Wolzhausen

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Wolzhausen
Gemeinde Breidenbach
Ehemaliges Gemeindewappen von Wolzhausen
Koordinaten: 50° 52′ 1″ N, 8° 28′ 25″ O
Höhe: 331 m ü. NHN
Fläche: 5,25 km²[1]
Einwohner: 660
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35236
Vorwahl: 06465
Luftaufnahme von Wolzhausen
Luftaufnahme von Wolzhausen

Wolzhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Breidenbach im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt nördlich von Quotshausen und nordwestlich von Silberg. Er ist über die die Landesstraße 3049, die in Breidenbach in die Bundesstraße 253 mündet, zu erreichen. Es befindet sich eine Grundschule im Ort sowie zwei Spielplätze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolzhausen wurde im Jahre 1334 unter dem Namen Wolkoldishusen erstmals urkundlich erwähnt.[1]

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Wolzhausen, im Rahmen der Gebietsreform in Hessen, kraft Landesgesetz in die Gemeinde Breidenbach eingegliedert.[2][3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Wolzhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1577: 22 Hausgesesse
• 1630: 24 Hausgesesse (5 zweispännige, 15 einspännige Ackerleute, 4 Einläuftige)
• 1677: 18 Männer, 2 Witwen, 3 Jungmannschaften, 12 ledige Mannschaften
• 1742: 37 Haushalte
Wolzhausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 1967
Jahr  Einwohner
1791
  
342
1830
  
305
1834
  
326
1840
  
341
1846
  
336
1852
  
344
1858
  
315
1864
  
291
1871
  
299
1875
  
303
1885
  
287
1895
  
317
1905
  
335
1910
  
358
1925
  
395
1939
  
419
1946
  
629
1950
  
629
1956
  
591
1961
  
626
1967
  
729
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1791:[5]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1830: 305 evangelische Einwohner
• 1885: 287 evangelische Einwohner
• 1961: 518 evangelische, 86 römisch-katholische Einwohner

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1867: Erwerbspersonen: 72 Landwirtschaft
• 1961: Erwerbspersonen: 103 Land- und Forstwirtschaft, 164 produzierendes Gewerbe, 24 Handel und Verkehr, 24 Dienstleistungen und Sonstiges.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist überwiegend evangelisch geprägt. Es gibt eine evangelische Kirche, eine Freie evangelische Gemeinde und eine weitere Freikirche.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold zwei schwarze Pfähle, in der Mitte belegt mit einem rechtsschrägen bzw. linksschrägen roten Wolfshaken, zusammen ein „W“ bildend.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wolzhausen gibt es einen Jugendclub, eine Bücherei, einen Jugendchor, die Freiwillige Feuerwehr Wolzhausen, eine Jagdgenossenschaft, einen Männergesangsverein und zusammen mit Quotshausen einen CVJM.

Bis etwa in die Mitte der 1990er Jahre hatte Wolzhausen einen eigenen Fußballverein. Der zugehörige Tennenplatz wird noch immer von einem anderen Breidenbacher Fußballverein für Training und Spiele genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Wolzhausen unter anderem ein Betonwerk, mittelständische Unternehmen wie z. B. einen Hersteller von Lasermessgeräten. Außerdem gibt es einen Handel für Rasenmäher, eine Gaststätte, ein Autohaus, Auto-Reparatur und Auto-Lackierung.

Verkehr

Der Haltepunkt Wolzhausen lag an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt und abgebaut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Wolzhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 5. Juli 2017). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 15 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 190, 284 (online bei HathiTrust’s digital library).
  6. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 430 (online bei Google Books).
  7. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 416 (online bei Google Books).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]