Wolno-Nadeschdinskoje

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Dorf
Wolno-Nadeschdinskoje
Вольно-Надеждинское
Föderationskreis Ferner Osten
Region Primorje
Rajon Nadeschdinski
Oberhaupt Stanislaw Prochorow
Gegründet 1899
Frühere Namen Nadeschdinskoje
Bevölkerung 6694 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 30 m
Zeitzone UTC+10
Telefonvorwahl (+7) 42334
Postleitzahl 692481
Kfz-Kennzeichen 25, 125
OKATO 05 223 000 013
Website nadejdinskoe.ru
Geographische Lage
Koordinaten 43° 22′ N, 132° 0′ OKoordinaten: 43° 22′ 15″ N, 131° 59′ 30″ O
Wolno-Nadeschdinskoje (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Wolno-Nadeschdinskoje (Region Primorje)
Red pog.svg
Lage in der Region Primorje

Wolno-Nadeschdinskoje (russisch Во́льно-Наде́ждинское) ist ein Dorf (selo) in der Region Primorje in Russland mit 6694 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof

Der Ort liegt etwa 30 km Luftlinie nördlich des Regionsverwaltungszentrums Wladiwostok und 15 km westlich der Stadt Artjom. Er befindet sich am Flüsschen Schmitowka etwa 7 km oberhalb von dessen Mündung in die Amurbucht des Japanischen Meeres, die sich westlich der Murawjow-Amurski-Halbinsel erstreckt, an deren Spitze Wladiwostok liegt.

Wolno-Nadeschdinskoje ist Verwaltungszentrum des Rajons Nadeschdinski sowie Sitz der Landgemeinde Nadeschdinskoje selskoje posselenije. Zur Gemeinde gehören weiterhin die Dörfer Kiparissowo (13 km nordwestlich) und Prochladnoje (5 km südöstlich) sowie die 15 im Umkreis von bis zu 15 km, überwiegend in nordwestlicher Richtung liegenden Siedlungen De-Fris (benannt nach dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region tätigen niederländischen Unternehmer James Cornelius de Vries), Kiparissowo-2, Kljutschewoi, Mirny, Morskoi, Nowy, Rybatschi, Sapadny, Schmidtowka, Sima Juschnaja, Sirenewka, Solowei-Kljutsch, Steklosawodski, Tajoschny und Tonnel. Die größte Siedlung ist das fast unmittelbar östlich an Wolno-Nadeschdinskoje anschließende und fast ebenso große Nowy.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand in den 1890er-Jahren im Zusammenhang mit der Bau der Ussuribahn zwischen Chabarowsk und Wladiwostok, heute Teil der Transsibirischen Eisenbahn, um die Station Nadeschdinskaja. Als offizielles Gründungsjahr gilt 1899. Der Name ist vom russischen nadeschda für „Hoffnung“ abgeleitet; zunächst war nur die Bezeichnung Nadeschdinskoje in Gebrauch, später wurde Wolno- davorgesetzt, russisch etwa für „frei-“.

Am 9. April 1937 wurde das Dorf Verwaltungssitz eines zunächst nach ihm benannten Rajons, der jedoch bereits am 3. Mai 1937 den Namen Wladiwostokski rajon erhielt. Am 26. Februar 1940 wurde die Rajonverwaltung in das 12 km südöstlich an der Küste gelegene Tawritschanka verlegt, am 12. Januar 1944 in die Siedlung Rasdolnoje, knapp 20 km nördlich. Ab 1. Juni 1953 befindet sich die Verwaltung des seit 1963 wieder Nadeschdinski rajon genannten Rajons wieder in Wolno-Nadeschdinskoje.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 2185
1959 4193
1970 5096
1979 5076
1989 5975
2002 6765
2010 6694

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich an Wolno-Nadeschdinskoje verläuft die dort autobahnartig ausgebaute föderale Fernstraße A370 Ussuri. Nordöstlich zweigt deren neue Trasse in Richtung Wladiwostok ab, die bei De-Fris seit 2012 mit einer gut 4 km langen Brücke das nordöstliche, Uglowoi-Bucht genannte Ende der Amurbucht quert.

Im Ort liegt die Station Nadeschdinskaja der auf diesem Abschnitt 1897 eröffneten Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 9243 ab Moskau, 46 km vor dem Endbahnhof Wladiwostok). Seit 1962 ist die Strecke aus Richtung Wladiwostok elektrifiziert, seit 1963 von Nadeschdinskaja weiter in Richtung Ussurijsk. Bei der Station zweigt eine Nebenstrecke (nur Güterverkehr) nach Tawritschanka ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)