Wolfgang von Groote

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wolfgang von Groote (* 17. September 1911 in Freiburg im Breisgau; † 31. Juli 2000 in Kius) war ein deutscher Offizier (Oberst i. G.) und Militärhistoriker. Er war von 1964 bis 1969 Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Groote studierte zunächst an der Universität Freiburg im Breisgau. 1934 trat er in die Reichswehr ein und wurde später Berufssoldat in der Wehrmacht. Er diente im Zweiten Weltkrieg, zuletzt im Dienstgrad eines Majors.

In der Nachkriegszeit arbeitete er aushilfsweise an einer Volksschule in Oldenburg. Im Anschluss studierte er Geschichte und wurde 1948 bei Reinhard Wittram[1] an der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen mit der Dissertation Die Entstehung des Nationalbewusstseins in Nordwestdeutschland 1790–1830 zum Dr. phil. promoviert.

Von Groote arbeitete dann mehrere Jahre im Schuldienst in Bremen. 1956 wurde er als Oberstleutnant in die Bundeswehr übernommen. Er wurde u. a. im Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) in Bonn und als stellvertretender Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 16 in Wentorf verwendet. Von 1961 bis 1964 war er Dozent für Militärgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. 1964 wurde er Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) in Freiburg im Breisgau. 1969 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Er begründete die Bibliotheca Rerum Militarium, die Militärgeschichtlichen Studien und die Militärgeschichtlichen Mitteilungen mit. Von Groote war Mitherausgeber mehrerer militärhistorischer Schriften im Auftrag des MGFA wie dem Handbuch zur deutschen Militärgeschichte, 1648–1939.

Von 1965 bis 1970 war er Vizepräsident der Commission Internationale d’Histoire Militaire.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Entstehung des Nationalbewusstseins in Nordwestdeutschland 1790–1830 (= Göttinger Bausteine zur Geschichtswissenschaft. Band 22). Muster-Schmidt, Göttingen u. a. 1955.
  • (Hrsg.): Grosse Soldaten der europäischen Geschichte. Athenäum-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1961.
  • (Hrsg. mit Ursula von Gersdorff): Entscheidung 1866. Der Krieg zwischen Österreich und Preussen. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1966.
  • (Hrsg. mit Klaus-Jürgen Müller): Napoleon I. und das Militärwesen seiner Zeit. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und der Ranke-Gesellschaft, Rombach, Freiburg im Breisgau 1968.
  • (Hrsg. mit Ursula von Gersdorff): Entscheidung 1870. Der deutsch-französische Krieg. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1970.
  • (Hrsg. mit Friedrich Forstmeier, Othmar Hackl, Hans Meier-Welcker, Manfred Messerschmidt): Handbuch zur deutschen Militärgeschichte, 1648–1939. 6 Bände, Militärgeschichtliches Forschungsamt, Bernard und Graefe, München 1979/81.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang von Groote: Die Entstehung des Nationalbewusstseins in Nordwestdeutschland 1790–1830. Göttingen 1955, S. X.