Wolffersdorff

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Dieser Artikel behandelt das Adelsgeschlecht Wolffersdorff. Zu anderen Bedeutungen siehe Wolfersdorf (Begriffsklärung).
Wappen der von Wolffersdorff

Die vogtländische uradlige Familie von Wolffersdorff, auch Wolfersdorf, Wolffersdorf geschrieben, entstammt dem gleichnamigen Stammhaus bei Weida. Sie zählt zum sächsischen Uradel und ist mit der Familie von Ende stammes- und wappenverwandt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Familienname wurde erstmals im Jahre 1240 mit Gotfriedus de Wolfinsdorf urkundlich erwähnt.[1] 1380 finden sich Familienmitglieder in der Guttenberger Fehde auf der Seite der Vögte und des Markgrafen von Meißen. Die Stammreihe beginnt um 1400 mit Hans von Wolffersdorff. Hundert Jahre später hatte die Familie Besitz in Endschütz, Berga, Wolfersdorf, Markersdorf, Culmitzsch, Teichwolframsdorf, Mosen und Meilitz.[2]

Die Wolffersdorffer wurden später auch zu Freiherren und ein Mitglied zum Grafen erhoben: Die Erhebung in den erblichen Reichsgrafenstand erfolgte am 25. Juli 1741 für den kursächsischen Oberhofjägermeister und königlich-polnischen Oberforstmeister Carl Ludwig von Wolffersdorff durch Friedrich August II., Kurfürst von Sachsen und König von Polen.[3] Da Carl Ludwig ohne Nachkommen starb, erlosch der Grafentitel 1774.[4]

Bei Berga saßen sie auf gleichnamigem Stammsitz Wolfersdorf über sechs Jahrhunderte und auch auf Goddula, Vesta, Dürrenberg, Wölkau, Altscherbitz (bis 1843), Wüstfalke, Schloditz, Zscheiplitz und im 20. Jahrhundert in Weisin in Mecklenburg.

Bekannte Familienmitglieder[Bearbeiten]

  • Arthur von Wolffersdorff (1823–1897), preußischer Generalmajor
  • Hans von Wolffersdorff (1549–1610), sächsischer Amtshauptmann
  • Johann Friedrich von Wolffersdorff (1639–1691), sachsen-weimarscher Hofrat und Kammerdirektor, Assessor am Hofgericht Jena, Besitzer der Rittergüter Hennersdorf und Berga, zuletzt sächsischer Hausmarschall und Hofrat im kaiserlich freien weltlichen Stift Quedlinburg sowie Erb- und Gerichtsherr auf Scherbitz
  • Carl August von Wolffersdorff (1691–1746), Erb-, Lehn- und Gerichtsherr aus Altscherbitz, Domherr, Senior und Scholastikus zu Merseburg, königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Major und Direktor der Adelsfamilie von Wolffersdorff
  • Carl Ludwig von Wolffersdorff (1700–1774), königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Oberhofjägermeister, Direktor und Oberinspekteur sämtlicher Flöße sowie Rittergutsbesitzer
  • Karl Friedrich von Wolffersdorff (1716–1781), preußischer Generalleutnant
  • Carl Bernhard von Wolffersdorff (1726–1796), Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Altscherbitz, Schkeuditz und Beuditz, Domherr und Prälat des Stifts Merseburg und Dompropst zu Merseburg.
  • Karl Friedrich Wilhelm von Wolffersdorff (1775−1852), Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Altscherbitz, Domherr des Stifts Merseburg und adeliger Kreissteuereinnehmer im Thüringischen Kreis

Wappen[Bearbeiten]

Im golden Schild ein springender schwarzer Wolf. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender gekrönter schwarzer Wolf, dessen Krone mit 3 (schwarz, golden, schwarz) Straußenfedern besteckt ist.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringisches Hauptstaatsarchiv, Urkunde Nr. 1356, Juni 23/24, zum Verkauf des Ortes Reinhardtsdorf
  2. http://www.xn--endschtz-c6a.de/Baulichkeiten.php Website der Gemeinde Endschütz, abgerufen am 11. Juli 2014
  3. Sächsisches Hauptstaatsarchiv, Dresden, Loc. 5196 und Loc. 10430.
  4. Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 3, 1899, Verlag von W. T. Bruer, S. 814 - Digitalisat