Wolfgang Maus

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Wolfgang Maus (* 19. März 1946 in Köln) ist ein deutscher Ingenieur und ehemaliger Vorsitzende der Geschäftsführung der Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH in Lohmar.

Wolfgang Maus erläutert die Funktionsweise eines großen Metall-Katalysators für Nutzfahrzeuge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Maschinenbau-Studium an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (Abschluss 1977 mit Diplom Maschinenbau) arbeitete Wolfgang Maus ab 1977 im Bereich Forschung und Entwicklung bei der Gesellschaft für Hochtemperaturtechnik (GHT), einem Tochterunternehmen der Siemens AG. Dort übernahm Maus unter anderem die Verantwortung für die Entwicklung und Erstellung innovativer verfahrenstechnischer Hochtemperatur-Komponenten im Bereich der Hochtemperatur Reaktortechnik.

Im Rahmen der Diversifizierung der Siemens AG in das neue Geschäftsfeld Automobiltechnik übernahm Maus in 1983 die Verantwortung für das neue Portfolio Management, Geschäftsfeld Automobiltechnik bei der Interatom.

Im Februar 2007 erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung des Emitec-Werkes in Eisenach. Von links nach rechts: Ludwig Wieres, globaler Produktionsleiter von Emitec; Bernd Gottschalk, ehemaliger Präsident des VDA, jetzt Automotive Consult; Dieter Althaus, ehemaliger Ministerpräsident von Thüringen; jetzt beim Automobilzulieferer Magna International tätig sowie Wolfgang Maus, ehemaliger Geschäftsführer von Emitec

Bei Interatom in Bensberg beschäftigten sich Mitarbeiter im Rahmen der Reaktortechnik häufig mit der Verbindung (Fügetechnik) exotischer Werkstoffe. Das Grundpatent für das Fügen von Metallen mit keramischer Oberfläche durch Hartlöten, das später auch die Fertigung von Katalysator-Metallträgern erlauben sollte, wurde von Interatom bereits im Jahr 1978 angemeldet.

Bei Interatom übernahm Maus 1984 die neue gegründete Abteilung Neue Technologien. Zusammen mit seinen Mitarbeitern entwickelte er zwei neue Produkte für den zukünftigen Geschäftsbereich Automobiltechnik. Das eine war eine aus Einzelelementen zusammengesetzte und dann gefügte hohle Nockenwelle, die zweite war der Metallträger für Automobilkatalysatoren, kurz: Metall-Katalysator.

1992 übernahm Wolfgang Maus den Vorsitz der Geschäftsführung von Emitec. Ende 2012 übergab Wolfgang Maus den Vorsitz der Geschäftsführung von Emitec an Berthold Curtius.[1] Als „Senior Advisor to the Board“ ist Maus allerdings weiterhin für Emitec tätig und hält Aufsichtsrats-Mandate in der Automobilindustrie.

Zusätzlich ist Maus als Berater für Innovations- und Patent-Strategien tätig. Im Rahmen dessen betreut er unter anderem das Land Thüringen.

Wolfgang Maus veröffentlichte zahlreiche technisch-wissenschaftliche Fachbeiträge und engagierte sich mit diversen umweltpolitischen Vorträgen. Er hält über 700 Patente im Bereich der Metallträger-Katalysatoren.

Wolfgang Maus ist verheiratet und hat eine Tochter. Neben dem Reitsport, wo er lange Vorstand eines Reitvereins war, restauriert Maus alte Traktoren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Maus geht in den (Un) Ruhestand (PDF-Datei) Ära Maus endet nach 27 Jahren. Schichtwechsel bei Emitec: Wolfgang Maus geht in den Ruhestand.