Wolfgang Pfeifer (Etymologe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wolfgang Pfeifer (* 1922) ist ein deutscher Germanist und Linguist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfeifer studierte Germanistik, Nordistik, Anglistik, Historische Linguistik und Geschichtswissenschaft. Nach seiner Promotion an der Universität Leipzig folgte eine Forschungstätigkeit an der Akademie der Wissenschaften in Berlin, und dort als Mitarbeiter von 1949 bis 1960 am Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Pfeifer hat zahlreiche Beiträge zur Sprachwissenschaft, Sprach- und Wortgeschichte und Lexikographie veröffentlicht. Wissenschaftliche Bedeutung hat besonders das Etymologische Wörterbuch des Deutschen, das unter seiner Leitung bei der Berliner Akademie erstellt wurde.

Veröffentlichungen in Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Wörterbuch der deutschen Tiernamen. Insekten. Lfg. 1 - 6. Akademie-Verlag, Berlin 1963–1968. [Arbeiten als "politisch irrelevant" eingestellt.]
  • Wörterbuch der deutschen Tiernamen. Beiheft 1. Käfer. Akademie-Verlag, Berlin 1963.
  • Wörterbuch der deutschen Tiernamen: Beiheft 2. Schabe. Akademie-Verlag, Berlin 1965.
  • Wörterbuch der deutschen Tiernamen. Beiheft 4. Spanische Fliegen und Maiwürmer: Akademie-Verlag, Berlin 1966.
  • Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 3. Bände Akademie Verlag, Berlin 1989 [mehrere Auflagen; Einbändig 2010 ISBN 978-3-941960-03-9]. (Herausgeber)

Beiträge

  • Das Deutsche Wörterbuch. In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 9 (1963), S. 190–213 (= Jacob Grimm zur 100. Wiederkehr seines Todestages. Festschrift des Instituts für deutsche Volkskunde).
  • Geschichtliches und Kritisches zur Lexikographie an der Akademie. In: Erbe, Vermächtnis und Verpflichtung. Zur sprachwissenschaftlichen Forschung in der Geschichte der AdW der DDR (=Sprache und Gesellschaft 10). Akademie-Verlag, Berlin 1978, S. 119–131.
  • Mittellateinisches Wörterbuch und deutsche Etymologie. In: Philologus 123 (1979), S. 170–173.
  • Adelungs Stellung zur Etymologie in seinem Wörterbuch. In: Abhandlungen d. Sächs. Akademie der Wissenschaften. Phil-hist. Klasse 70. Heft 4. 1984. S. 233–238.
  • Bericht über das Etymologische Wörterbuch des Deutschen. In: Current Trends in West Germanic Etymological Lexicography 1993, S. 77–89.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nationalpreis der DDR 1.Klasse (1961) „Für seinen Anteil an der Vollendung des deutschen Wörterbuches, des großen nationalen Werkes, das den deutschen Wortschatz in seinem ganzen Umfang wissenschaftlich erschließt“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]