Wotische Sprache

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Wotisch (vad’d’a tšeeli)

Gesprochen in

Russland
Sprecher 15[1]
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-1

ISO 639-2

vot

ISO 639-3

vot

Dörfer mit wotischsprachiger Bevölkerung 1943 (rot), 1915 (rot & violett) und 1848 (rot, violett & dunkelgelb) neben ischorischen (ingrischen) Dörfern 1943 (blau) und finnischen Dörfern 1943 (grün) in der Oblast Leningrad, Kingiseppski Rajon. Karte des Linguarium-Projektes der Lomonossow-Universität (russisch).

Die wotische Sprache ist eine vom Aussterben bedrohte Sprache der finno-ugrischen Sprachfamilie.

Die Woten, die ursprünglichen Sprecher dieser Sprache, sind die zweite Bevölkerungsgruppe in Ingermanland im heutigen Russland neben den Ingriern. Laut den Angaben von H. Heinsoo aus dem Jahre 1989, von dem die letzten Daten über diese Sprache stammen, gaben 112 Menschen bei der Volkszählung in Russland an, diese Sprache zu sprechen. Die Eigenbezeichnung ist vad’d’alain, deren Bedeutung und Ursprung man nicht kennt.

Man kennt vier Hauptdialekte dieser Sprache, die aber zum Großteil schon ausgestorben sind:

  • Westwotisch
  • Kukkusi-Wotisch (ausgestorben)
  • Ostwotisch (ausgestorben in den 1960er Jahren)
  • Krewinisch in Südlettland (ausgestorben im 19. Jahrhundert)

Es existiert keine Schriftsprache.

Sprachlich ist Wotisch am nächsten mit dem Estnischen verwandt. Wotisch gehört zur südlichen Gruppe der ostseefinnischen Sprachen innerhalb der finno-ugrischen Sprachen und weist deren typische Merkmale auf.

Wotisch verfügt über vierzehn Kasus und als Besonderheit innerhalb der finno-ugrischen Sprachen sechs Tempora, darunter das für finno-ugrische Sprachen völlig untypische Futur.

In der Phonetik des Wotischen fällt auf, dass es zwar sehr reich an Diphthongen ist, aber ein vergleichsweise schwach ausgebildetes Konsonantensystem aufweist, insbesondere der Mangel an stimmhaften Frikativen. Demgegenüber fällt die Häufigkeit von š und auf, die das Ergebnis einer wotischen Lautverschiebung ist. Dabei wurde beispielsweise ostseefinnisches k vor e, ä und i zu , vgl. finnisch kenkä, mäki, kieli, wotisch tšentšä, mätši, tšeeli.

Während andere finno-ugrische Sprachen wie beispielsweise das Wepsische den Stufenwechsel nahezu aufgegeben haben, hat sich dieser im Wotischen nicht nur erhalten, sondern auch noch weiterentwickelt.

Der Wortschatz des Wotischen weist starke Einflüsse aus dem Russischen auf.

Phonologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vokale und Diphthonge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wotische verfügt über 10 Vokale (angegeben in UPA-Lautschrift). Der geschlossene Zentralvokal kommt nur in russischen Lehnwörtern vor.[2]

Vokale der Wotischen Sprache[2]
vorne zentral hinten
ungerundet gerundet
geschlossen i ü u
halboffen e ö o
offen ä a

Wotisch weist viele Diphthonge[3], aber keine Triphthonge auf.[4]

Luuditsa-Wotisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luuditsa-Dialekt des Wotischen unterscheidet hingegen zwischen 12 Vokalen (angegeben in UPA-Lautschrift). Durch Einflüsse des angrenzenden Ischorischen kam es in den Sprechern der letzten Generation zu einer Verschiebung des ɨ, nur aufkommend in russischen Lehnwörtern, zu i.[4]

Vokale des Luuditsa Dialektes[4]
vorne hinten
ungerundet gerundet ungerundet gerundet
geschlossen i ü (ɨ) u
halbgeschlossen e ö õ o
halboffen ə ə̂
offen ä a

Der Luuditsa-Dialekt unterscheidet nicht zwischen Diphthongen und Vokalpaaren, welche von einer Silbengrenze separiert werden.[4]

Verben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finite Verben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das System finiter Verbformen in der Wotischen Sprache[5]
Polarität Affirmativ Negativ
Tempus↓ Modus → Indikativ Konditional Imperativ Indikativ Konditional Imperativ
Präsens 1SG 1PL 1SG 1PL 1SG 1PL 1SG 1PL
2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL
3SG 3PL 3SG 3PL 3SG 3PL 3SG 3PL 3SG 3PL 3SG
Imperfekt 1SG 1PL 1SG 1PL
2SG 2PL 2SG 2PL
3SG 3PL 3SG 3PL
Perfekt 1SG 1PL 1SG 1PL 1SG 1PL 1SG 1PL
2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL 2SG 2PL
3SG 3PL 3SG 3PL 3SG 3PL 3SG 3PL
Plusquamperfekt 1SG 1PL
2SG 2PL

Die Konjugation Wotischer finiter Verben basiert auf Tempus, Modus, Person, Numerus und Polarität.[6]

Nicht-finite Verben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infinite Verben haben keine Polarität im Wotischen. Die infiniten Formen sind Infinitiv und Supinum (in Infinitivkonstruktionen) und aktive und passive Formen des Partizip Perfekts. Der Gebrauch nicht-finiter Klauseln im Partizip ist sehr begrenzt, stattdessen werden häufiger finite Relativsätze verwendet. Es gibt keine negativen Formen für nicht-finite Verben.[7]

Die Markierungen des ersten Infinitivs und des aktiven Partizips werden mit dem Stamm-finalen Konsonanten assimiliert.[8]

Markierungen infiniter Formen im Partizip Perfekt[9][8]
Form Morphem(e) Beispiel
Erster Infinitiv / „TA Infinitiv“ -a/-ä, -ā/-ǟ, -vvə̑/-vvə, jjə und

-ta/-tä (oder -tə̑/-tə)

tahto-a („wollen“)
Zweiter Infinitiv / Supinum / „MA Infinitiv“ -mā(sē̮)/-mǟ(sē) (oder -ma/-mä) tahto-ma („wollen“)
Partizip Perfekt aktiv -(n)nu/-(n)nü vii-nü („tragen“)
Partizip Perfekt passiv -(t)tu/-(t)tü tuл-tu („kommen“)

Der erste Infinitiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westwotischen wird der erste Infinitiv mit -a/-ä, -ā/-ǟ, -vvə̑/-vvə, jjə und -ta/-tä (oder -tə̑/-tə) markiert, z. B.: üpätä (“springen”), süvvä (“essen”).[9][8]

Im Ostwotischen wird der velare Stop -G zusätzlich hinzugefügt, z. B.: sȫäG (“essen”).[9]

Der erste Infinitiv drückt sowohl das gleichzeitige Geschehen einer Handlung aus als auch die Art, in der die Handlung stattfindet, z. B.: elǟzä en e̮лe̮ nähnü nī üvǟ lehmǟ (“während ich gelebt habe”).[9]

Generell stimmt die Verwendung des ersten Infinitivs mit der im Estnischen überein. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen der erste Infinitiv im Wotischen verwendet wird und der zweite im Estnischen, z. B.: aлke̮ tšüsüä (“er fing an zu fragen”).[9]

Der erste Infinitiv kann dekliniert werden. Das Auftreten des Infinitivs im Inessiv ist sehr üblich, z. B.: nagrāza (“während dem Lachen”). Vor der Inessiv-Markierung wird bei Ein-Stamm Verben das Stammvokal verlängert oder -a/-ä wird zu -e-/-e̮- verändert in Zwei-Stamm Verben.[9]

Der zweite Infinitiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westwotischen wir der zweite Infinitiv/Supinum mit -mā(sē̮)/-mǟ(sē) (oder -ma/-mä) markiert. Der Suffix wird an den Vokal-Stamm des Verbs angehängt, z. B.: vāttamā (schauen).[10]

Typischerweise ist der zweite Infinitiv eigentlich der Illativ, z. B.: meni kaлā pǖtämǟ (“Er ging Fische fangen.”).[10]

Der zweite Infinitiv wird aber auch zusammen mit dem Inessiv, Elativ und Abessiv verwendet.[10]

Beispiele[10]:

  • Inessiv: isä on sȫmäzä (“Vater ist am Essen.”)
  • Elativ: tulin tšüntämässä (“Ich kam vom Pflügen.”)
  • Abessiv: ope̮n on sȫmättä (“Das Pferd ist ohne Essen.”)

Zusätzlich wird der zweite Infinitiv auch für den Partitivus cum Infinitivo verwendet. Der Gebrauch dieser Konstruktion ähnelt der Verwendung im dialektalen Estnisch.[10]

Beispiele[10]:

as eb‿näü tšävelemǟ (“Es scheint nicht so, als ob er gehen würde.”)

jue̮лti tuлe̮mā tuhkapǟn (“Es wurde gesagt, er würde am Montag kommen.”)

Negation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das negative Auxiliarverb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das negative Auxiliarverb kongruiert mit dem Subjekt im Bezug auf Numerus und Person, während das Hauptverb Tempus ausdrückt. Das negative Auxiliar wird als Kopf der negativen Phrase (NegP) über der „Tempus-Phrase“ (TP) generiert.[11] Das Hauptverb kann nicht nach T0 bewegen und die V-Features checken, aber das negative Hilfsverb blockiert die Bewegung des Hauptverbs nach Agr0 und dadurch gibt es keine Kongruenz zwischen dem Hauptverb und dem Subjekt. Anstelle vom Hauptverb bewegt sich das negative Auxiliar nach Agr0.[11]

Die Kategorie Modus ist beim negativen Auxiliar reduziert, da es nur Imperativ und Indikativ gibt.[12]

Das negative Auxiliar hat 6 Indikative Formen und 3 Imperative Formen.

Negatives Auxiliar im Indikativ[12]
Person Singular Plural
1 en emmə
2 eᴅ ettə
3 evɑ̈ᴅ

Es gibt eine negative Partikel eʙ, welche die lexikalisierte Form des negativen Auxiliars ist.

Negatives Auxiliar im Imperativ[12]
Person Singular Plural
2 elɑ̈ elka
3 elko -

Verwendung von Negation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle negativen Verbformen werden analytisch gebildet mit einer persönlichen Form des negativen Auxiliarverbs und einer bestimmten Form des lexikalischen Verbs.[13]

Standard Konstruktion der Negationsformen[14]
Modus und Tempus 1SG 3PL
Präsens Indikativ en + Indikativ Konnegativ evɑ̈ᴅ + Indikativ Konnegativ
Indikativ Imperfekt en + aktiv Partizip evɑ̈ᴅ + passiv Partizip
Indikativ Perfekt en ē̮ + aktiv Partizip evɑ̈ᴅ ē̮ + passiv Partizip
Konditional Präsens en + konditional Konnegativ evɑ̈ᴅ + 3PL Konditional Präsens
Konditional Perfekt en e̮lliz' + aktiv Partizip evɑ̈ᴅ e̮лtajz' + passiv Partizip

Alle Formen außer dem 1SG und 3PL unterscheiden sich von der Bildung der 1SG Form nur durch die Anpassung des negativen Auxiliars.[14]

Im Präsens Indikativ und im Konditional Präsens werden Person und Numerus am negativen Auxiliar ausgedrückt und Tempus und Modus am Hauptverb.[15]

Im negativen Präsens Indikativ wird der Stamm des Hauptverbs verwendet im Konnegativ.[15]

Im negativen Konditional Präsens wird das Hauptverb im konditionalen Konnegativ (3SG Konditional Präsens) verwendet mit der Ausnahme von der dritten Person Plural, für welche die Form der 3PL Konditional Präsens verwendet wird.[15]

Beispiele[15]:

siä ku tɑ̈tɑ̈ suva-jajsizi-ᴅ e-ᴅ jɑ̈ttɑ̈.jz'.
2SG wenn 3SG.PAR lieben-COND-2SG NEG-2SG verlassen-CNG.COND
‘Wenn du ihn lieben würdest, hättest du (ihn) nicht verlassen.’
ku minnua suva-ttajz' e-vɑ̈ᴅ jɑ̈te-ttɑ̈jz'.
3PL wenn 1SG.PAR lieben-COND.3PL NEG-3PL verlassen-COND.3PL
‘Wenn sie mich lieben würden, hätten sie (mich) nicht verlassen.’

Im negativen Indikativ Imperfekt, dem negativen Indikativ Perfekt und dem negativen Konditional Perfekt wird das Partizip des Hauptverbs verwendet. Für 3PL wird die passive Form des Partizips verwendet und für alle anderen Formen wird die aktive Form des Partizips benutzt.[15]

Zur Bildung des Perfekts wird zusätzlich zum Partizip und dem negativen Auxiliarverb auch noch die negative Form des Auxiliars e̮ллɑ („sein“) benötigt.[15] Tempus wird auch am Auxiliar e̮ллɑ („sein“) ausgedrückt.[16]

Der Imperativ hat 4 Formen in affirmativen und 3 in negativen Klauseln. Die Bedeutung der fehlenden Form wird stattdessen durch eine analytische Konstruktion mit dem Partikel лɑ („lassen“) ausgedrückt.[14] Die negativen Formen werden im Imperativ mit der entsprechenden imperativen Form des negativen Auxiliars und der imperativen Form des Hauptverbs mit gleicher Person und Numerus gebildet.[14]

Konstruktion der Negationsformen im Imperativ[16]
Modus und Tempus SG PL
2 Person Imperativ elɑ̈ + 2SG Imperativ elka + 2PL Imperativ
3 Person Imperativ elko + 3SG Imperativ -

Kasus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die typische finnische Opposition zwischen totalen und partiellen Objekten, in der totale Objekte mit Genitiv, Nominativ und Akkusativ markiert sind und partielle Objekte mit Partitiv markiert sind, ist neutralisiert in negativen Sätzen, da das Objekt in diesen immer mit Partitiv markiert ist.[17]

Negation in nicht-verbalen Klauseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Inklusions-, Attributions- und Lokativen Prädikationsklauseln ist die negative Form des Verbs e̮ллɑ („sein“) der einzige Unterschied zwischen der negativen und affirmativen Form.[18]

ē̮-mmə re̮bɑke̮-ᴅ.
1PL sein.PRS-1PL Fischer-PL.NOM
‘Wir sind Fischer.’
e-mmə ē̮ re̮bɑke̮-ᴅ.
1PL NEG-1PL sein.CNG Fischer-PL.NOM
‘Wir sind keine Fischer.’
kɑne tütö-ᴅ e̮л-лɑ лusti-ᴅ.
Diese Mädchen-PL.NOM sein-PRS.3PL schön-PL.NOM
‘Diese Mädchen sind schön.’
kɑne tütö-ᴅ e-väᴅ ē̮ лusti-ᴅ.
Diese Mädchen-PL.NOM NEG-3PL sein.CNG schön-PL.NOM
‘Diese Mädchen sind nicht schön.’
sǖmin on лɑvve̮-ллə.
Essen sein.PRS.3SG Tisch-ADALL
‘Das Essen ist auf dem Tisch.’
sǖmin e-ʙ ē̮ лɑvve̮-ллə.
Essen NEG-3SG sein.CNG Tisch-ADALL
‘Das Essen ist nicht auf dem Tisch.’

In existentiellen und possessiven Prädikationsklauseln wir das existentielle oder possessive Objekt unterschiedlich markiert in negativen und affirmativen Konstruktionen. Die Objekte werden mit Nominativ in der affirmativen Form markiert und mit Partitiv in der negativen Form.[19]

  • Existentielle Prädikation[19]:
mettse-z on kɑru.
Wald-INE sein.PRS.3SG Bär[NOM]
‘Im Wald gibt es einen Bär.’
mettse-z e-ʙ ē̮ kɑrru-ɑ.
Wald-INE NEG-3SG sein.CNG Bär-PAR
‘Im Wald gibt es keine(n) Bär(en).’
  • Possessive Prädikation[20]:
mi-ллə on ūs leh'm'ə.
1SG-ADALL sein.PRS.3SG neu[NOM] Kuh[NOM]
‘Ich habe eine neue Kuh.’
mi-ллə e-ʙ ē̮ ūttə leh'mɑ̈.
1SG-ADALL NEG-3SG sein.CNG neu.PAR Kuh.PAR
‘Ich habe keine neue Kuh.’

Nebensätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In wotischen Nebensätzen wird die Standard Negationsstrategie verwendet. In finiten Nebensätzen sind negative Formen gleich wie in Hauptsätzen.[20]

Negative Antworten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist im Wotischen üblich eine Verbform zu verwenden für eine negative Antwort, jedoch nicht spezielle negative Adverbien oder Ausrufe.[21] Antworten ohne das Hauptverb sind möglich, allerdings steht dann meistens ein negatives Auxiliar vor der ganzen negativen Phrase. Antworten ohne das Hauptverb kommen vor, wenn das negative Auxiliar vor einem negativen Pronomen oder Adverb steht. In dem Fall kongruiert das Auxiliar entweder mit dem ausgelassenen Prädikat oder es hat die 3SG Form und wird als negative Partikel angesehen.[21]

Beispiele[21]:

tɑho-ᴅ tšɑ̄ju-ɑ?
wollen.PRS-2SG Tee-PAR
‘Möchten Sie etwas Tee?’
e-n tɑho.
NEG-1SG wollen.CNG
‘Nein.’ (lit. „Ich möchte keinen“)
kuzɑ siɑ̈ e̮li-ᴅ?
wo 2SG sein.IMPF-2SG
‘Wo warst du?’
e-n kuzzɑ.
NEG-1SG wo.NEG
‘Nirgendwo.'

Interrogativadverbien und -Pronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interrogativpronomen[22]:

  • Mikɑ̈ („Was“)
  • millɑ̈jn/miltɑ̈jn („Welche/s/r“)
  • tšen („Wer“)

Interrogativadverbien[22]:

  • ke̮ns („Wann“)
  • kuza („Wo“)
  • kuhe̮ („Wohin“)
  • kussə („Von wo“)

Interrogativadverbien und -Pronomen haben im Wotischen spezielle negative Formen, welche nur in negativen Sätzen in Verbindung mit dem negativen Hilfsverb auftreten und manchmal zusätzlich mit dem Hauptverb.[22] Diese Interrogativadverbien und -pronomen haben keine feste Stelle im Satz an der sie auftreten müssen, sie können sogar manchmal zwischen dem negativen Hilfsverb und dem Hauptverb auftreten.

Im Luuditsa Dialekt (welcher wahrscheinlich unter Einfluss der Ischorischen Sprache entstanden ist) des Wotischen können die negativen Formen der Interrogativadverbien und -Pronomen auf drei verschiedene Arten gebildet werden[23]:

  1. Gemination von Konsonanten im Stamm
  2. Die Addition oder Ersetzung des wortfinalen Vokals (mit) ɑ/ɑ̈
  3. Beibehaltung der gleichen Form für beide Polaritäten
Positive und negative Formen des Interrogativpronomen tšen („Wer“)[23]
Kasus und Markierung Positive Form Beide Polaritäten Negative Form
NOM (Ø) tšen tšenni
GEN (Ø) tšene tšene / tšenne
PAR (-tə/-ɑ/-ɑ̈) tšenɑ̈ tšettɑ̈
ILL (Ø) tšenne
INESS (-z) tšenez
ELA (-ssə) tšenessə
ADALL (ллə/-llə) tšellə tšellɑ̈
ABL (лtə/ltə) tšeltə tšeltɑ̈
TRA (-ssi) tšenessi
COM (-ka) tšene-kɑ tšene-kɑ / tšenne-kɑ

Die negativen Formen werden nicht anhand des „Stamm + Suffix“ Prinzips gebildet. Die Gemination dient als unabhängige morphologische Operation und nicht als morphophonologischer Prozess der mit dem Anhängen eines Suffixes einhergeht.

Abessive/Karitive Negation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Bedeutungen wie „ohne“ oder „un-“ auszudrücken, wurde in der Wotischen Sprache das Karitive Suffix -tojn verwendet, welches Adjektive aus Nomen und Verben deriviert.[24]

Beispiel: e̮nne̮tojn („unglücklich“) von e̮nni („Glück“/„Glücklichkeit“)

Dieses Suffix ist allerdings nicht mehr produktiv und kommt nur noch in einer begrenzten Anzahl von Adjektiven vor.

Die Abessive Form kann nur im Zusammenhang mit dem Supinum gebildet werden. Das abessive Suffix -ttə wird an die Markierung -mɑ/-mɑ̈ des Supinums angehängt, wobei der Vokal sich beim Supinum zu e oder verändern kann durch Vokalharmonie. Es ist jedoch üblicher den gleichen Inhalt mit der normalen Negationsstrategie wiederzugeben.[25]

Beispiel[25]:

kɑse pe̮лto on tšünte-me-ttə.
Dieses Feld sein.PRS.3SG pflügen-SUP-ABE
‘Dieses Feld ist nicht gepflügt.’ (lit. „ohne Plügung“)

In der gesprochenen Wotischen Sprache kommen Abessive Formen von Nomen nicht vor. Stattdessen wird eine Präpositionalphrase mit iлmə („ohne“) und der partitiven Form des Nomens verwendet.

Beispiel[24]:

nɑ̈mɑ̈ᴅ tuл-ti iлmə tɑ̈ttoj.
3PL kommen-IMPF.3PL ohne Vater.PL.PAR
‘Sie kamen ohne ihre Väter.’

Skopus der Negation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn die 3SG Form des negativen Auxiliars als negative Partikel verwendet wird, kann diese den Skopus der Negation eingrenzen (dies kommt durch Einflüsse vom Russischen). In Infinitiv Sätzen kann der Skopus eingegrenzt werden durch das Einfügen des Partikels vor dem Infinitiv.[26]

Negative Polaritätselemente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interrogativadverbien und -Pronomen, Adverbien wie ennɑ̈ („nicht mehr“), und Verben wie kehtɑmɑ („Lust haben etwas zu tun“), werden so gut wie nie in affirmativen Konstruktionen verwendet.[27]

Negative Konjunktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einfache Konjunktion[28]:

  • ni
  • e(p)-ku / e(p)-ko

Doppelte Konjunktion[28]:

  • ni … ni
  • e(p)-ko … e(p)-ko / e(p)-ku … e(p)-ku („weder … noch“)

Ni ist vom Russischen geliehen, die anderen beiden Formen sind original Wotisch.

Diese Konjunktionen drücken nicht alleine Negation aus, sondern sie müssen von der negativen Form des Verbs begleitet werden.

Ni (einfach und doppelt) kann verwendet werden um Infinitiv Sätze zu bilden und Sätze die aus koordinierenden Konjunktionen entstehen. Ni kann jedoch nicht verwendet werden um zwei Hauptprädikate zu verbinden.[29]

E(p)-ku / E(p)-ko funktionieren ähnlich, jedoch sind sie besonders da ihr erster Teil eigentlich das negative Hilfsverb ist, welches konjugiert wird. Außerdem können einfache und doppelte Konjunktionen mit diesen Formen Hauptprädikate verbinden. In diesem Fall ist das negative Auxiliar, welches das Hauptprädikat formt und ep-ku/ep-ko ist eine einfache Konjunktion. Als Alternative kann als erster Teil der doppelten Konjunktion interpretiert werden bei dem die Partikel ku/ko weggelassen wurde und die Konjunktion fungiert als das negative Auxiliar.[30]

Wenn die Konjunktion Subjekte voneinander trennt, kongruiert das negative Auxiliar normalerweise in Numerus und Person mit der Nominalphrase, die auf das Verb folgt und manchmal mit der Nominalphrase die dem Verb vorangeht. Wenn die Konjunktion Objekte voneinander trennt, kongruiert das negative Auxiliar mit dem Subjekt. Wenn der Satz kein Subjekt im Nominativ enthält, dann wird die 3SG Form des negativen Auxiliars verwendet.[31]

Die Partikeln ko und ku können weggelassen werden vom ersten Teil einer doppelten Konjunktion ohne Verlust der Bedeutung.[32]

Derivationelle Morphologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wotische Sprache ist reich an derivationellen Suffixen, da der grundlegende Derivations-Mechanismus die Suffigierung ist.[33] Eine weitere übliche Methode ist die Bildung von Komposita.[34]

Komposita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der gesprochenen Wotischen Sprache wird beim Großteil der Komposita die Verbindung der Wörter nicht strikt ausgeführt. Es gibt demnach Komposita wie rehenneüZ („Eingangshalle“), welche komplett verbunden sind und Komposita wie einä-re̮ukko („Heuhaufen“), in denen eine mentale Trennung der Wörter stattfindet.[34]

Komposita können aus mehr als zwei Teilen bestehen, z. B.: kuлta-sarvi-pe̮dra („goldener gehörnter Elch“).[34]

Nicht nur das komplexe Wort, sondern auch dessen individuelle Teile können ihre Form verändern/dekliniert werden. Normalerweise wird aber nur der letzte Teil verändert.[34]

Es findet auch oft Apokope (Abfall eines Auslauts) statt beim ersten Teil eines Kompositums, z. B.: raut-ampäD („Eisen Zähne“) (rauta = „Eisen“)[34]

Wörter, welche die Endung -n/-ne/-ne̮ im Nominativ haben und -zē/-zē̮ im Genitiv, haben den Konsonanten-stamm in einem Kompositum.[34]

Die Wörter die verbunden werden sind normalerweise im Nominativ, allerdings kann der erste Teil des Kompositums auch in einem anderen passenden Obliquus/schiefen Kasus vorkommen. So zum Beispiel in aigassaika („Jahr“), wo der erste Teil des Wortes im Elativ ist.[34]

Wörter die im Genitiv kombiniert werden sind auch relativ häufig, z. B.: rehenneüZ („Eingangshalle“).[34]

Auch wenn viele Komposita in der Wotischen Sprache nicht strikt zusammengefügt werden, gibt es aber manche Wörter die eindeutig verbunden sind, z. B.: e̮unappū („Apfelbaum“; e̮una + pū).[34]

Es gibt auch Wörter, bei denen es den Sprechern nicht mehr oder nur teilweise bewusst ist, dass sie aus mehreren Teilen bestehen, z. B.: ähüpǟ („Bereich oben auf dem Ofen“ (obere Oberfläche)) → ahjo („Ofen“) + („Kopf“, „Ende“)[34]

Transpositionelle Derivation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adverbien der Art und Weise abgeleitet aus[34]
Adjektiv
Morphem Beispiel
-ssi kehno → kehnossi

(miserable, poor → miserably, poorly)

-ttā saлamittā

(secretly)

Nomen abgeleitet aus[34]
Adjektiv Verb
Morphem Beispiel Morphem Beispiel
-uZ/-üZ nōri → nōruZ

(jung → Jugend)

-me/-me̮ ve̮ttā → ve̮ttimē̮

(nehmen → Schlüssel)

-eлmo/-e̮лmo ahaZ → ahe̮лmo

(eng → eine enge Stelle)

-e/-e̮

(mit „G“ am Ende des Suffix im Ostwotischen)

tiлkkua → tiлke̮

(tropfen → Eiszapfen)

-o mahsā → mahso

(bezahlen → Bezahlung)

-u/-ü nagrā → nagru

(lachen → Gelächter)

-ri jōmā → jōmari

(trinken → Säufer)

-eлmo/-e̮лmo katke̮mā → kadge̮лmo

(abbrechen → Bruchstück)

Verben abgeleitet aus[34]
Nomen Adjektiv
Morphem Anwendung Beispiel Morphem Anwendung Beispiel
-tta/-ttä für kausative Verben

abzuleiten

api → avittä

(Hilfe → helfen)

-u-/-ü- für reflexive und intransitive

Verben abzuleiten

itšävä → itšävüä

(langweilig → sich langweilen)

-ttsā eлkko → eлkottsā

(Blüte → blühen)

-tta/-ttä für kausative Verben

abzuleiten

tühjä → tühjettä

(leer → entleeren)

Adjektive abgeleitet aus[34]
Nomen
Morphem Beispiel
-kaZ veri → verekaZ

(Blut → blutig)

-va/vä vätši → vätševä

(Stärke/Kraft → stark/mächtig)

-za rutto → ruttoza

(Schnelligkeit → schnell)

-in e̮лltši → e̮лtšin

(Stroh → aus Stroh gemacht)

-llin/llīn armo → armollin

(Gnade → gnädig)

-tō leipä → leivätō

(Brot → brotlos)

Diminuitiva und Superlative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diminuitiva[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nomen abgeleitet aus[34]
Nomen
Morphem Beispiel
-(i)kko tšiutto → tšiutikko

(Hemd → kleines Hemd)

-ikka sauna → saunikka

(Badehaus → kleines Badehaus)

-kke̮in tšivi → tšivikke̮in

(Stein → kleiner Stein)

-uD/-üD

(Verwendung vor allem in Volksliedern)

velli → vellüD

(Bruder → Bruder (dim.))

-ška/-ško

(abwertende/ humorvolle Anwendung; auch aus Verben ableitbar)

kantā → kandaška

(tragen → Schatz-bringender Goblin)

-jain лaukopäivä → лaukojain

(Samstag (Waschtag) → Waschfrau (dim.))

-o pojo

(Junge)

Superlative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Superlative werden gebildet wenn ein alliterativer Pseudoaffix vor einem Adjektiv steht.[34]

Z. B.: upi-ūsi („komplett neu“) ; puri-puhaZ („komplett sauber“)

Sonstige Derivationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adverb abgeleitet aus Adverb[34]
Morphem Beispiel
-lēʙ kuilēʙ (irgendwie)
Nomen abgeleitet aus Nomen[34]
Morphem Beispiel
-(u)Z/-(ü)Z/-Z se̮rmi → se̮rmuZ

(Finger → Ring)

-лain/-läin sōmē̮ → sōmaлain

(Finnisch →ein Finne)

-llīn tšihla → tšihлollīn

(Verlobung → Verlobte(r))

-nikka kaлa → kaлanikka

(Fisch → Fischer)

-ntima/-ntimä

(=„Stief-“)

emä → emintimä

(Mutter → Stiefmutter)

-(i)kko tšēli → tšēlikko

(Zunge → Petze/Verräter)

-ri лammaZ → лampuri

(Schaf →Schafhirt)

-zikko kahtši → kahtšizikko

(Birke → Birkenwald)

Verben abgeleitet aus Verben[34]
Morphem Anwendung Beispiel
-e̮лe̮-/-ele- für frequentative Verben abzuleiten aber

der Affix drückt größtenteils nicht mehr frequentative Handlungen aus

se̮лe̮n

(Ich niese)

-hta-/-htä- für momentane Verben abzuleiten örtšähtǟ

(aufwachen)

-tta/-ttä für kausative Verben abzuleiten tiлkkua → tiлkuttä

(tropfen → etwas tropfen lassen)

-goittā für kausative Verben abzuleiten se̮isue → se̮itagoittā

(stehen → jmd./etwas stoppen)

-u-/-ü- für reflexive und intransitive Verben anzuleiten te̮mmata → te̮mpaun

(ziehen → Ich werde gezogen)

Adjektive abgeleitet aus Adjektiven[34]
Morphem Beispiel
-(k)ke̮in ümpäri → ümmärke̮in

(ringsherum → rund)

-лain/-läin e̮ma → e̮maлain

(eigener/s → jemandem sein/ihr eigenes)

-mein/-me̮in takume̮in

(letzte(r))

-e̮a/-iä pimiä (dunkel)

ke̮rke̮a (hoch)

Wortstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die grundlegende Wortstellung im Wotischen ist SVO, sowohl in negativen als auch in affirmativen Konstruktionen. Die Wortfolge ist jedoch relativ frei, da sie aus Gründen der Informationsstruktur verändert werden kann.[35]

Adjektive stehen vor Nomen. Adverbien und Pronomen werden oft zwischen Teilen einer analytischen Verb Konstruktion eingefügt. In negativen Sätzen stehen Pronomen beispielsweise oft zwischen dem negativen Auxiliar und dem Hauptverb.[33]

In polaren Fragen mit dem -ko Klitikon steht das Verb normalerweise an erster Stelle, ohne Klitikon bleibt die Wortstellung jedoch gleich wie in affirmativen Sätzen.[36]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eberhard Winkler: Wotisch. (PDF; 113 kB). In Miloš Okuka (Hrsg.): Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens. Klagenfurt 2002. (= Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens 10).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Report for language code: vot. Ethnologue, abgerufen am 17. Oktober 2011 (englisch).
  2. a b Paul Ariste: A Grammar of the Votic Language. Band 68. Indiana University Publications, 1968, S. 1 f. (theswissbay.ch [PDF]).
  3. Paul Ariste: A Grammar of the Votic Language. Hrsg.: Indiana University Publications. Band 68, 1968, S. 2–4.
  4. a b c d The Oxford guide to the Uralic languages (= Oxford guides to the world's languages). Oxford University Press, Oxford 2022, ISBN 978-0-19-876766-4, S. 331.
  5. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Negation in Uralic Languages (= Typological Studies in Language). John Benjamins Publishing Company, 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 490, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  6. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Negation in Uralic Languages (= Typological Studies in Language). John Benjamins Publishing Company, 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 489, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  7. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Negation in Uralic Languages (= Typological Studies in Language). John Benjamins Publishing Company, 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 498–499, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  8. a b c Elena Markus, Fedor Rozhanskiy: The Oxford Guide to the Uralic Languages. Hrsg.: Marianne Bakró-Nagy, Johanna Laakso, Elena Skribnik. 1. Auflage. Oxford University PressOxford, 2022, ISBN 978-0-19-876766-4, S. 340–341, doi:10.1093/oso/9780198767664.001.0001 (oup.com [abgerufen am 20. Oktober 2023]).
  9. a b c d e f Paul Ariste: A Grammar of the Votic Language. Band 68. Indiana University Publications, 1968, S. 76–77 (theswissbay.ch [PDF]).
  10. a b c d e f Paul Ariste: A Grammar of the Votic Language. Band 68. Indiana University Publications, 1968, S. 77–78 (theswissbay.ch [PDF]).
  11. a b Erika Mitchell: The morpho-syntax of negation and the positions of NegP in the Finno-Ugric languages. In: Lingua. Band 116, Nr. 3, März 2006, S. 228–244, doi:10.1016/j.lingua.2004.08.005 (elsevier.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  12. a b c Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 491, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  13. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in contemporary Votic. In: Negation in Uralic Languages (= Typological Studies in Language). John Benjamins Publishing Company, 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 489, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 20. Oktober 2023]).
  14. a b c d Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 493, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  15. a b c d e f Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 492, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
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  21. a b c Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 500, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  22. a b c Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 501, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  23. a b Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 502, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  24. a b Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 505, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  25. a b Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 504, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
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  28. a b Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 508, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
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  30. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 509 - 511, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  31. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 509–510, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  32. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages. In: Typological Studies in Language. Band 108. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 511, doi:10.1075/tsl.108.01 (benjamins.com [abgerufen am 16. Oktober 2023]).
  33. a b The Oxford Guide to the Uralic Languages. 1. Auflage. Oxford University PressOxford, 2022, ISBN 978-0-19-876766-4, S. 343, doi:10.1093/oso/9780198767664.001.0001 (oup.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  34. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t Ariste Paul: A Grammar of the Votic Language. Band 68. Indiana University Publications, 1968, S. 115–121 (theswissbay.ch [PDF]).
  35. Matti Miestamo, Anne Tamm, Beáta Wagner-Nagy: Negation in Uralic languages – Introduction. In: Negation in Uralic Languages (= Typological Studies in Language). John Benjamins Publishing Company, 2015, ISBN 978-90-272-0689-3, S. 494, doi:10.1075/tsl.108.01int (benjamins.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).
  36. The Oxford Guide to the Uralic Languages. 1. Auflage. Oxford University PressOxford, 2022, ISBN 978-0-19-876766-4, S. 343, doi:10.1093/oso/9780198767664.001.0001 (oup.com [abgerufen am 15. Oktober 2023]).