Wolf Petersen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wolf Petersen (* 4. April 1922[A 1] in München; † 1980[1]; eigentlich: Wolfgang Kupffender) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf Petersen wurde als Sohn des praktischen Arztes Rudolf Kupffender geboren. Nach dem Abitur besuchte er eine Schauspielschule. Von 1939 bis 1946 folgten Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft. Ab dem Jahr 1947 war er an unterschiedlichen Theatern engagiert.

Wolf Petersen wirkte in verschiedenen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit.

Er trat in den 1950er Jahren in vielen Heimatfilmen, wie die Die Prinzessin von St. Wolfgang von Harald Reinl mit Marianne Hold, Gerhard Riedmann, Annie Rosar und Joe Stöckel, auf. Zudem war Wolf Petersen auch in den Spielfilmen Ein Lied geht um die Welt aus dem Jahr 1958 von Géza von Bolváry mit Hans Reiser, Theo Lingen und Karl Lieffen und Das schwarze Schaf mit Heinz Rühmann, Lina Carstens, Siegfried Lowitz und Fritz Rasp in der Regie von Helmuth Ashley zu sehen.

In den 1960er Jahren erhielt Wolf Petersen verstärkt Rollen in Fernsehproduktionen wie in dem Durbridge–Mehrteiler Es ist soweit[2] und den Fernsehserien Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, Raumpatrouille und Kommissar Brahm. Ab dem Jahr 1970 kamen auch einige Auftritte in Sexfilmen wie Schulmädchen-Report: Was Eltern nicht für möglich halten und Erotik im Beruf – Was jeder Personalchef gern verschweigt hinzu.

Er arbeitete auch als Synchronsprecher. So konnte man Wolf Petersen unter anderem in der James–BondParodie Casino Royale und in den Spielfilmen Papillon und Der große Eisenbahnraub als deutsche Stimme hören.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1955: Der Schmied von Kochel
  • 1955: Das Mädchen vom Moorhof
  • 1955: Hundert Minuten zu früh
  • 1957: Serenade in Mi und Mau
  • 1957: Die Ballade vom halben Jahrhundert
  • 1957: Der Komödienstadel – Das Attentatskistl; Die Gerichtsverhandlung; Späte Entdeckung
  • 1958: Lauter Engel um Monsieur Jacques
  • 1959: Barabas
  • 1960: Peter Voss, der Millionendieb (Hörspielreihe) – Peter Voss macht sich auf den Weg
  • 1960: Inspektor Hornleigh (Hörspielreihe) – Der Tod und der Nachtwächter
  • 1960: Der Passauer Wolf
  • 1961: Die Morgenröte
  • 1961: Kean oder Genie und Leidenschaft
  • 1962: Immobilien
  • 1965: Übers Wasser ist ein Weg
  • 1974: Informationsfluss AG

Synchronisation (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Caspar Glenzdorf (Hrsg.): Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, S. 1283.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Hilger: Raumpatrouille: die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion, Schwarzkopf & Schwarzkopf 2000, S. 31.
  2. Es ist soweit in Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München, 2005, S. 343–344, ISBN 978-3-442-30124-9

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In synchrondatenbank.de wird für Wolf Petersen als Geburtsjahr 1941 angegeben. IMDb, filmportal.de und Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon Band 3. (Peit–Zz), Bad Münder 1961, S. 1283 gehen von 1922 aus.