrift für eine offene und solidarische Gesellschaft 53 (2007), H. 3–4, S. 12–17. Online als pdf auf der Homepage der Konrad Adenauer-Stufung kas.de (PDF)
  44. Torsten Harmsen: Die Verstrickung des „cleveren Doktors“. In: Berliner Zeitung. 29. April 1996.
  45. Treu und einsatzbereit. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1996 (online).
  46. Ein ehrenwerter Mann. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1996 (online).
  47. PA_FOC: Periskop: Spitzel-Pech. In: Focus Online. 5. August 1996, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  48. Kommunisten. Oliven im Sinn. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1977 (online).
  49. deutschlandfunk.de deutschlandfunk.de
  50. Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Propyläen Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-549-07473-2, PT206 und PT479 books.google. Im Interview mit Wolfgang Paterno (profil.at vom 14. Oktober 2016) sagte Biermann zum Umfang seiner MfS-Akte und zur Zahl der Spitzel: „als Staatsfeind Nr. 1 tauchen Berichte über mich natürlich auch in unzähligen Akten anderer Personen auf. Streng genommen aber sind es wohl 30.000 Seiten, die sich in meinem „ZOV Lyriker“ ansammelten. […] 213 mich betreuende Spitzel wurden mal gezählt – aber das ist eine irreführende Zahl, denn darunter waren auch viele, die mich nur ein oder zwei Mal getroffen haben. Diejenigen, die sich intensiv und ständig um mich kümmerten, waren ein gutes Dutzend.“
  51. Tiefer als unter die Haut. In: Der Spiegel. Nr. 5, 1992 (online).
  52. In die Fresse. In: Die Zeit, Nr. 13/2005
  53. Holger Kulick: Biermann contra Anderson. ZDF-Sendereihe Kennzeichen D, 23. Oktober 1991; Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 5. August 2020.
  54. Wolf Biermann besingt den Widerstand. Deutsche Welle, 9. November 2014, abgerufen am 10. November 2014.
  55. Julia Kaiser: Galakonzert im Berliner Ensemble: Politik, Kultur und viele alte Wegbegleiter feiern Wolf Biermann. In der Morgenpost vom 18. November 2016.
  56. Biermann-Geburtstag mit Merkel, Scholz, Steinmeier, auf zeit.de
  57. Zit. nach: Franz Hohler: Biermann, Wolf. In: Thomas Kraft (Hrsg.): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nymphenburger, München 2003, S. 128.
  58. Wolf Biermann: Warte nicht auf bessre Zeiten! Die Autobiographie. Ullstein, Berlin 2017, S. 524–526.
  59. Freundschaft mit dem Klassenfeind. Der Liedermacher Wolf Biermann über sein Gastspiel bei der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1998 (online).
  60. Friedrich Schorlemmer: Wolf Biermann ist ein Wendehals. In: der Freitag, 13. November 2014; freitag.de.
  61. Wolf Biermann im Gespräch mit Stefan Koldehoff: Der Liedermacher über den Altkanzler und die Wiedervereinigung. Deutschlandfunk, 26. September 2012; deutschlandfunk.de.
  62. Wolf Biermann: Der Kosovo-Krieg und die Intellektuellen. Interview im Deutschlandfunk, 15. April 1999.
  63. Sonja Zekri: "Ich bin für diesen Krieg". Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2010, abgerufen am 9. April 2021.
  64. a b Wolf Biermann: Nahost: Deutschland verrät Israel. In: zeit.de. 26. Oktober 2006, abgerufen am 9. Oktober 2016.
  65. „Meine Kanzlerin“: Biermann will für „plietsche“ Merkel CDU wählen. Welt Online, 4. September 2013.
  66. Biermann verläßt Kiepenheuer & Witsch Die Welt 2. April 2006.
  67. Michael Ernst: Wolf Biermann und die Viererbande vom Zentralquartett – ein Liedermacher mitten im Jazz. neue musikzeitung, 4. November 2014.
  68. Der Songtext zu Biermanns „Ermutigung“. In: Spiegel Online. 7. November 2014, abgerufen am 10. November 2014.
  69. Eklat im Bundestag – Biermann nennt Linke „Drachenbrut“. In: Spiegel Online. 7. November 2014, abgerufen am 10. November 2014.
  70. Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R: Mehrere Hundert Künstler unterzeichnen Biermann-Appell zur Ukraine. 22. Februar 2022, abgerufen am 24. Februar 2022.
  71. Christian Schubert: Wolf Biermann in Rom: „Ich kann kein Pazifist sein, das wäre eine lächerliche Pose.“ In: FAZ.net 5. Mai 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  72. «Dieser kleine Bloody-Wladimir ist der legitime Sohn aus der Ehe Stalin-Hitler», Tages-Anzeiger, 1. November 2022, S. 14; Zitat: „Diesen Freiheitskrieg führten die Alliierten gegen Nazideutschland, dieser Freiheitskrieg wird jetzt in der Ukraine geführt.
  73. Eva-Maria Hagen: Eva und der Wolf. Econ, Düsseldorf 1998, ISBN 3-430-13757-8, S. 138
  74. Rainer Stelle: Interview mit Eva-Maria Hagen vom 27. Mai 2015
  75. Preis für das Lebenswerk der Koblenz International Guitar Academy 2019 für Wolf Biermann – Koblenz International Guitar Festival & Academy. Abgerufen am 24. April 2020.
  76. sueddeutsche.de
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  78. ZDF Meschugge oder was, Jude werden, Jude sein in Deutschland, abgerufen am 15. September 2021
  79. Wie Wolf Biermanns Sohn sein Neukölln sieht. In: Berliner Morgenpost. 6. Februar 2015, abgerufen am 7. Dezember 2019 (deutsch).
  80. Frank Hessenland: Städtischer Lorbeerkranz für einen Dichter. In: dradio.de. 7. Januar 2007, abgerufen am 20. Januar 2015.
  81. Ehrenbürgerschaft: Birthler sondierte schon vor Jahren in Sachen Biermann. In: Spiegel Online. 16. Januar 2007, abgerufen am 20. Januar 2015.
  82. Ehrenbürgerschaft: Berliner SPD für Biermann-Würdigung. In: Spiegel Online. 16. Januar 2007, abgerufen am 20. Januar 2015.
  83. Ulrich Zawatka-Gerlach: Liedermacher als Ehrenbürger: Biermann spaltet Rot-Rot. In: tagesspiegel.de. 17. Januar 2007, abgerufen am 28. November 2017.
  84. a b Jörg Lau: Verkehrte Welt. In: Die Zeit, 18. Januar 2007.
  85. -: Senat stimmt Ehrenbürger Nummer 115 zu. In: tagesspiegel.de. 7. Februar 2007, abgerufen am 28. November 2017.
  86. Joachim Fahrun, Stefan Schulz: „Rot-Rot ist ein Verbrechen“ - SPD entsetzt. In: mobile.morgenpost.de. 25. März 2007, abgerufen am 20. Januar 2015.
  87. Stefan Wolle: Lanzelot und der Drache. Skandal und Öffentlichkeit in der geschlossenen Gesellschaft der DDR am Beispiel der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. In: Martin Sabrow (Hrsg.): Skandal und Diktatur. Formen öffentlicher Empörung im NS-Staat und in der DDR. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-791-8, S. 212.
  88. Marcel Reich-Ranicki: Wolf Biermann, der Dichter zwischen den Stühlen. In: Thomas Anz (Hrsg.): Wolf Biermann: Der leidende Liedermacher. Verlag Literaturwissenschaft.de. 2016, Kindle-Version.
  89. Marcel Reich-Ranicki: Wolf Biermann, der Dichter zwischen den Stühlen. In: Thomas Anz (Hrsg.): Wolf Biermann: Der leidende Liedermacher. Verlag Literaturwissenschaft.de. 2016, Kindle-Version.
  90. So Keith Bullivant: Zu Wolf Biermanns „Von mir und meiner Dicken in den Fichten.“ In: Hiltrud Gnüg (Hrsg.): Interpretationen. Liebesgedichte der Gegenwart. Reclam, Stuttgart 2003, S. 29.
  91. Joachim Wittkowski: Lyrik in der Presse. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991, ISBN 3-88479-553-8, S. 46–111, Zitate S. 87, 91 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  92. Dieter E. Zimmer: Veranstaltung der Nacht. In: Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.): 1000 deutsche Gedichte und ihre Interpretationen. Band 10. Von Sarah Kirsch bis heute. Insel, Frankfurt am Main 1995, S. 211.
  93. Dieter E. Zimmer: Veranstaltung der Nacht. In: Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.): 1000 deutsche Gedichte und ihre Interpretationen. Band 10. Von Sarah Kirsch bis heute. Insel, Frankfurt am Main 1995, S. 212.
  94. Dieter E. Zimmer: Wolf Biermann wird nicht vergessen. In : Hans Mayer (Hrsg.): Deutsche Literaturkritik. Vom Dritten Reich bis zur Gegenwart. Fischer, Frankfurt am Main 1983, S. 909, 910.
  95. Dieter E. Zimmer: Wolf Biermann wird nicht vergessen. In : Hans Mayer (Hrsg.): Deutsche Literaturkritik. Vom Dritten Reich bis zur Gegenwart. Fischer, Frankfurt am Main 1983, S. 910.
  96. Arno Lustiger: Mein Opa Wolf Biermann. In: Fritz Pleitgen (Hrsg.): Die Ausbürgerung. Anfang vom Ende der DDR. Wolf Biermann und andere Autoren. Ullstein, Berlin 2006, S. 130.
  97. Franz Hohler: Biermann, Wolf. In: Thomas Kraft (Hrsg.): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nymphenburger, München 2003, S. 129.
  98. Judith Martin: Wolf Biermann – Sänger, Schriftsteller, Oppositioneller. (PDF; 196 kB) auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg.
  99. Marcel Reich-Ranicki, zitiert bei Rosellini, S. 153, 5. Z.v.u.
  100. Biermann verkauft sein Archiv. Staatsbibliothek erhält „einmaliges Zeugnis deutsch-deutscher Zeitgeschichte“. Beitrag von Thomas Fitzel im Rbb zur festlichen Übergabe in der Staatsbibliothek vom 14. Juli 2021.
  101. Wolf Biermann auf literaturportal.de.
  102. Wolf Biermann: Wolfgang Heise – mein DDR-Voltaire. (PDF; 158 kB) Festvortrag anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde, Öffentliche Vorlesungen, Heft 155/2009, ISBN 978-3-86004-223-6.
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  104. Preis für das Lebenswerk der Koblenz International Guitar Academy 2019 für Wolf Biermannkoblenzguitarfestival.de auf koblenzguitarfestival.de.
  105. Wolf Biermann erhielt in Frankfurt den Ovid-Preis, buchmarkt.de, veröffentlicht und abgerufen am 6. Oktober 2021.
  106. Thomas Eppinger: Arik-Brauer-Publizistikpreis: Sonderpreis für Wolf Biermann. In: ots.at. Mena-Watch - Der unabhängige Nahost-Thinktank, 1. Februar 2022, abgerufen am 1. Februar 2022.
  107. Andreas Conrad: Der Sohn des Pianisten. In: Der Tagesspiegel. 22. Oktober 2002, abgerufen am 30. Mai 2021.
  108. Komponist, Musik-Produzent, Verleger und Zahnarzt. In: Verlagshaus Jaumann. 5. April 2018, abgerufen am 30. Mai 2021.
  109. Komponist, Musik-Produzent, Verleger und Zahnarzt. In: Deutsche Welle. 22. September 2020, abgerufen am 30. Mai 2021.
  110. Filmdokumentation des MDR in der Reihe MDR Zeitreise › DDR am 2. November 2016 - Link des Videos.