Wuppenau

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Wuppenau
Wappen von Wuppenau
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
BFS-Nr.: 4791i1f3f4
Postleitzahl: 9514
Koordinaten: 725850 / 262075Koordinaten: 47° 29′ 51″ N, 9° 6′ 32″ O; CH1903: 725850 / 262075
Höhe: 615 m ü. M.
Fläche: 12,1 km²
Einwohner: 1133 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 94 Einw. pro km²
Website: www.wuppenau.ch
Wuppenau

Wuppenau

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Wuppenau ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Das Pfarrdorf am Nollen besteht aus vielen Weilern.

Von 1803 bis 1970 bildeten die Ortsgemeinden Wuppenau, Heiligkreuz TG und Hosenruck die Munizipalgemeinde im Bezirk Münchwilen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuppenau liegt eingebettet in eine Hügellandschaft und weist eine geringe Einwohnerdichte auf. Neben dem Dorf Wuppenau gehören zahlreiche weitere Dörfer und Weiler zur Gemeinde: Welfensberg, Heiligkreuz, Gabris, Oberheimen, Leuberg, Hosenruck, Waldwies, Grub, Mörenau, Gärtensberg, Almensberg, Greutensberg, Secki und Remensberg.

Wegen des Aussichtspunktes Nollen, eines ehemaligen Triangulationspunktes mit Ausblick auf den Bodensee, sowie ein weites Alpenpanorama weist die Gemeinde einen gewissen überregionalen Fremdenverkehr auf. Die Kirchen Heiligkreuz und Welfensberg sowie die Kapelle Gärtensberg sind zudem für Hochzeiten beliebt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuppenau wurde 820 erstmals erwähnt als Wabbinauwa. Bereits im 9. Jahrhundert besass das Kloster St. Gallen in Wuppenau Güter. Wuppenau gehörte bis 1798 zum Berggericht, wobei zahlreiche Höfe, u. a. in Welfensberg, Teil des Freigerichts Thurlinden waren. Ab spätestens 1396 bis 1809 besass die Komturei Tobel die Kollatur der 1275 erwähnten Kirche. Nach der Reformation 1530 wurde Wuppenau schrittweise rekatholisiert; die Reformierten waren ab 1564 nach Neukirch an der Thur und seit 1714 nach Schönholzerswilen kirchgenössig. In der 1890 bis 1897 erbauten Kirche St. Martin befinden sich Teile der Ausstattung der Vorgängerkirche.[2]

In Wuppenau wurden Wiesen-, Acker- und Obstbau betrieben und der Wald bewirtschaftet, um 1860 eröffnete eine Käserei. 1878 bis 1914 bestanden sieben Stickereien, 1892 bis 1997 eine Strickerei und 1907 bis 1911 eine Schifflistickerei.[2]

1971 schlossen sich im Rahmen einer Gemeindereorganisation die Ortsgemeinden Wuppenau, Heiligkreuz und Hosenruck und die Munizipalgemeinde Wuppenau zur Einheitsgemeinde Wuppenau zusammen, die seit 2011 im Bezirk Weinfelden liegt. Um 2000 entstand ein Einfamilienhausquartier.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Wuppenau[3]
Bevölkerung der politischen Gemeinde[3]
1990 2000 2010 2018
Einheitsgemeinde 1002 1001 1035 1111
Bevölkerungsentwicklung bis 1970[2]
1850 1900 1950 1970
Munizipalgemeinde 1381 932 932 900
Ortsgemeinde 927 597 596 551

Von den insgesamt 1111 Einwohnern im Jahr 2018 waren 72 bzw. 6,5 % ausländische Staatsbürger.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wuppenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. a b c d Erich Trösch: Wuppenau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  3. a b 2000 T4 Wohnbevoelkerung ab 1850.xlsx und 2018_2017_1990_BevGmd.xlsx (Bevölkerung in ausgewählten Jahren, 1990, 2000, 2010, 2017-2018, Vorjahresveränderung). Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
  4. 2018_2015_BevGmd_Geschl_Nat.xlsx (Bevölkerung nach Geschlecht und Nationalität, 2015-2018) Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.