Wolfgang Lutz (Arzt)

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Wolfgang Lutz (* 27. Mai 1913; † 17. September 2010) war ein österreichischer Arzt und Ernährungswissenschaftler. Nach ihm wurde die Lutz-Diät benannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Lutz studierte Medizin in Wien und Innsbruck und wurde 1943 an der Wiener Universität habilitiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Internist in Salzburg.

Wie er in seinem Buch Leben ohne Brot berichtet, zog er sich mit den Jahren eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen zu, u. a. eine Hüftarthrose, chronische Polyarthritis und Erschöpfungssyndrome. Nach seinen Aussagen konnte er diese Beschwerden allein durch die Umstellung auf eine kohlenhydratarme Diät mit 6 Broteinheiten pro Tag (ca. 72 Gramm Kohlenhydrate) heilen bzw. deren Fortschreiten zum Stillstand bringen.

Lutz entwickelte daraufhin eine allgemeine Theorie, die er in verschiedenen Publikationen und in seinem Buch Leben ohne Brot 1967 veröffentlichte.

Lutz erhielt für sein Werk Auszeichnungen der Royal Society of Medicine sowie im Jahr 2007 den Freedom of the City of London Award und war Ehrenprofessor der Metropolitan University of Dublin, Irland [1]. Er hatte fünf Kinder und lebte während der vergangenen Jahrzehnte mit seiner 3. Frau Helen Paula in London und Graz.

Wolfgang Lutz behauptete, während seiner 40-jährigen Praxiszeit mehr als 10.000 Patienten mit seiner Diät behandelt und zahlreiche chronische Erkrankungen damit geheilt zu haben, unter anderem Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Magenerkrankungen, Gicht, Metabolisches Syndrom, Epilepsie und Multiple Sklerose.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Valerie Waters: Wolfgang Lutz obituary. The Guardian. Abgerufen am 29. Januar 2015.