Wolfratshauser Frühstück

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Wolfratshauser Frühstück bezeichnet ein Treffen zwischen der Bundesvorsitzenden der CDU, Angela Merkel, und dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber, das am Freitag, dem 11. Januar 2002 in Wolfratshausen im Haus Stoibers stattfand.

Anlass des Treffens war die anstehende Entscheidung, wer von beiden als Kanzlerkandidat der Unionsparteien für den Bundestagswahlkampf 2002 kandidieren sollte („K-Frage“). Merkel hatte im Sommer 2001 ihr Interesse an einer Kandidatur signalisiert („Ich habe ganz klare Vorstellungen, wie ich als Bundeskanzlerin in diesem Lande, mit anderen zusammen, Vieles besser machen könnte.“)

Nach der Klausur der CSU-Landesgruppe rief der damalige Landesgruppenchef Michael Glos Stoiber am 8. Januar 2002 zum Kanzlerkandidaten der CSU aus.[1]

Merkel überließ Stoiber die Kanzlerkandidatur.

Nach der für die Union knapp verlorenen Bundestagswahl 2002 löste Merkel ihren Dauerrivalen Friedrich Merz als Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ab und stieg damit zur Oppositionsführerin auf. Merkel wurde 2005 als Kanzlerkandidatin für die vorgezogene Bundestagswahl 2005 nominiert.

Die Situation ähnelte der vor der Bundestagswahl 1980, als Helmut Kohl die Kanzlerkandidatur der CDU/CSU Franz Josef Strauß überließ. Strauß verlor die Wahl und Kohl wurde 1982 durch das Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt Bundeskanzler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Kießling: Die CSU: Machterhalt und Machterneuerung, S. 315 (online)