Wolmirsleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wolmirsleben
Wolmirsleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wolmirsleben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 57′ N, 11° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Salzlandkreis
Verbandsgemeinde: Egelner Mulde
Höhe: 77 m ü. NHN
Fläche: 16,91 km2
Einwohner: 1351 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 39435
Vorwahl: 039268
Kfz-Kennzeichen: SLK, ASL, BBG, SBK, SFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 89 365
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 18
39435 Egeln
Webpräsenz: www.wolmirsleben.de
Bürgermeister: Knut Kluczka (CDU)
Lage der Gemeinde Wolmirsleben im Salzlandkreis
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Wolmirsleben ist eine Gemeinde in der Börde, in der Mitte von Sachsen-Anhalt, direkt südwestlich von Magdeburg. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Egelner Mulde im Salzlandkreis.

Wolmirsleben, Luftaufnahme (2015)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

937 wurde der Ort als „Wilmersleve“ erstmals erwähnt. Der Flecken wurde von Otto I. an das Moritzkloster zu Magdeburg verschenkt.

1227 übereignete der Magdeburger Erzbischof Wolmirsleben an die Magdeburger Dompropstei. Diese verkaufte einen Teil des Landes an die Klöster Berge und Marienstuhl.

Der Dreißigjährige Krieg 1618–1648 brachte Not und Elend, wobei die Bevölkerung stark dezimiert wurde. In den Verträgen des Westfälischen Friedens wurde der Ort Brandenburg zugeschlagen.

1817 erfolgte der Bau der Chaussee von Wolmirsleben nach Atzendorf. 1849 begann die Erschließung der 1925 stillgelegten Braunkohlengrube „Sophie“. In der Folge des untertägigen Bergbaus entstanden die Seen (Bruchseen) in der Umgebung.

1888 wurde die Eisenbahnstrecke von Etgersleben zur Grube „Sophie“ eröffnet. Bis 1897 erfolgte die Verlängerung der Bahnstrecke bis nach Unseburg. Die Züge verkehrten auf dieser Strecke bis zum Zweiten Weltkrieg.

1944 wurde ein Barackenlager für 300 sogenannte Halbjuden errichtet. An ein zweites Lager für weitere 300 Häftlinge und Kriegsgefangene, die vornehmlich im Schacht IV von Neustaßfurt kriegswichtige Zwangsarbeit verrichten mussten, erinnert nichts mehr.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kriegsopferdenkmal (Ruhender Löwe) auf dem Friedhof der Gemeinde.
  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für fünf namentlich unbekannte Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl 2009 besteht der Rat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister.

Nach der Wahl 2014 gibt es diese Sitzverteilung: [2]

  • CDU: 6 Sitze
  • DIE LINKE: 3 Sitze
  • ohne Fraktion: 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein spitzbedachter silberner Turm mit Knauf und schwarzen Öffnungen.“

Der Gemeinderat beschloss 1991, den örtlichen Wasserturm ins Wappen aufzunehmen. Dies wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch realisiert, der auch das Genehmigungsverfahren veranlasste.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Nikolai
  • Mausoleum der Familie Schaeper
  • Wasserturm der Gemeinde (im Wappen zu sehen)
Wolmirsleben, Wasserturm, Luftaufnahme (2015)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolmirsleben lag an der Bahnstrecke Etgersleben–Förderstedt. Diese ist stillgelegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolmirsleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. http://www.wolmirsleben.de/gemeinderat/index.htm