Wolfgang Wodarg

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Wolfgang Wodarg (* 2. März 1947 in Itzehoe) ist ein deutscher Internist, Sozial- und Umweltmediziner sowie Politiker (Die Basis, vorher SPD).

Wodarg war von 1994 bis 2009 Abgeordneter der SPD-Fraktion im Bundestag und anschließend Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Als Europapolitiker war er für Fragen der Sicherheit, Medizin und Gesundheit zuständig und initiierte eine Untersuchung des Europarates zur Pandemie H1N1 2009/10.

Seine Stellungnahmen während der COVID-19-Pandemie in Deutschland stießen bei Wissenschaftlern, Politikern und Medien auf breite Kritik: Wodarg verharmlose Charakter und Wirkungen der Pandemie. Wodarg trat 2021 aus der SPD aus und in die Partei Die Basis ein. Diese wählte ihn in Mecklenburg-Vorpommern zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2021.

Werdegang und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1966 studierte Wodarg Medizin und Sozialpädagogik in Hamburg und Berlin. Im Rahmen seiner Ausbildung erlernte er Gesprächspsychotherapie (nach Tausch) und arbeitete als Medizinalassistent und Stationsarzt, u. a. im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. 1973 erhielt er seine Approbation als Arzt. Anschließend war Wodarg zunächst als Schiffsarzt tätig und ließ sich nach einer Forschungsreise nach Südamerika als Hafenarzt in Hamburg nieder. 1974 erfolgte seine Promotion zum Dr. med. an der Universität Hamburg mit der Arbeit Psychische Krankheiten der Seeleute. Untersuchung über Selbsttötung, Alkoholismus und andere wichtige psychiatrische Erkrankungen. Von 1975 bis 1979 arbeitete er als Lehrer an der Krankenpflegeschule des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Wandsbek (heute Asklepios Klinik Wandsbek). Seine internistische und pneumologische Facharztausbildung absolvierte er im AK Wandsbek und in der Lungen-Fachklinik Großhansdorf.

Wodarg besitzt insgesamt drei Facharztqualifikationen: Facharzt für Innere Krankheiten – Pneumologie, Facharzt für Hygiene – Umweltmedizin und Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen – Sozialmedizin.[1]

Im Jahr 1981 übernahm er die Leitung des Gesundheitsamts der Stadt Flensburg, wo er bis 1994 als Amtsarzt arbeitete. Dort leitete er unter anderem die reisemedizinische Beratungsstelle, die Gelbfieberimpfstelle und die AIDS-Beratung sowie die Abteilung Lungen- und Bronchialheilkunde. 1982/83 war Wodarg der Vorgesetzte des Hochstaplers Gert Postel, der sich als Psychiater ausgab und eine Stelle als stellvertretender Amtsarzt erhielt, diese aber wegen einer geplanten Versetzung nach wenigen Monaten kündigte.[2] 1983 ließ Wodarg sich an der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf zum Arzt im staatlichen Gesundheitswesen weiterbilden. Von 1985 bis 1986 besuchte er die Akademie für Arbeitsmedizin in Berlin.

Ab 1985 war er Dozent für Gesundheitspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Flensburg und unterrichtete Medizin und Arbeitsschutz für Schiffsoffiziere an der Fachhochschule Flensburg. In dieser Zeit entwickelte er eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung als Teil der kommunalen Umweltverträglichkeitsprüfung und war von 1986 bis 2003 Vorsitzender des Fachausschusses Gesundheitlicher Umweltschutz bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein, wo er die Erarbeitung eines Curriculums für Umweltmedizin koordinierte. Von 1985 bis 1994 gehörte er den Prüfungsausschüssen für Umweltmedizin, Lungen- und Bronchialheilkunde und für Sozialmedizin der Ärztekammer an. Wodarg führte Lehrveranstaltungen an der Charité Berlin sowie an weiteren europäischen Hochschulen zu verschiedenen medizinethischen und sozialmedizinischen Themen durch.

1991 erhielt er ein Stipendium für Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Während dieses Studiums vertiefte er seine Kenntnisse in der Evaluation von Gesundheitsmaßnahmen, HTA und in epidemiologischer Methodik.[3][4]

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn der politischen Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SPD-Bundestagswahlkampf auf dem Südermarkt in Flensburg mit Hans Eichel und Wolfgang Wodarg im Jahr 2002

Seit 1972 ist Wodarg Mitglied der ÖTV/Ver.di, Personalrat im Krankenhaus Hamburg-Wandsbek und seit 1988 Mitglied der SPD. Von 1986 bis 1998 gehörte er dem Gemeinderat seines Heimatortes Nieby an. Von 1992 bis 2002 gehörte er dem Vorstand des SPD-Kreisverbandes Schleswig-Flensburg an. Vom 19. November 2005 bis zum 1. Dezember 2007 war Wodarg Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Flensburg.

Nachdem Wodarg schon seit 1990 dem Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen angehörte, wurde er 1994 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden und 2002 zum Vorsitzenden des Bundesausschusses gewählt.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wodarg zog 1994 über die Landesliste Schleswig-Holstein und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Flensburg – Schleswig in den Bundestag ein. Als Mitglied des Deutschen Bundestages war Wodarg von 1999 bis 2005 in der 14. und 15. Legislaturperiode Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion in der Enquête-Kommission Recht und Ethik (bis 2002) bzw. Ethik und Recht der modernen Medizin und verfasste Berichte zu den Themen Patientenverfügung, Organlebendspende, ethische Prinzipien der medizinischen Versorgung (Allokations-Ethik), Priorisierung im Gesundheitswesen, Gen-Diagnostik, ethische Fragen der Medizin am Lebensanfang, am Lebensende und in der Forschung, Patentierung von Genen, Lebewesen oder deren Teilen, Kommerzialisierung der Organ- und Gewebespenden.

Während seiner Tätigkeit im Ausschuss für „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ von 2005 bis 2009 war Wodarg Berichterstatter für alle gesundheitsbezogenen Themen, für den zentralafrikanischen Raum und EU-Berichterstatter für den AWZ mit folgenden Schwerpunkten zuständig: Maßnahmen im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids, Malaria, Tuberkulose und vernachlässigten Krankheiten in den armen Ländern (Gesundheit und Armut), Zugang zu Medikamenten und gesundheitlichen Hilfe für alle, Bevölkerungspolitik, regenerative Energie in Entwicklungsländern, Mikrokredite, Menschenrechtsfragen, Trinkwasserversorgung und -sicherheit, Krisenprävention, die Rolle der Gewaltökonomien und des wachsenden Marktes für Militär und Sicherheitsfirmen, Zusammenarbeit mit den in diesen Feldern aktiven staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen.

Zudem war er in den Ausschüssen für „Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz“, „Angelegenheiten der Europäischen Union“, stellvertretend im Umweltausschuss sowie Sprecher für Fragen der Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzgebiet. Bei der Bundestagswahl 2009 unterlag er im Wahlkreis Wolfgang Börnsen (CDU), so dass er dem 17. Deutschen Bundestag nicht mehr angehörte.

Seit 1999 gehörte Wodarg auch der Parlamentarischen Versammlung des Europarates an. Von 2002 bis 2010 war er dort stellvertretender Vorsitzender der sozialistischen Fraktion, ab 2006 Sprecher der deutschen Sozialdemokraten, von 2006 bis 2010 stellvertretender Leiter der deutschen Delegation[3][4][5] und wurde dadurch nach seinem Ausscheiden automatisch Ehrenmitglied.

Er war Vorsitzender des Unterausschusses Gesundheit, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Bildung und Wissenschaft, Mitglied im Politischen Ausschuss und Vertreter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates im CDBI (Comité Directeur pour la Bioéthique) und im North-South-Center (Lissabon). Wodargs Berichterstattungsthemen im Europarat waren: die Entwicklung der grünen Gentechnik in den Staaten des Europarates, Palliativmedizin in Europa, Sterbehilfe, Bioethik-Konvention und Zusatzprotokolle, nationale und internationale Regeln für private Militär- und Sicherheitsfirmen, Einrichtung eines europaweiten Medien-Monitoring und weitere Einzelthemen. Er war der Initiator der Untersuchungen des Europarates zur Pandemie H1N1 2009/10 zur Rolle der Impfstoff-Hersteller und der WHO.[4][6]

Politische Themen und Schwerpunkte während des Mandates (1994 bis 2010):

In dieser Zeit war Wodarg Berichterstatter bei zahlreichen gesundheitspolitischen Projekten; z. B.: Infektionsschutzgesetz, Transplantationsgesetz, mehrere Gesundheitsreformgesetze, Gendiagnostikgesetz, Stammzellgesetz, Gesetz zur Patientenverfügung, Europäische Dienstleistungsrichtlinie, Arzneimittelgesetz, Umsetzung der EU-Biopatent-Richtlinie und Themen wie HIV/AIDS, Prävention, Epidemiologie, gesundheitlicher Umweltschutz, Infektionsschutz (BSE, Influenza und andere Viruserkrankungen, Tierseuchen, Antibiotika-Resistenzen) und in Fragen der Gen-Technik: enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsausschuss. Des Weiteren war er EU-Berichterstatter für die SPD-Fraktion von 1998 bis 2009.

Spitzenkandidat für die Basisdemokratische Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wodarg trat im April 2021 aus der SPD aus.[7] Im selben Monat wählte die aus der Protestbewegung gegen die Coronamaßnahmen hervorgegangene Basisdemokratische Partei Deutschland Wodarg zum Spitzenkandidaten des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern für die Bundestagswahl 2021. Als Beweggründe für seine Kandidatur nannte Wodarg, dass derzeit in der Politik „welche am Ruder“ seien, die man „nicht weiter steuern lassen“ könne, da sie „sehr viel Schaden angerichtet“ hätten.[8]

Er trat im Bundestagswahlkreis Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern-Greifswald II an und erhielt 2,2 % der Stimmen.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitspolitische Standpunkte und WHO-Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegner des GKV-Vertragswettbewerbs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wodarg war von Anfang an Gegner des Vertragswettbewerbs der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und setzte sich über sein Bundestagsmandat hinaus für Landesarbeitsgemeinschaften der Kassen ein, die mit einem risikoadjustierten Landesgesundheitsfonds gemeinsame Verträge auf Landesebene abschließen. Er stimmte deshalb 2007 gegen das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) seiner Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Kritiker des Umgangs mit der H1N1-Pandemie („Schweinegrippe“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2009 kritisierte Wodarg die Ausrufung der H1N1-Pandemie, den politischen Umgang mit ihr, danach besonders die Schweinegrippe-Impfung.[10][11] Er beurteilte den Umgang mit der H1N1-Infektion durch Politik und Pharmahersteller als „einen der größten Medizinskandale des Jahrhunderts“.[12] In einem Interview behauptete er u. a., dass die Hysterie um die Schweinegrippe ein erfolgreiches Marketing für die Impfstoffhersteller gewesen sei oder die Grippe in Mexiko zu einer Pandemie hochstilisiert worden sei.[13]

Wodarg war Vorsitzender des Unterausschusses für Gesundheit in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und beantragte im Dezember 2009 eine Anhörung und einen Untersuchungsausschuss im Europarat zur Schweinegrippe-Impfung und zur Rolle der WHO bei deren Förderung.[14] Dieser Antrag wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen. Wodarg beantragte, zu untersuchen, warum „Regierungen überreagierten und die Pharmaindustrie Milliarden verdiente“.[11] Bezüglich WHO wandte er sich vor allem gegen Keiji Fukuda und Margaret Chan.[15] Im Januar 2010 äußerte Wodarg in einer Dringlichkeitsdebatte im Europarat, Millionen von Menschen seien ohne guten Grund geimpft worden, die Pharmaindustrie habe an der Pandemieklassifizierung der Schweinegrippe 18 Milliarden Dollar verdient. Allein der Verkauf des Grippemedikaments Tamiflu sei um 435 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen.[16] Bei der Anhörung waren WHO und Firmen der Pharmaindustrie vertreten; Wodarg und der Epidemiologe Ulrich Keil waren als Experten geladen.[11] Anschließend beriet er als Sachverständiger den Untersuchungsausschuss zur Rolle der WHO in der Pandemie.[17]

Umstrittene Aussagen zur COVID-19-Pandemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie in Deutschland kritisierte er u. a. in einem Meinungsbeitrag und in der am 10. März 2020 ausgestrahlten ZDF-Sendung Frontal21 die Quarantänemaßnahmen und Verbotsregelungen als „Panikmache“ und erklärte, Epidemien mit Coronaviren träten jedes Jahr auf und bedürften keiner besonderen Schutzvorkehrungen oder Tests. Ein positiver PCR-Test habe für sich genommen, besonders mit sehr hohen Ct-Werten, noch keine krankheitsindizierende klinische Bedeutung. Die wegen der Pandemie verhängten Maßnahmen der Gesundheitsbehörden und die Empfehlungen der WHO und später des Robert Koch-Instituts bewertete Wodarg als überzogen und interessengetrieben und bezeichnete diese Institutionen als viel zu oft „durch Sekundärinteressen aus Wirtschaft und/oder Politik korrumpiert“.[17][18][17][19]

In weiteren Beiträgen und Videos bezog er sich auf eine in PNAS veröffentlichte schottische Studie, welche die humanen Coronaviren 229E, NL63 und HKU1 nachwies.[20][21] Diese sind weltweit als Auslöser von Atemwegserkrankungen und Erkältungen bekannt, führen aber meist zu Verläufen ohne Symptome oder mit moderaten Symptomen.[22] Sie sind von SARS-CoV und dem 2019/2020 ausgebrochenen SARS-CoV-2 zu unterscheiden. Wodarg führte u. a. die Schweinegrippe und die Ergebnisse im diesbezüglichen Untersuchungsausschuss des Europarates an, um vor angeblich gewollter Verunsicherung der Bevölkerung und teils schadhaften, sonderzugelassenen Impfstoffen zu warnen (Notzulassungen). Er bezeichnete die „Angstmachung“ vor der Schweinegrippe als „totale Fehlannahme“ und wies auf zuvor veränderte Kriterien der WHO für Pandemien hin.[21]

Außerdem kritisierte Wodarg im Blog NRhZ-Online,[23] es gebe „keine validen Daten und keine Evidenz für außergewöhnliche gesundheitliche Bedrohung“,[24] die noch abrufbaren amtlichen Statistiken zur Mortalität und diverse nationale „Grippe-Monitoring Institute“ zeigten „die normalen Kurvenverläufe“.[23] Die saisonale „Grippe“ verlaufe wie immer,[23] die benutzten Tests seien „nicht amtlich validiert“ und würden „bei ohnehin Schwerkranken“ angewendet und seien dann für die Abschätzung einer Seuchengefahr unbrauchbar.[23] Ohne die in ihrer Aussagekraft und „ihrer verfälschenden Anwendung fragwürdigen Tests“ gäbe es keine Indikation für Notfallmaßnahmen,[23] Wuhan und Italien würden benutzt, um an einigen Orten angstmachende Bilder zu produzieren, auch in Italien sähe man ohne die neuen Tests nur die alljährlichen Grippeschäden.[23]

Die Darstellung Wodargs, in der er die COVID-19-Pandemie mit einer gewöhnlichen Grippewelle gleichsetzt und Mutmaßungen über mögliche finanzielle Nutznießer der Herstellung von Tests und Impfstoffen anstellt, sorgten für Verärgerung in Teilen der SPD, namentlich bei Karl Lauterbach und Bärbel Bas.[25]

Im November 2020 verbreitete Wodarg die Falschbehauptung, die Impfung gegen Corona könne zu Unfruchtbarkeit[26][27] oder Veränderung der menschlichen Genetik[28] führen. Das Paul-Ehrlich-Institut, von Correctiv.org befragte Biochemiker und Ärzte[27], das Universitätsklinikum Jena[29] und andere widersprachen der Behauptung.

Im Dezember 2020 richtete Wodarg mit Michael Yeadon, der bis 2011 eine leitende Funktion bei Pfizer innehatte, eine Petition an die Europäische Arzneimittel-Agentur, in der sie die umgehende Einstellung der klinischen Versuche mit allen COVID-19-Impfstoffen verlangten.[30][31]

Kritik von Experten, Medien und Nichtregierungsorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Anfrage von Journalisten des Norddeutschen Rundfunks für die Reportageserie STRG F distanzierten sich das Robert Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation von Wodargs Aussagen.[32] Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast Coronavirus-Update unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück.[33][34][35] Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“.[36][37]

Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast Kekulés Corona-Kompass Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. Grundsätzlich sei die Frage, ob bei der Bekämpfung der Pandemie überreagiert werde, durchaus wichtig und berechtigt, denn es könne durch Bekämpfungsmaßnahmen zu Kollateralschäden kommen, die unter Umständen schlimmer als die Wirkungen des Virus selbst ausfallen. Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen, und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig.[38]

Der Biophysiker Richard Neher sagte, die Aussage Wodargs, dass es dieses Virus schon lange gebe, sei falsch und klar durch die Tatsache widerlegbar, dass der gemeinsame Vorfahre des Virus erst wenige Monate alt sei.[39] Verschiedene Medien prüften Wodargs Behauptungen auf Richtigkeit und kamen zu dem Schluss, seine Aussagen zum neuartigen Coronavirus widersprächen größtenteils den belegbaren Fakten. Manche seiner Aussagen seien weder widerlegbar noch belegbar, erwiesen sich aber bei genauer Betrachtung als irreführend. Es würden Tatsachen vermischt, die nichts miteinander zu tun hätten.[33][34][35][40][39][41]

Transparency International Deutschland, dessen Vorstand Wodarg damals angehörte, distanzierte sich am 17. März 2020 von seinen Aussagen. Seine pauschale Kritik an den staatlichen Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus könne zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung führen. Wolfgang Wodarg äußere sich in dieser Sache als Privatperson und nicht in seiner Funktion als Vorstandsmitglied.[40][42] Am 25. März 2020 entschied der Vorstand, seine Vereinsmitgliedschaft „bis auf Weiteres ruhend“ zu stellen, womit Wodarg vorerst keine Funktionen im Vorstand oder als Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheit mehr ausüben kann. Der Vorstand beauftragte ein unabhängiges Gremium, sich mit Wodargs Äußerungen zum Corona-Virus zu befassen und aufzuarbeiten, ob sein Verhalten die Interessen von Transparency Deutschland verletzt habe.[43] Nach dem Bericht des unabhängigen Gremiums sei Letzteres der Fall. Allerdings solle nicht der Vorstand, sondern die Versammlung der Mitglieder entscheiden, ob Wodarg weiter Mitglied des Vorstands und des Gesundheitsgremiums von TI-D bleiben soll. Wodarg blieb daher, bis auf Weiteres, Mitglied des Vorstands. Das Gremium stützte seinen Vorschlag des Ausschlusses auf die umstrittenen Aussagen Wodargs zur COVID-19-Pandemie. Die Interviews in „radikalen“ Medien können einen Ausschluss nicht begründen, da Wodarg selber sich von antisemitischen, verschwörungstheoretischen oder weiteren rechtsradikalen Thesen distanziert habe und da er von anderen Medien ausgeschlossen würde.[44] Im September 2020 legte Wodarg sein Vorstandsmandat nieder. Grund waren stark divergierende Meinungen in Bezug auf die Haltung von Transparency Deutschland in der Coronakrise.[45] Er war weiterhin für kurze Zeit Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheitswesen von Transparency Deutschland.[46]

Das Institut Solidarische Moderne (ISM), dessen Gründungsmitglied Wodarg war, meldete im Mai 2020 auf seiner Website, der ISM-Vorstand habe die Mitgliedschaft von Wodarg suspendiert. Hintergrund sei seine Kooperation mit neu-rechten/rechtsextremen Medien und Organisationen. Wodarg sei im Vorfeld auch gebeten worden, aus dem ISM auszutreten. Ende Juli 2020 teilte das Institut Wodargs Austritt aus dem ISM mit.[9]

Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf misst die Glaubwürdigkeit Wodargs an der Zahl der peer-reviewten Publikationen. Drosten als renommierter Experte für Coronaviren sei auf dieser Grundlage glaubwürdiger als der pensionierte Amtsarzt Wodarg,[47] der sich zudem an ein Laienpublikum wende statt an wissenschaftliche Institutionen. Ein Arzt sei kein Forscher, ebenso wenig könne etwa ein pensionierter Geograf einen Beitrag zur modernen Klimaforschung leisten. Auf Kritik an seiner Darstellung äußerte Rahmstorf, als Klimaforscher habe er keine medizinische Expertise, aber er „erkenne … die Machweise und Argumentationsmuster solcher Beiträge, die ein Laienpublikum davon überzeugen sollen, böse Wissenschaftler würden aus Eigeninteresse Panikmache betreiben, und in Wahrheit sei alles komplett anders als die Wissenschaft sagt.“[48]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher

  • Wolfgang Wodarg: Psychische Krankheiten der Seeleute: Untersuchung über Selbsttötung, Alkoholismus und andere wichtige psychiatrische Erkrankungen. Psychiatrie-Verlag, Wunstorf, Rehburg-Loccum 1979, ISBN 978-3-88414-013-0.
  • Wolfgang Wodarg: Falsche Pandemien: Argumente gegen die Herrschaft der Angst. Rubikon Verlag, Mainz (?) 2021, ISBN 978-3-96789-018-1.

Artikel

  • Wolfgang Wodarg: Illusion: Friedenssicherung durch private Militärfirmen. In: „Zeit für Frieden“ / Dortmund. 2009, S. 120–137.
  • Wolfgang Wodarg: Gesundheit – Kooperation statt Wettbewerb der Kassen – Fragwürdiger Kassen-Wettbewerb erschwert eine bedarfsgerechte Versorgung. In: Soziale Sicherheit. 57, Nr. 12, 2008, ISSN 0490-1630, S. 414.
  • Wolfgang Wodarg: Gesundheitspolitik – Durch Reform-Eckpunkte drohen irreparable Schäden – Nachfragemacht der gesetzlichen Kassen muss gestärkt werden. In: Soziale Sicherheit. 55, Nr. 8, 2006, ISSN 0490-1630, S. 262.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag Wolfgang Wodarg bei Transparency Deutschland
  2. Dr. Clemens Bartholdy – als der falsche Doktor aufflog. In: Flensburger Tageblatt, 27. Oktober 2015, abgerufen am 8. März 2020.
  3. a b SPD Geschichtswerkstatt Biografie Dr. Wolfgang Wodarg. 18. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.
  4. a b c Biografie Dr. Wolfgang Wodarg auf wodarg.com. 18. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.
  5. Biographie sowie chronologisch detailliert aufgeführte Gremien-Mitgliedschaften im Landtag, Mandate und Mandatsfunktionen im Bundestag, Fraktionsmitgliedschaften im Bundestag sowie Bundesversammlungen von Dr. Wolfgang Wodarg vom Schleswig-Holsteiner Landtag. 18. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.
  6. aufgeführte Publikationen von Wolfgang Wodarg beim Europarat. 18. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.
  7. Wolfgang Wodarg. In: SPD Geschichtswerkstatt. Abgerufen am 31. Juli 2021.
  8. Partei „Die Basis“ in Mecklenburg-Vorpommern. Wolfgang Wodarg wird Spitzenkandidat . In: Der Nordschleswiger, 25. April 2021. Abgerufen am 26. April 2021.
  9. a b ISM-Vorstand suspendiert Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg. Institut Solidarische Moderne, 4. Mai 2020, aktualisiert am 31. Juli 2020.
  10. Ulrike Henning: Profitable Pandemiewarnung. In: Neues Deutschland. 6. Februar 2010, abgerufen am 8. März 2020.
  11. a b c Katja Schmidt: Hype um Schweinegrippe: „Es stinkt nach Einfluss der Industrie“. In: Die Tageszeitung. 25. Januar 2010, abgerufen am 1. Juli 2019.
  12. Rainer Woratschka: Schweinerei mit der Grippe, 16. Dezember 2009, Die Zeit, abgerufen im März 2020.
  13. Angstmache zum Nutzen der Pharmaindustrie - Grippe in Mexiko wurde zur Pandemie "aufgeblasen". Abgerufen am 8. August 2021 (deutsch).
  14. Rainer Woratschka: Schweinegrippe: Rolle der Pharmaindustrie im Visier. In: Der Tagesspiegel. 16. Dezember 2009, abgerufen am 18. März 2020.
  15. Jan Dirk Herbermann: Schweinegrippe: WHO-Chefin wird der Panikmache bezichtigt. In: DIE WELT. 19. Mai 2010 (welt.de [abgerufen am 8. August 2021]).
  16. Gerald Traufetter, Mathieu von Rohr, Jan Puhl, Veronika Hackenbroch, Markus Grill, Jens Glüsing, Katrin Elger, Philip Bethge: Seuchen: Chronik einer Hysterie. Der Spiegel, 8. März 2010, abgerufen am 11. Juli 2021.
  17. a b c Wolfgang Wodarg: Lösung des Corona-Problems: Panikmacher isolieren. In: Flensburger Tageblatt. 29. Februar 2020, abgerufen am 8. März 2020.
  18. Corona und die Folgen. In: Frontal 21. ZDF, 10. März 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  19. Corona und die Folgen. In: Frontal 21. ZDF, 10. März 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  20. Sema Nickbakhsh, Colette Mair, Louise Matthews, Richard Reeve, Paul C. D. Johnson, Fiona Thorburn, Beatrix von Wissmann, Arlene Reynolds, James McMenamin, Rory N. Gunson, Pablo R. Murcia: Virus–virus interactions impact the population dynamics of influenza and the common cold. In: PNAS 116(52), Dezember 2019, S. 27142–27150, doi:10.1073/pnas.1911083116.
  21. a b Ken Jebsen: Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg. In: KenFM. 17. März 2020, abgerufen am 18. März 2020.
    Stunning insights into the Corona-panic by Dr. Wolfgang Wodarg. Abgerufen am 19. März 2020.
  22. Marie E. Killerby, Holly M. Biggs, Amber K. Haynes, Rebecca M. Dahl, Desiree Mustaquim, Susan I. Gerber, John T. Watson: Human coronavirus circulation in the United States 2014–2017. In: Journal of Clinical Virology, Band 101, April 2018, S. 52–56, doi:10.1016/j.jcv.2018.01.019: “Human coronaviruses (HCoVs) HCoV-NL63, HCoV-HKU1, HCoV-229E, and HCoV-OC43 circulate worldwide and cause a range of respiratory symptoms. Infections are often asymptomatic or associated with mild to moderate upper respiratory tract illness in immunocompetent children and adults; HCoVs are considered the second most common cause of the common cold.”
  23. a b c d e f Wolfgang Wodarg: Wer zweifelt, wird diffamiert und mit geballter Macht ausgeschaltet; bei nrhz.de, zuletzt abgerufen im März 2020
  24. Spiegel.de: Drosten ist die Nummer eins - aber nicht überall, 20. Mai 2020
  25. Westdeutsche Zeitung: Der SPD-Mann Wolfgang Wodarg und die „Corona-Lüge“. 17. März 2020, abgerufen am 15. Januar 2021.
  26. Carolin Nieder-Entgelmeier: Angst vor Unfruchtbarkeit: Junge Frauen glauben an Impfmythos. Abgerufen am 15. Januar 2021.
  27. a b Steffen Kutzner: Keine Belege, dass die Covid-19-Impfung unfruchtbar macht. In: correctiv.org. 14. Januar 2021, abgerufen am 19. Januar 2021.
  28. Matthias Band: Desinformation im Briefkasten. Abgerufen am 15. Januar 2021.
  29. Udo Markert, Ekkehard Schleußer: Impfung gegen COVID-19 beeinträchtigt nicht die Fruchtbarkeit. Universitätsklinikum Jena, abgerufen am 29. März 2021.
  30. Kurzinformation: Einzelfragen zu Nebenwirkungen von mRNA-Impfstoffen. Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, 17. Dezember 2020.
  31. https://www.schwaebische.de/portale/gesundheit_artikel,-faktencheck-machen-impfungen-gegen-das-coronavirus-frauen-unfruchtbar-_arid,11303322.html
  32. Corona: die krassesten Thesen und Lügen | STRG_F. In: YouTube, 24. März 2020 (bei 17:20).
  33. a b Frederik Richter, Bianca Hoffmann: Coronavirus: Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben. In: Correctiv vom 18. März 2020.
    (16) „Wir brauchen Abkürzungen bei der Impfstoffzulassung“. In: NDR Podcast, 18. März 2020. (PDF Manuskript) (YouTube)
  34. a b Veronika Simon: Wird Corona überschätzt? Faktencheck. In: SWR.de, 19. März 2020.
  35. a b Jochen Taßler und Jana Heck: Alles nur Panikmache? In: Tagesschau.de, 19. März 2020.
    Coronavirus: Fakecheck, 10vor10, 19. März 2020; Der Epidemiologe Richard Neher: „Ich halte das für Unverantwortlich“
    Jan Kerckhoff, Susanne Delonge: Ohne Fundament: Arzt nennt Corona-Maßnahmen Panikmache. In: BR.de, 18. März 2020.
    Corona – alles „Panikmache“? Virale Thesen des Lungenarztes Wodarg im Faktencheck. In: dpa, 19. März 2020.
  36. Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie an der Uniklinik Köln.
  37. Verschwörungstheorien. Der SPD-Mann Wolfgang Wodarg und die „Corona-Lüge“. In: Westdeutsche Zeitung, 17. März 2020, abgerufen am gleichen Tag.
    Videobotschaft von Karl Lauterbach zu den Äußerungen von Wolfgang Wodarg. Im Videokanal der SPD-Fraktion im Bundestag auf youtube, 18. März 2020, 23. März 2020.
  38. Kekulés Corona-Kompass. Podcast im mdr, 17. März 2020, Minute 12:20 bis 17:00.
  39. a b Sarah Serafini: «Kompletter Blödsinn» – so demontiert ein Biophysiker ein Video eines deutschen Arztes. In: Watson.ch, 19. März 2020.
  40. a b Selina Bettendorf et al.: Faktencheck. Wolfgang Wodarg verbreitet Thesen, die wichtige Fakten ignorieren. In: Tagesspiegel.de, 19. März 2020.
    Faktencheck: Sind die Maßnahmen gegen Corona übertrieben? In: MDR.de, 19. März 2020.
  41. Carsten Korfmacher: Verschwörungstheorien. Die Corona-Parallelgesellschaft. In: Nordkurier, 19. März 2020.
    Nike Heinen: Warum dieser Mann die Epidemie kleinredet. In: Welt.de, 19. März 2020.
    Julia Merlot: Die gefährlichen Falschinformationen des Wolfgang Wodarg. In: Spiegel.de, 20. März 2020.
    Harald Lesch: Coronavirus – unnötiger Alarm bei COVID-19? In: Terra X Lesch & Co, YouTube, 20. März 2020.
    Stephanie Lahrtz: Welche Fakten der Corona-Verharmloser Wolfgang Wodarg verkennt. In: Neue Zürcher Zeitung, 21. März 2020.
    Friedemann Weber: „Uns Virologen regen Wodargs Behauptungen mächtig auf“. In: Berliner Zeitung, 20. März 2020.
    Claudia Spiess: Corona-Krise: EuroMOMO warnt vor Fehlinterpretation ihrer Statistiken! In: Mimikama.at, 20. April 2020; Covid-19-Pandemie: EuroMOMO warnt vor Fehlinterpretation ihrer Statistiken. dpa-Faktencheck, 17. April 2020.
  42. In eigener Sache: Zu den aktuellen Äußerungen von Wolfgang Wodarg. In: Transparency Deutschland, 17. März 2020.
  43. Hartmut Bäumer: Ruhen der Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg. Brief von Transparency Deutschland, 25. März 2020, abgerufen am 25. März 2020 (PDF).
    Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg ruht. In: Transparency Deutschland. 25. März 2020, abgerufen am 25. März 2020.
    Malte Kreutzfeldt: Transparency-Mitgliedschaft ruht. In: taz, 25. März 2020. Abgerufen am 25. März 2020.
  44. Gutachten von TI-D (S. 35–37)
  45. In eigener Sache: Rücktritt von Vorstandsmitglied Wolfgang Wodarg. In: Transparency Deutschland, 26. September 2020.
  46. Arbeits- und Projektgruppen. In: Transparency Deutschland. Abgerufen am 13. Oktober 2020.
  47. Stefan Rahmstorf: False Balance: Kann man der Wissenschaft glauben? In: Der Spiegel. 7. Juli 2021, abgerufen am 10. Juli 2021.
  48. Wissenschaftsleugnung in Zeiten von Corona. In: KlimaLounge. 18. März 2020, abgerufen am 10. Juli 2021 (deutsch).