Worble

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Worble
Mündung der Worble in die Aare

Mündung der Worble in die Aare

Daten
Gewässerkennzahl CH: 544
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Ursprung auf der Gemeindegrenze von Schlosswil und Konolfingen
46° 54′ 28″ N, 7° 36′ 4″ O
Quellhöhe 713 m ü. M.[1]
Mündung Bei Worblaufen in die AareKoordinaten: 46° 58′ 35″ N, 7° 27′ 52″ O; CH1903: 601974 / 202825
46° 58′ 35″ N, 7° 27′ 52″ O
Mündungshöhe 489 m ü. M.[2]
Höhenunterschied 224 m
Länge 15,3 km[1]
Einzugsgebiet 69,8 km²[2]
Abfluss am Pegel Ittigen[3]
AEo: 60,5 km²
Lage: 1,4 km oberhalb der Mündung
NNQ (1998)
MNQ 1989–2013
MQ 1989–2013
Mq 1989–2013
MHQ 1989–2013
HHQ (2006)
250 l/s
670 l/s
1 m³/s
16,5 l/(s km²)
1,46 m³/s
41 m³/s
Kleinstädte Worb, Ostermundigen, Ittigen
Gemeinden Konolfingen, Schlosswil, Vechigen, Stettlen, Deisswil, Bolligen

Die Worble ist ein rund 15 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Aare, welcher das Berner Mittelland durchfliesst und dem Worblental seinen Namen gibt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Worble entspringt in einer Höhe von 713 m ü. M. auf der Gemeindegrenze von Schlosswil und Konolfingen auf, fliesst durch die Gemeinden Worb, Vechigen, Stettlen, Ostermundigen sowie Bolligen und mündet bei Worblaufen in der Gemeinde Ittigen auf 489 m ü. M. in die Aare.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1350 kauften die Herren von Worb von den Besitzern des Bigletals für zwei „schwarze Ochsen“ das Recht, so viel Wasser vom Biglenbach abzuleiten, wie durch ein grosses Sieb ging. Dank einer Verbindung zum Enggisteinbach und der Umleitung über den Schloss-Stalden in Worb mit hohem Gefälle konnten mehrere Betriebe die Wasserkraft nutzen. Der Enggisteinbach mündet unterhalb Worb in die Worble.

Im Jahr 2007 überschwemmte die Worble Teile von Worb, worauf die Gemeinde Worb 2010 Hochwasserschutzmassnahmen im Umfang von 16,8 Mio CHF beschloss.[4]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Anfang 20. Jahrhundert wurde die Wasserkraft der Worble von der Papiermühle in Ittigen, dem Hammerwerk Müller wie auch der Pulverstampfe in Worblaufen wirtschaftlich genutzt. Das alte Mühlerad wurde durch eine Turbine ersetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gewässernetz im WebGis Geoinformationssystem des Kantons Bern
  2. a b Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  3. Messstation Ittigen 2013 (PDF) Bundesanstalt für Umwelt BAFU
  4. Artikel Der Bund vom 22. Januar 2010, http://www.derbund.ch/bundprint/Neues-Bett-fuer-die-Worble-soll-Dorf-vor-Hochwasser-schuetzen/story/12958468