Wolfgang Heider

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Bildnis von Wolfgang Heider

Wolfgang Heider (* 14. Dezember 1558 in Wölfis/Thüringen; † 16. August 1626 in Jena) war ein deutscher Professor für Ethik und Politik und Universitätsrektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heider wurde 1558 als Sohn des Bauern Salomon Heider in Wölfis und dessen Frau Anna Funck geboren. Nach dem Besuch der Höheren Schulen in Ohrdruf, Magdeburg und Hildesheim ging er 1580 nach Jena und erhielt 1583 die Magisterwürde sowie 1587 eine Professur für Ethik und Politik. Heider war zwölfmal Dekan der Philosophischen Fakultät und im Sommersemester 1591, sowie 1607 Rektor der Alma Mater. Die Geschichte der Universität Jena weist Heider als einen der ersten Vertreter eines Faches unserer Fakultät (der Philosophischen Fakultät). Er war Professor für Ethik und Politik von 1587 bis zu seinem Todesjahr 1626. Er beschäftigte sich auch mit ökonomischen und pädagogischen Fragen und war über viele Jahre als Inspektor für die Stipendiaten tätig. Heider starb 1626.[1]

Heider heiratete 1583 Margaretha Crusi die Tochter des Jenaer Protonotars Albert Crusii (* 1536 in Jena (Krause)). Aus der Ehe stammen 6. Söhne und vier Töchter. Seine zweite Ehe ging er 1600 mit Barbara (* Jena; † 26. Juni 1604 ebd.), die Tochter des Ratsherrn in Jena Quirin Sachse (Saxonis) ein. Aus der Ehe stammen drei Töchter. 1605 schloss er mit Barbara, die Tochter des Pfarrers Johannes Breuning, die Stieftochter des Jenaer Mathematikprofessors Georg Limnäus, die dritte Ehe. Aus der ersten Ehe stammen drei Söhne und drei Töchter. Von den Kindern kennt man die Tochter Barbara Heider (* 30. Juli 1601 in Jena; † 11. Oktober 1634 in Breitenbach/Thüringen), welche sich mit dem Pfarrer Mag. Elias Johannes Hesling (* um 1605 in Arnstadt; um 1667 in Kleinschmalkalden) verheiratete. Sowie die Söhne Wolfgang, Friedrich und Albinus, welche 1591 in Jena gratis immatrikuliert wurden. Und den 1605 immatrikulierten Bernhard Heider.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt von Philosophiae Moralis Systema
  • Problemata Ethica, Jena 1591 (mit Nikolaus Schober)[2]
  • Libellus de ira cohibenda ex Aristotele, Seneca, Plutarcho et aliis collectus, Jena 1600[2]
  • Threnologia in obitum Johannis, Ducis Sax. Jena 1606
  • Actus introductionionis Gymn. Hagae-Schaumburgium. Hagae 1610
  • Oratio de vita et morte Christiani II. Electoris Sax. Jena 1612
  • Orationes duae de VVelpeculis scholasticis. Jena 1614, 1617
  • Oratiuncula gratulatoria in natalem vicesimum Illustrissimi Principis ac Domini Dn. Johannis Philippi, Ducis Saxoniae …, Jena 1616 (mit Herzog Johann Philipp[2])
  • Philosophiae Moralis Systema. Jena 1629, 1638, 1646
  • Philosophiae Politicae Systema. Jena 1628
  • Orationum Volumen I et II. Jena 1629
  • Poëmatum libri quatuor. Jena 1631, 1641

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert TeichmannHeider, Wolfgang. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 11, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 306.
  • Heider (Wolfgang). In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 12, Leipzig 1735, Spalte 1142.
  • Henning Witte: Memoriae philosophorum, oratorum, poetarum, historicorum et philologorum nostri seculi clarissimorum renovatae decas prima (- nona). Hallervord, Frankfurt/Main, 1677–1679. - 2 Bde., S. 198, (Online)
  • Johann Caspar Zeumer, Christof Weissenborn: Vitae Professorum Theologiae, Jurisprudentiae, Medicinae et Philosophiae qui in illustri Academia Jenensi, ab ipsius fundatione ad nostra usque tempora vixerunt et adhuc vivunt una cum scriptis a quolibet editis quatuor classibus. Johann Felici Bieleck, Jena, 1711, Teil III, Philosophen S. 45
  • Christian Gottlieb Jöcher: * Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf die ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht, Nach ihrer Geburt, Leben, merckwürdigen Geschichten, Absterben und Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden. Verlag Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig, 1750, Bd. S. 1444

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Heider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ellrich/Heinke/Hoerenz: Zwischen Hörsel und Wilder Gera, 2005, Weimar, ISBN 3-86160-167-2
  2. a b c Digitale Sammlungen