Wolfgang Petke

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Wolfgang Petke (* 30. Oktober 1941 in Spremberg) ist ein deutscher Historiker und Diplomatiker.

Wolfgang Petke wuchs in Solingen auf. Nach dem Abitur studierte Petke an den Universitäten Tübingen und Göttingen Geschichte und Deutsche Philologie. Bei Hans Goetting in Göttingen wurde er 1969 promoviert über die Grafen von Wöltingerode Wohldenberg, ein Adelsgeschlecht, das die Geschichte des südlichen Niedersachsen im 12. und 13. Jahrhundert wesentlich geprägt hat. Petkes Habilitation erfolgte mit einer Arbeit über Kanzlei, Kapelle und königliche Kurie unter Lothar III. Er war seit 1983 an der Universität Göttingen Dozent für Mittlere und Neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. Petke war von 1997 bis 2007 Leiter der Sammlung des traditionsreichen Diplomatischen Apparats an der Universität Göttingen.

Petke forschte über Adel und Herrschaft im Mittelalter. Er sorgte durch seine Habilitation und als Bearbeiter der Regesta Imperii der Jahre 1125 bis 1137 für ein besseres Verständnis der Herrschaftszeit des Süpplingenburgers Lothars III. Petke legte einschlägige Arbeiten über die mittelalterliche Pfarrei vor und konnte in Göttingen zahlreiche Schüler gewinnen, die grundlegende Untersuchungen über das mittelalterliche Pfarrwesen veröffentlicht haben.[1] Auch im Bereich der Historischen Hilfswissenschaften veröffentlichte Petke wichtige Arbeiten zur Diplomatik.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schriftenverzeichnis erschien in: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola Brückner u.a. (Hrsg.): Vielfalt und Aktualität des Mittelalters. Festschrift für Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Bd. 48). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 3-89534-608-X, S. 739–741.

  • Kanzlei, Kapelle und königliche Kurie unter Lothar III. (1125–1137) (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 5). Böhlau, Köln 1985 (Zugleich: Göttingen, Universität, Habilitations-Schrift, 1982/83).
  • Die Grafen von Wöltingerode-Wohldenberg. Adelsherrschaft, Königtum und Landesherrschaft am Nordwestharz im 12. und 13. Jahrhundert (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Bd. 4). Lax, Hildesheim 1971 (Zugleich: Göttingen, Universität, Dissertation, 1969).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Arend, Daniel Berger, Carola Brückner u.a. (Hrsg.): Vielfalt und Aktualität des Mittelalters. Festschrift für Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Bd. 48). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 3-89534-608-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Graf: Das Niederkirchenwesen der Reichsstadt Goslar im Mittelalter. Göttingen 1998; Stefan Petersen: Benefizientaxierungen an der Peripherie. Pfarrorganisation, Pfründeneinkommen, Klerikerbildung im Bistum Ratzeburg. Göttingen 2001; Peter Vollmers: Die Hamburger Pfarreien im Mittelalter. Die Parochialorganisation der Hansestadt bis zur Reformation. Hamburg 2005; Bengt Büttner: Die Pfarreien der Insel Rügen. Von der Christianisierung bis zur Reformation. Köln 2007.