Wolfgang Fierek

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Wolfgang Fierek (Berlinale 2012)

Wolfgang Fierek (* 9. Dezember 1950 in Ottobrunn bei München) ist ein deutscher Schauspieler und Schlagersänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Fiereks Eltern und Bruder Dieter waren Heimatvertriebene aus Oberschlesien, die sich in Bayern niederließen.[1] Wolfgang Fierek machte nach der Schule eine Lehre als Feinmechaniker und arbeitete kurzzeitig in diesem Beruf. Ab 1970[2] war er vier Jahre als Zeitsoldat[3] bei der Bundeswehr. Danach jobbte er als Lkw-Fahrer, Kellner und DJ in München.

Durch die Bekanntschaft mit dem Münchner Filmemacher Klaus Lemke kam er 1975 zur Schauspielerei, obwohl er nie eine Schauspielschule besucht hatte. Sein erster Film hieß Idole mit Cleo Kretschmer. Für den Film Amore aus dem Jahr 1978 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. Ab 1983 spielte Fierek in mehreren Fernsehserien. Zunächst in Helmut Dietls Kultserie Monaco Franze, später in der Serie Schloßherren. Danach spielte er in Zwei Münchner in Hamburg (ZDF) und schließlich ab 1992 für Sat.1 in Ein Bayer auf Rügen, wo Fierek die Titelrolle bis 1995 mehr als 80 Mal verkörperte.

1996 präsentierte Fierek als Moderator die Unterhaltungsreihe Wau im Bayerischen Fernsehen. Dann folgten die ZDF-Serien Tierarzt Dr. Engel und Zwei Männer am Herd. Neben seinen Serien drehte Fierek auch weiterhin Filme. Ferner hat er sich auch als Schlagersänger einen Namen gemacht. Sein größter Hit war der von Bernd Meinunger und Hanne Haller geschriebene Titel Resi, i hol di mit mei’m Traktor ab.

Im Jahr 1994 heiratete er die Malerin Djamila Mendil (* 1966) nach einem strengen Ritual der Sioux-Indianer im US-Bundesstaat South Dakota. Nach dieser indianischen Hochzeit wurde er zu einem Ehrenindianer der Sioux ernannt.

Fierek, der ein leidenschaftlicher Harley-Davidson-Fahrer ist, wurde am 24. April 2003 ohne eigenes Verschulden bei einem Unfall schwer verletzt. Seine Erfahrungen verarbeitet er in dem Buch Mit der Harley an der Himmelspforte. In dieser Zeit war er auch für einige Jahre Namensgeber und Mitinhaber eines Münchner Harley-Händlers.

Seit Folge 85 (2006) ist Fierek bei Die Rosenheim-Cops als Ferdinand Reischl zu sehen. Obwohl er zur Hauptbesetzung gehört, wird er in jeder Episode „als Gast“ genannt. Zurzeit (Folge 190) pausiert er, seit Ende 2010. Ab November 2013 war Wolfgang Fierek in der neuen BR-Serie Hammer & Sichl wieder für das Fernsehen tätig.

Am 26. Februar 2015 stellte er im Hard Rock Cafe München sein am Folgetag erschienenes Album Sweet Home Bavaria vor, das von Harold Faltermeyer produziert worden ist.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Fierek bei Dreharbeiten zu dem Film Die blaue Kanone in Österreich, 1999

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[4]
Resi, i hol di mit mei’m Traktor ab
  DE 34 10.03.1986 (11 Wo.)
  AT 19 01.05.1986 (12 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Wia im echt’n Leben
  • 1987: Des is a Liebesgruß von mir
  • 1990: Same
  • 1990: Wolfgang Fierek
  • 1996: Koa Angst vorm Wind
  • 1998: I bin koa Engel
  • 2002: I bin a Bayer – Party ohne Ende
  • 2015: Sweet Home Bavaria

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Rummenigge (Cleo und Wolfgang)
  • 1984: Geh ma zu dir oder geh ma zu mir
  • 1985: Resi, I hol di mit mei’m Traktor ab
  • 1986: I mach für di a Gartenfest
  • 1986: Komm, Mader’l und sei g’scheit
  • 1987: Schifahr’n ist der größte Hit
  • 1988: Lisa, was macht der Walfisch in der Isar
  • 1988: Mit Frau’n hob i immer Probleme
  • 1989: München
  • 1990: Resi, mei Traktor is kaputt
  • 1990: V8
  • 1990: Gutschi Putschi Lamborghini Baby
  • 1991: Tschau
  • 1993: A Bayer auf Rügen
  • 1996: Aber dann, aber dann
  • 1996: Wenn du mi wuist
  • 2009: On the Road Again
  •  ????: Blau-Weiß sind die Hedosfarben
  • 2014: Rund Samma Xund Samma
  • 2015: Du bist ois füa mi

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BR - Lebenslinien: Wolfgang Fierek
  2. Wolfgang Fierek - Vita (eingesehen am 28. November 2016)
  3. Munzinger Archiv (eingesehen am 28. November 2016)
  4. Chartdiskografie