Woltersdorf (Wendland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Woltersdorf
Woltersdorf (Wendland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Woltersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 57′ N, 11° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüchow-Dannenberg
Samtgemeinde: Lüchow (Wendland)
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 28,05 km2
Einwohner: 1228 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29497
Vorwahl: 05841
Kfz-Kennzeichen: DAN
Gemeindeschlüssel: 03 3 54 025
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feuerwehrstraße 2
29497 Woltersdorf
Webpräsenz: www.luechow-wendland.de
Bürgermeister: Claudia Hennings
Lage der Gemeinde Woltersdorf im Landkreis Lüchow-Dannenberg
Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Brandenburg Landkreis Lüneburg Landkreis Uelzen Neu Darchau Hitzacker Göhrde gemeindefreies Gebiet Göhrde Damnatz Karwitz Zernien Gusborn Langendorf Dannenberg (Elbe) Jameln Lüchow Wustrow Luckau (Wendland) Küsten Waddeweitz Clenze Bergen an der Dumme Schnega Lübbow Woltersdorf Lemgow Prezelle Trebel Gorleben Gartow Höhbeck Schnackenburg gemeindefreies Gebiet GartowKarte
Über dieses Bild

Woltersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woltersdorf liegt im Wendland innerhalb des Naturpark Elbhöhen-Wendland. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Lüchow (Wendland) hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Woltersdorf besteht aus folgenden Ortsteilen:

  1. Klein Breese mit Bahnhof und Forsthaus Örenburg
  2. Lichtenberg
  3. Thurau
  4. Woltersdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bauarbeiten nahe dem Ortsteil Lichtenberg am Rande der Geestinsel des Öring wurden 1986 Bodenverfärbungen und Keramikscherben festgestellt. Ausgrabungen zwischen 1987 und 1993 brachten zahlreiche Steinwerkzeuge zutage, die auf ein Alter von 55.000 Jahren datiert und dem Neandertaler zugeordnet wurden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen prähistorischen Jagdplatz. Bei den Ausgrabungen fanden sich auch Spuren einer jüngeren Besiedlung des Areals. Es wurden Keramikscherben aus der jüngeren Bronzezeit, der vorrömischen Eisenzeit, der römischen Kaiserzeit und des Mittelalters gefunden. Die Funde von Lichtenberg befinden sich in der Sammlung der Urgeschichtsabteilung des Niedersächsischen Landesmuseums in Hannover.[2]

Auf die frühe Anwesenheit des Menschen in der Gegend um Woltersdorf weist auch der Fund eines etwa 50.000 Jahre alten Faustkeils hin. Ein weiteres Fundstück ist ein Goldring aus der älteren Bronzezeit (ca. 1100–1550 v. Chr.).

Zu Zeiten der germanischen Besiedlung bewohnte der Stamm der Langobarden das Gebiet rund um Woltersdorf. Nach der Völkerwanderung siedelten sich Slawen in diesem Gebiet in Rundlingsdörfern an, auf die die Bezeichnung Wendland zurückzuführen ist. Auf die slawische Besiedlung weist der „Götzenstein“ hin, der als Abbild eines Gesichts in die Feldkirche eingemauert wurde.

Woltersdorf wurde erstmals urkundlich im 14. Jahrhundert erwähnt. Die ältesten Namensformen waren Waltistorpe (1371), Wolterstorpe (1395) und schließlich Woltersdorf im Jahre 1450.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfgemeinschaftshaus mit integrierter Kapelle

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Klein Breese, Lichtenberg und Thurau eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Woltersdorf gehört zum Landtagswahlkreis 48 Elbe und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[4][5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Woltersdorf setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU 5 Sitze
  • SPD 1 Sitz
  • UL 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Kommunalwahl 2016:

  • CDU: 4 Sitze
  • UL: 4 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2016 wurde Claudia Hennings zur Nachfolgerin von Klaus Böttcher gewählt. Böttcher hatte das Amt 25 Jahre bekleidet.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldkirche Woltersdorf

In der Liste der Baudenkmale in Woltersdorf (Wendland) stehen alle Baudenkmale der Gemeinde Woltersdorf.

Sehenswürdigkeiten in und um Woltersdorf sind die Feldkirche und der Brautstein. Beide sind im Woltersdorfer Wappen dargestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 493 LüchowSchnackenburg führt direkt durch den Hauptort der Gemeinde sowie durch den Ortsteil Klein Breese.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Woltersdorf (Wendland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Stephan Veil: Vor 55.000 Jahren – Ein Jagdplatz früher Menschen bei Lichtenberg, Ldkr. Lüchow-Dannenberg. Isensee Verlag, Oldenburg 1995. ISBN 3-89598-274-1.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 233.
  4. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF; 87 KB)
  5. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF; 200 KB)
  6. http://www.luechow-wendland.de/desktopdefault.aspx/tabid-5759/
  7. http://www.ejz.de/ejz_50_111187808-28-_Claudia-Hennings-CDU-macht-das-Rennen---Wahlgewinner-UL-nur-in-der-Opposition.html
  8. Elke Meyer-Hoos: Chronologie einer Denunziation. In: Das Hakenkreuz im Saatfeld, Museum Wustrow, 1997, S. 255 ff, ISBN 3-926322-24-1.
  9. Elbe-Jeetzel-Zeitung: Die Elektropop-Band Hundreds lebt seit zwei Jahren in Woltersdorf und verrät im Interview, warum sie erst jetzt ihr erstes Konzert im Wendland gibt. In: Elbe-Jeetzel-ZeitungElbe-Jeetzel-Zeitung. Abgerufen am 16. Oktober 2016.