Women Airforce Service Pilots

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WASP-Pilotin Elizabeth L. Gardner in einem B-26 Marauder Bomber

Die Women Airforce Service Pilots, kurz WASP, war eine Gruppe ziviler weiblicher Piloten, die während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt wurden, um unter Leitung der US-Luftwaffe Militärflugzeuge zu überführen.

Die WASP wurde 1942 unter der Aufsicht der Lufttransportkommandos der Air Force als Women’s Auxiliary Ferrying Squadron gegründet. Amerikanische Pilotinnen sollten Flugzeuge von den USA nach Großbritannien überführen, wo sie dann den Air-Force-Piloten für Kampfeinsätze übergeben wurden. Dadurch sollten mehr männliche Kampfpiloten für Kampfeinsätze zur Verfügung stehen. Die Idee zu dieser Einheit wurde von der Pilotin Jacqueline Cochran eingebracht, jedoch zunächst abgelehnt. Erst ein Vorstoß von William Henry Tunner, dem Kommandierenden Offizier der im Aufbau begriffenen US-Lufttransporteinheiten, der Ferrying Division, ermöglichte den Aufbau und Einsatz einer weiblichen Pilotengruppe, die schlechter bezahlt wurde und strikt auf Inlandseinsätze begrenzt war, vor allem auf Überführungsflüge von neuen Maschinen aus den Fabriken zu den Militärflughäfen innerhalb der USA. Dort wurden die Maschinen von männlichen Piloten übernommen und ins Ausland bzw. zum Kampfeinsatz weitergeflogen[1]. 1943 wurde die Leitung des Unternehmens an Jacqueline Cochran übergeben und das Überführungsgeschwader in WASP umbenannt.

Von 1942 bis Dezember 1944 wurden 1830 Frauen zu den WASP-Lehrgängen zugelassen. 1074 bestanden die Ausbildung. Die Pilotinnen des WASP überführten insgesamt 12.650 Flugzeuge von 77 verschiedenen Typen und legten dabei über 60 Millionen Flugkilometer zurück. 38 Pilotinnen kamen ums Leben, 27 davon im Einsatz und 11 beim Training. Die höchste Anzahl von aktiven Pilotinnen betrug 303, während zur gleichen Zeit 8000 männliche Piloten Dienst taten.[2]

Am 1. Juli 2009 ehrten Präsident Barack Obama und der Kongress der USA die Mitglieder der WASP mit der goldenen Medaille des Kongresses für den Dienst an ihrem Land.[3]

Die britische Royal Air Force betrieb mit der Air Transport Auxiliary eine ähnliche Organisation, in der jedoch nicht nur Frauen, sondern auch Männer Dienst leisteten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Byrd H. Granger: On Final Approach. The Women Airforce Service Pilots of W. W. II. Falconer, Scottsdale AZ 1991, ISBN 0-9626267-0-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Women Airforce Service Pilots – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William H. Tunner, Over the hump. New York : Duell, Sloan, and Pearce 1964 (Nachdruck mit neuem Vorwort Air Force History and Museums Program 1998, Kap. 2 Ferrying Division, S. 35 ff.)
  2. Tunner, Over the hump, Kap. 2, Ferrying Division, S. 39
  3. Women Airforce Service Pilots Congressional Gold Medal (PDF-Datei; 128 kB) United States Government Information