Wolfshof (Gemeinde Gars am Kamp)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wolfshof (Dorf)
Ortschaft Wolfshof
Katastralgemeinde Wolfshof
Wolfshof (Gemeinde Gars am Kamp) (Österreich)
(48° 36′ 13,78″ N, 15° 36′ 56,96″O)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Horn
Pol. Gemeinde Gars am Kamp
Koordinaten 48° 36′ 14″ N, 15° 36′ 57″ OKoordinaten: 48° 36′ 14″ N, 15° 36′ 57″ Of1
Höhe 407 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 41 (1. Jän. 2021)
Fläche d. KG 2,49 km²
Postleitzahl 3571f1
Vorwahl +43/02985f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03948
Katastralgemeinde-Nummer 10068
Zählsprengel/ -bezirk Wolfshof (31106 011)
Bild
Ortskapelle und Edelsitz Wolfshof
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
41

Wolfshof ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Gars am Kamp im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Hochebene zwischen Gars am Kamp und St. Leonhard am Hornerwald. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 407 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 2,49 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 41 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2021[1]).

Postleitzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Marktgemeinde Gars am Kamp finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Wolfshof hat die Postleitzahl 3571.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl Einwohner
(Quelle: Ortslexikon Niederösterreich[2])
Jahr 18301890192319511961197119912001
Einwohner 12112311110387806748

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Edelsitz Wolfshof in der Topographia Windhagiana, 1673.

Der Ort wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Er gehörte ursprünglich zur Herrschaft Gars und gelangte 1621 zur Herrschaft Horn und Rosenburg.[3]

Inschrift am Edelsitz Wolfshof

In Wolfshof befand sich ein Edelsitz, der im ausgehenden 15. Jahrhundert verödete und um 1650 von Joachim Enzmilner, Freiherr von Windhag, dem damaligen Besitzer der Rosenburg wieder aufgebaut wurde. Ein Kupferstich-Darstellung und eine Beschreibung des Edelsitzes finden sich in der von Enzmilner in Auftrag gegebenen Topographia Windhagiana. 1992 wurde der Edelsitz in historisierend-romantischen Stil rekonstruiert. Gemeinsam mit Wanzenau und Etzmannsdorf am Kamp bildete Wolfshof die Heiligen drei Länder. Diese Bezeichnung erinnert daran, dass diese Orte im 16. Jahrhundert nicht wie zahlreiche andere Orte der Region der Reformation anhingen, sondern im katholischen Glauben verharrten.[4]
1938 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde der Marktgemeinde Gars am Kamp angeschlossen,[5] 1945 wurde sie zwar wieder selbstständig, 1971 jedoch neuerlich im Zuge der Gemeindezusammenlegungen ein Ortsteil der Marktgemeinde Gars am Kamp. Noch heute ist Wolfshof ein stark landwirtschaftlich geprägter Ort.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Wolfshof

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Linienbusunternehmen PostBus fährt die Haltestellen Wolfshof Ort und Wolfshof Abzweigung Ort an der Linie 895 (HornSt. Leonhard am Hornerwald) an. Der nächstgelegene Bahnhof der ÖBB ist Gars-Thunau. Seit 1995 fährt der Garser Bus, eine Initiative des Wirtschaftsvereins „Gars Innovativ“, jeweils dienstags und freitags Wolfshof, alle anderen Ortsteile und weitere Orte der Umgebung an, um Personen, die keinen PKW besitzen und keinen Anschluss an den ÖPNV haben, Einkäufe und Erledigungen in Gars am Kamp zu ermöglichen.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Kiennast: Chronik des Marktes Gars in Nieder-Oesterreich. Horn 1920, S. 150–151.
  • Franz Xaver Schweickhardt von Sickingen: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens. Viertel Ober-Manhardsberg. Bd. 1, Wien 1839, S. 243–245.
  • Wirtschaftsförderungsverein Gars Innovativ (Hrsg.): Etzmannsdorf, Wanzenau, Wolfshof. Landschaftsökologie und Leben in den Heiligen drei Ländern. Horn 2000. ISBN 3-9501180-0-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. a b Historisches Ortslexikon Niederösterreich (Memento vom 5. November 2010 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,2 MB), Teil 2, S. 41.
  3. Franz Xaver Schweickhardt von Sickingen: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens. Viertel Ober-Manhardsberg. Bd. 1, Wien 1839, S. 245–246. (Online-Version)
  4. Wirtschaftsförderungsverein Gars Innovativ (Hrsg.): Etzmannsdorf, Wanzenau, Wolfshof. Landschaftsökologie und Leben in den Heiligen drei Ländern. Horn 2000.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Horn. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Artikel zum Garser Bus im Magazin „Raum und Ordnung“ der NÖ Landesregierung (PDF-Datei; 14 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]