Wolfgang Kraus (Theologe)

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Wolfgang Karl Kraus (* 1955 in Würzburg) ist ein evangelischer Theologe. Er ist Professor für Neues Testament an der Universität des Saarlandes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraus begann 1974 sein Studium der Evangelischen Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und setzte es an der Universität Heidelberg, der Universität Göttingen und an der Universität Erlangen fort. 1980 bestand er sein 1. Theologisches Examen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und 1982 sein 2. Theologisches Examen. Von 1980 bis 1990 war er Vikar und Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 1990 promovierte er in Erlangen zum Dr. theol. und war bis 1994 wissenschaftlicher Assistent bei Jürgen Roloff am Institut für Neues Testament der Universität Erlangen-Nürnberg. 1994 habilitierte er sich im Fach Neues Testament in Erlangen. Bis 1995 hatte er Lehrstuhlvertretungen in Bayreuth und Jena.

Von 1996 bis 2004 war er Universitätsprofessor (C 3) am Institut für Evangelische Theologie an der Universität Koblenz-Landau, Abteilung Koblenz (Professur für Altes und Neues Testament und ihre Didaktik). Seit 2004 ist er Lehrstuhlinhaber für Neues Testament (C 4) an der Universität des Saarlandes.

2014 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande; besonders wurde sein Projekt zur Erforschung zerstörter Synagogen in Europa hervorgehoben.[1][2]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

80 Wissenschaftler (darunter Kraus) haben weltweit erstmals eine komplette deutsche Übersetzung und Kommentierung der Septuaginta (das griechische Alte Testament), vorgelegt.[1]

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Theologie und Kultur- beziehungsweise Humanwissenschaften ist Kraus ein Anliegen. Er sieht sich aus der Tradition der europäischen Aufklärung heraus und vor dem Hintergrund der pluralen Kultur Europas dem interreligiösen Dialog in Forschung und Lehre besonders verpflichtet.[1]

Kraus ist Mitglied im Direktorium des ZHEUS (Zentrum für historische Europaforschung) der Universität des Saarlandes und „Research Associate“ an der Universität Pretoria (Südafrika) sowie am Institut für Septuaginta und Biblische Textforschung der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal.[4] Zusammen mit Bernd Schröder gibt er die Buchreihe Kulturelle Grundlagen Europas heraus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Saarbrücker Professor für Evangelische Theologie erhält Bundesverdienstkreuz am Bande. (Nicht mehr online verfügbar.) In: evangelisch-im-saarland.de. Evangelischer Kirchenkreisverband An der Saar, 10. April 2014, archiviert vom Original am 14. Juli 2014; abgerufen am 2. März 2019.
  2. Pressemitteilung. bcj.de, Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern e. V., Geschäftsstelle von Begegnung von Christen und Juden (BCJ.Bayern), 17. April 2014, abgerufen am 2. März 2019.
  3. Homepage. In: uni-saarland.de, abgerufen am 3. März 2019.
  4. Research Associates. (Nicht mehr online verfügbar.) In: kiho-wb.de. Institut für Septuaginta- und biblische Textforschung der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, archiviert vom Original am 30. Juli 2014; abgerufen am 2. März 2019 (ursprünglich abgerufen am 3. Juli 2014).