Wolfgang Graf Vitzthum

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Wolfgang Nikolaus Graf Vitzthum von Eckstädt (* 22. November 1941 in Breslau) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Graf Vitzthum stammte aus dem Adelsgeschlecht Vitzthum. Er war der Sohn von Wolfgang Graf Vitzthum und der Militärhistorikerin Ursula von Gersdorff. Sein Bruder war der Bergbaurechtler Stephan Graf Vitzthum.

Graf Vitzthum studierte von 1962 bis 1967 Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Berlin (FU), Freiburg (Schweiz) und Freiburg im Breisgau, wo er sein erstes Staatsexamen ablegte. 1967/68 folgte ein Studium des amerikanischen Rechts und des Völkerrechts an den Universitäten Princeton und Columbia, wo er auch seinen LL.M. machte. 1971 wurde er an der Universität Freiburg zum Dr. iur. promoviert; im darauffolgenden Jahr legte er in Stuttgart sein zweites Staatsexamen ab. 1977 erfolgte seine Habilitation durch die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg für Öffentliches Recht einschließlich Völkerrecht.

Nach einer Tätigkeit als Professor für Öffentliches Recht an der heutigen Universität der Bundeswehr München 1978 war er von 1981 bis 2009 ordentlicher Professor für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen. Zum Sommersemester 2009 wurde Graf Vitzthum von Eckstädt emeritiert.

Vitzthum ist zusammen mit Martin Nettesheim Doktorvater von Matthias Pröfrock, dessen Doktorgrad allerdings 2011 aufgrund eines hohen Plagiatsanteils wieder aberkannt wurde.[1]

Seine Forschungsschwerpunkte sind das Staats- und Verfassungsrecht sowie das Völker- und Europarecht.

Weiteren Kreisen wurde er durch seine Ehe mit Dagmar Flick (* 1951), der Schwester von Gert Rudolf Flick und Friedrich Christian Flick, bekannt. In zweiter Ehe war er mit Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum verheiratet. Seit 2010 ist Graf Vitzthum Stiftungsratsvorsitzender der Stefan George Stiftung.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Universität Tübingen entzieht Matthias Christoph Pröfrock den Doktorgrad, Website Eberhard Karls Universität Tübingen. Pressemitteilung der Dekanin Prof. Dr. Barbara Remmert. Abgerufen am 11. Juli 2011; Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Matthias Pröfrock: Energieversorgungssicherheit im Recht der Europäischen Union/Europäischen Gemeinschaften, Website VroniPlag – Dissertation Matthias Pröfrock. Abgerufen am 13. Juli 2011.