Wolfgang Hess (Synchronsprecher)

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Wolfgang Hess (* 1. September 1937; † 27. April 2016) war ein Schweizer Schauspieler und Synchronsprecher. Bekanntheit erlangte Hess als Synchronsprecher von Bud Spencer in vielen seiner Filme.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Hess war der Sohn des Schweizer Filmschauspielers Emil Hess (1889–1945) und dessen deutscher Ehefrau Elisabeth Ellinghaus. Bis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lebte er mit seinen Eltern, den beiden Brüdern Urs und Migg sowie der Halbschwester Ruth in Berlin. Dann evakuierte man die Familie nach Leutasch in Tirol. In den letzten Kriegstagen kamen sie in die Schweiz. Der Vater starb kurz nach der Ankunft in Zürich an einem Infekt.

Die vaterlose Familie nahm Wohnsitz im Universitätsquartier in Zürich in der Umgebung von anderen emigrierten, deutschsprachigen Schauspielern, die an der einzigen noch freien Bühne Europas eine Plattform gefunden hatten. Die Mutter übernahm später das Hotel „Mon Repos“ an der Universitätsstraße, in dem Schauspieler und Studenten ein- und ausgingen. Nach Erlangung der eidgenössischen Maturität absolvierte Wolfgang zunächst ein Bankpraktikum bei der UBS in Zürich, bevor er in München fünf Semester Theater- und Zeitungswissenschaft sowie Germanistik studierte. Es folgten Engagements an Theatern in München, Zürich und Stuttgart. Bekannter wurde Hess jedoch durch seine Reibeisenstimme, die er als Sprecher in zahllosen Spielfilmen, Fernsehserien, Hörspielen und Dokumentationen einsetzte. Neben Bud Spencer war er auch häufig für Marcello Mastroianni, John Rhys-Davies, Charles Bronson, Michael Lonsdale und Michael Gambon zu hören.

Wolfgang Hess starb am 27. April 2016 im Alter von 78 Jahren.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige Wolfgang Hess. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 30. April 2016, abgerufen am 30. April 2016.