Wolfersdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wolfersdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wolfersdorf
Wolfersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wolfersdorf hervorgehoben
48.48333333333311.716666666667502Koordinaten: 48° 29′ N, 11° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Verwaltungs­gemeinschaft: Zolling
Höhe: 502 m ü. NHN
Fläche: 26,05 km²
Einwohner: 2518 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85395
Vorwahl: 08168
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 156
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstr. 12
85395 Wolfersdorf
Webpräsenz: www.gemeinde-wolfersdorf.de
Bürgermeister: Sebastian Mair
Lage der Gemeinde Wolfersdorf im Landkreis Freising
Landkreis Dachau Landkreis Erding Landkreis Kelheim Landshut Landkreis Landshut Landkreis München Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Allershausen Attenkirchen Au in der Hallertau Eching (Landkreis Freising) Fahrenzhausen Freising Gammelsdorf Haag an der Amper Hallbergmoos Hörgertshausen Hohenkammer Kirchdorf an der Amper Kranzberg Langenbach (Oberbayern) Marzling Mauern Moosburg an der Isar Nandlstadt Neufahrn bei Freising Rudelzhausen Wang (Oberbayern) Wolfersdorf Paunzhausen ZollingKarte
Über dieses Bild

Wolfersdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Zolling.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich des Ampertales im Hallertauer Hügelland.

Gemeindeteile sind Alsdorf, Badendorf, Berghaselbach, Billingsdorf, Heigenhausen, Jägersdorf, Kaltenberg, Kastenhofen, Oberhaindlfing, Ruhpalzing, Seel, Sörzen, Thonhausen, Unterhaindlfing, Wölfing und Zum Fürst.

Geschichte[Bearbeiten]

Michael Wening: Schloss Wolfersdorf, um 1700

Die erste urkundliche Erwähnung liegt um das Jahr 948, die Ortsteile Badendorf und Berghaselbach werden schon 748 erwähnt. Wolfersdorf war Sitz einer offenen Hofmark und gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg. Das Ortsadelsgeschlecht der Wolfersdorfer ist im 14. und im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts als Inhaber der Hofmark Wolfersdorf nachweisbar. Später waren die Grafen von Lodron auf Wolfersdorf (1778 bis 1830) Inhaber der Hofmark. Der Ort wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde mit einem Patrimonialgericht II. Klasse. Das Wolfersdorfer Schloss wurde 1834 abgebrochen. Die letzten Reste der Feudalherrschaft wurden 1848 aufgehoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform wurden die bisher selbständigen Gemeinden Berghaselbach am 1. Januar 1977 und Dürnhaindlfing am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Wolfersdorf eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen in Gold zeigt eine grüne Hopfenranke mit Blatt und drei Hopfendolden, davor ein aufspringender rotbewehrter schwarzer Wolf. Der Wolf geht auf das Siegel des Wilhelm von Wolffersdorff (* um 1340; † 1403) zurück. Die drei Hopfendolden weisen auf den Hopfenanbau in der Gemeinde und auf die drei ehemals selbständigen Gemeinden Berghaselbach, Dürnhaindlfing und Wolfersdorf hin.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Dr. Bruno Ehler (* 5. Juli 1913), Arzt, ernannt 1982 [3]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zu Wolfersdorf[Bearbeiten]

  • Philipp Held (1911–1993), Bayerischer Justizminister 1966 bis 1974, ist hier verstorben.


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolfersdorf, Germany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  3. Widmann, Adolf: Chronik von Wolfersdorf, Hrsg.: Gemeinde Wolfersdorf, Au i. d. Hallertau: Butt, 1983