Wuppenau

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Wuppenau
Wappen von Wuppenau
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
Postleitzahl: 9514
BFS-Nr.: 4791 (Politische Gemeinde)
frühere BFS-Nr.: 4793 (Ortsgemeinde)
Koordinaten: 725850 / 262075
Höhe: 615 m ü. M.
Höhenbereich: 569–775 m ü. M.
Fläche: 12,12 km²  (Pol. Gemeinde)[1]
8,97 km² (Ortsgemeinde)[2]
Einwohner: 1111 (31. Dezember 2018)[3]
Einwohnerdichte: 92 Einw. pro km²
Website: www.wuppenau.ch
Wuppenau

Wuppenau

Lage der Gemeinde
Untersee (Bodensee)Bommer WeierEmerzer WeierBiessenhofer WeierHauptwiler WeierHoorbacher WeierRüütiweierHorberweierBodenseeKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk ArbonBezirk FrauenfeldBezirk KreuzlingenBezirk MünchwilenAffeltrangenAmlikon-BisseggBerg TGBirwinkenBischofszellBürglen TGBussnangErlen TGHauptwil-GottshausHohentannenKradolf-SchönenbergMärstettenSchönholzerswilenSulgen TGWeinfeldenWigoltingenWuppenauZihlschlacht-SitterdorfKarte von Wuppenau
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Wuppenau ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft[4] im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Das Pfarrdorf am Nollen besteht aus vielen Weilern.

Von 1803 bis 1970 bildeten die Ortsgemeinden Wuppenau, Heiligkreuz TG und Hosenruck die Munizipalgemeinde im Bezirk Münchwilen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuppenau liegt eingebettet in eine Hügellandschaft und weist eine geringe Einwohnerdichte auf. Neben den Ortschaften Wuppenau, Heiligkreuz und Hosenruck[4] gehören zahlreiche Weiler zur Gemeinde: Welfensberg, Gabris, Oberheimen, Leuberg, Waldwies, Grub, Mörenau, Gärtensberg, Almensberg, Greutensberg, Secki und Remensberg.

Wegen des Aussichtspunktes Nollen, eines ehemaligen Triangulationspunktes mit Ausblick auf den Bodensee, sowie ein weites Alpenpanorama weist die Gemeinde einen gewissen überregionalen Fremdenverkehr auf. Die Kirchen Heiligkreuz und Welfensberg sowie die Kapelle Gärtensberg sind zudem für Hochzeiten beliebt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuppenau wurde 820 erstmals erwähnt als Wabbinauwa. Bereits im 9. Jahrhundert besass das Kloster St. Gallen in Wuppenau Güter. Wuppenau gehörte bis 1798 zum Berggericht, wobei zahlreiche Höfe, u. a. in Welfensberg, Teil des Freigerichts Thurlinden waren. Ab spätestens 1396 bis 1809 besass die Komturei Tobel die Kollatur der 1275 erwähnten Kirche. Nach der Reformation 1530 wurde Wuppenau schrittweise rekatholisiert; die Reformierten waren ab 1564 nach Neukirch an der Thur und seit 1714 nach Schönholzerswilen kirchgenössig. In der 1890 bis 1897 erbauten Kirche St. Martin befinden sich Teile der Ausstattung der Vorgängerkirche.[5]

In Wuppenau wurden Wiesen-, Acker- und Obstbau betrieben und der Wald bewirtschaftet, um 1860 eröffnete eine Käserei. 1878 bis 1914 bestanden sieben Stickereien, 1892 bis 1997 eine Strickerei und 1907 bis 1911 eine Schifflistickerei.[5]

1971 schlossen sich im Rahmen einer Gemeindereorganisation die Ortsgemeinden Wuppenau, Heiligkreuz und Hosenruck und die Munizipalgemeinde Wuppenau zur Einheitsgemeinde Wuppenau zusammen, die seit 2011 im Bezirk Weinfelden liegt. Um 2000 entstand ein Einfamilienhausquartier.[5]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Heiligkreuz TG
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Hosenruck

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuppenau-blazon.svg

Blasonierung: In Rot auf schwebendem gelbem Neunberg ein nach links schreitender weisser Bär.[6]

Der Bär stammt vom Kloster St. Gallen, gehörte doch Wuppenau bis 1798 zum st. gallischen Berggericht. Die Farben sind diejenigen der Herren von Leuberg, deren Stammburg auf dem Gebiet der Gemeinde lag.[6]

Die Ortsgemeinde Wuppenau führte das Wappen seit 1953. Nachdem der Bildung der Einheitsgemeinde wurde das Wappen von der neuen Gemeinde weitergeführt.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Wuppenau[7]
Bevölkerung der politischen Gemeinde[7]
1990 2000 2010 2018
Einheitsgemeinde 1002 1001 1035 1111
Bevölkerungsentwicklung bis 1970[5]
1850 1900 1950 1970
Munizipalgemeinde 1381 932 932 900
Ortsgemeinde 927 597 596 551

Von den insgesamt 1111 Einwohnern der Gemeinde Wuppenau im Jahr 2018 waren 72 bzw. 6,5 % ausländische Staatsbürger. 368 (55,1 %) waren römisch-katholisch und 153 (22,9 %) evangelisch-reformiert. Die Ortschaft Wuppenau zählte zu diesem Zeitpunkt 668 Bewohner.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 bot Wuppenau 302 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 31,9 % in der Land- und Forstwirtschaft, 29,7 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 38,4 % im Dienstleistungssektor tätig.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiligkreuz ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wuppenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  2. Schweizerische Arealstatstik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive)
  3. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  4. a b c Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  5. a b c d Erich Trösch: Wuppenau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  6. a b c Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  7. a b Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 und Wohnbevölkerung der Gemeinden und Vorjahresveränderung. Kanton Thurgau, 1990–2018. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabellen; jeweils 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.