Wolfgang Methling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wolfgang Methling als Sprecher bei einer Demonstration vor dem Schweriner Schloss im Oktober 2008

Wolfgang Methling (* 9. September 1947 in Kavelstorf) ist ein deutscher Politiker (SED, PDS, Die Linke).

Er war von 1998 bis 2006 Umweltminister und von 2002 bis 2006 Stellvertreter des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er war von 2006 bis April 2009 Vorsitzender der Fraktion die Linke und damit Oppositionsführer im Landtag. Von 2010 bis 2011 war er Sprecher der Fraktion für die Themen Hochschulpolitik, Forschungs- und Wissenschaftspolitik und von 2007 bis 2014 im Bundesvorstand der Partei Die Linke.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur mit Facharbeiterbrief Rinderzucht 1966 absolvierte Methling ein Studium der Tiermedizin an der Universität Leipzig, welches er 1971 als Diplom-Veterinärmediziner beendete. Anschließend leistete er von 1972 bis 1974 den Wehrdienst bei der NVA ab. 1978 erfolgte seine Promotion (Dissertation A) zum Dr. med. vet. an der Universität Leipzig mit der Arbeit „Ein Beitrag zur Untersuchung des Einflusses des sichtbaren Lichtes auf die Reaktionsfähigkeit des Infektionsabwehrsystems des Kalbes unter besonderer Berücksichtigung der Transformation der Lymphozyten des peripheren Blutes“. 1982 bestand er die Prüfung zum Fachtierarzt für Tierhygiene. 1984 habilitierte er sich in Leipzig zum Dr. sc. (Dissertation B) mit der Arbeit „Das Vorkommen von ausgewählten Bakteriengruppen und -spezies in Schweinezuchtställen und ihre Nutzbarkeit als Indikatorkeime“. 1985 nahm er den Ruf der Universität Rostock als Dozent für Tierhygiene an. 1992 wurde er hier zum Professor für Tiergesundheitslehre berufen.

Wolfgang Methling ist seit 1972 verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Methling 1966 Mitglied der SED geworden war, übte er mehrere ehrenamtliche Funktionen in der Freien Deutschen Jugend (FDJ), der Gewerkschaft und der Einheitspartei aus. Seine politische Karriere, die in Grundorganisationen der SED begonnen hatte, setzte sich nach der Wende fort. Von 1991 bis 1995 war Methling stellvertretender Vorsitzender des PDS-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Von Juni 2003 bis Juni 2007 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der PDS bzw. Die Linkspartei.PDS. Er ist Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Umwelt, Energie und Verkehr. Auf dem Parteitag der Partei Die Linke am 16. Juni 2007 wurde er in den Bundesvorstand gewählt.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1994 bis 1995 war Methling Vorsitzender der PDS-Fraktion in der Bürgerschaft der Stadt Rostock.

Von 2006 bis 2011 war er Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern und hier bis April 2009 Vorsitzender der Landtagsfraktion Die Linke.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 1998 kam es in Mecklenburg-Vorpommern zur ersten Bildung einer rot-roten Koalition auf Landesebene. Methling wurde daher am 3. November 1998 als Umweltminister in die von Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) geführte Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern berufen. Nach der Landtagswahl 2002 wurde er am 6. November 2002 zusätzlich zum Stellvertreter des Ministerpräsidenten ernannt. Nachdem die SPD nach der Landtagswahl 2006 eine Große Koalition mit der CDU einging, schied Methling am 7. November 2006 aus dem Amt.

Kabinette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Methling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien