Wurmannsquick

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Wurmannsquick
Wurmannsquick
Deutschlandkarte, Position des Marktes Wurmannsquick hervorgehoben

Koordinaten: 48° 21′ N, 12° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 49,18 km2
Einwohner: 3520 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84329
Vorwahl: 08725
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 153
Marktgliederung: 93 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 30
84329 Wurmannsquick
Website: www.wurmannsquick.de
Erster Bürgermeister: Georg Thurmeier (CSU)
Lage des Marktes Wurmannsquick im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Der Marktplatz
Die Pfarrkirche St. Andreas

Wurmannsquick ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurmannsquick liegt in der Region Landshut inmitten typisch niederbayerischer Hügellandschaft etwa 6 km südlich von Eggenfelden, 20 km nördlich von Altötting, 25 km nordwestlich von Simbach und 19 km von der Kreisstadt Pfarrkirchen entfernt. Der Markt Wurmannsquick befindet sich direkt an der B 20 sowie sechs Kilometer vom nächstgelegenen Bahnhof an der Regionalbahnstrecke Passau–Mühldorf in Eggenfelden entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren 93 Ortsteile:[2]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Wurmannsquick wohnen laut Website 3.612 Bürger, davon 190 mit Zweitwohnsitz. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Ortsteile (jeweils nur Hauptwohnung):[3]

  • Wurmannsquick: 1.619 Personen
  • Hirschhorn: 672 Personen
  • Martinskirchen: 429 Personen
  • Hickerstall: 365 Personen
  • Rogglfing: 354 Personen
  • Langeneck: 189 Personen
  • Lohbruck: 174 Personen

Stand: 16. März 2017

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl eine frühere Besiedlung im 10. Jahrhundert vermutet wird, stammt der erste urkundliche Nachweis Purgmansgwike erst aus dem Jahre 1220. Damals war Wurmannsquick im Besitz der Wittelsbacher. Der Name ist eine Verbindung aus dem Personennamen Purgman und mittelhochdeutsch gewike (‚Wegscheide‘).

Im Jahre 1365 bekam Wurmannsquick von Herzog Stephan dem Älteren die niedere Gerichtsbarkeit und das Marktrecht verliehen. Das Recht des Wochenmarktes erhielt der Markt 1473 von Herzog Ludwig und Herzog Albrecht stattete ihn mit zwei weiteren Jahrmärkten aus. Der Ortsteil Hirschhorn wurde bereits 1165 urkundlich erwähnt und war Sitz einer Hofmark. Rogglfing war nachweislich 1190 Herrschaftssitz der Grafen von Ortenburg.

Am 3. Juni 1875 brannte der Markt fast völlig ab. Jedoch gelang den Bewohnern von Wurmannsquick in kürzester Zeit, den Markt in alter Größe und Schönheit wieder aufzubauen. Die Pfarrkirche St. Andreas wurde 1878 bis 1881 von Architekt Johann Baptist Schott erbaut.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hickerstall und Martinskirchen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Teile der aufgelösten Gemeinden Hirschhorn, Langeneck und Rogglfing hinzu.[5] Am 1. Mai 1978 wurden auch Teile der ehemaligen Gemeinde Lohbruck in den Markt Wurmannsquick eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 3306 auf 3563 um 257 Einwohner bzw. um 7,8 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 erbrachten folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2020[7] 2014
% Sitze % Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 43,00 7 27,61 4
Ländliche Wählergemeinschaft

Rogglfing-Martinskirchen-Langeneck

23,90 4 20,36 3
Aktive Bürger/ÖDP 33,10 5 17,09 3
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 10,97 2
Bürgerliste Gemeinde Wurmannsquick (BGW) 12,77 2
Wählergemeinschaft Hirschhorn 11,19 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Thurmeier (CSU) ist seit Mai 2014 Erster Bürgermeister.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Wurmannsquick COA.svg
Blasonierung: „In Silber ein widersehender, feuerspeiender grüner Lindwurm.“[9]

Wappenerklärung: Ein Lindwurm als falsch redendes Bild für den Namensbestandteil Wurm- (ältere Namensform: Purgmansgwike, aus dem Namen Purgman und dem Wort gewicke (mhdt. Wegscheide)) existierte bereits im Wappen auf dem ältesten Siegel (seit 1477 überliefert). Die Tingierung ist seit 1811 bekannt. Siegel und Wappen wurden verm. durch die niederbayerischen Herzöge verliehen.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neu gestalteter lang gestreckter Marktplatz
  • Neuromanische Kirche St. Andreas, eine helle Wandpfeileranlage mit Ziegelmauern aus dem Jahre 1881, renoviert im Jahre 2002. Ihre Ausstattung ist barock und modern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Renner (†): Altbürgermeister
  • Ludwig Watzinger: Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wurmannsquick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Wurmannsquick in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. www.wurmannsquick.de – Einwohnerzahlen. Marktgemeinde Wurmannsquick, 1. Juni 2010, abgerufen am 20. Mai 2018.
  4. https://web.archive.org/web/20160304025844/http://www.bistum-passau.de/lexikon/wurmannsquick
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.
  7. wahl.info: Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Wurmannsquick 2020 - Kandidaten & Ergebnisse. Abgerufen am 18. März 2020.
  8. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  9. Eintrag zum Wappen von Wurmannsquick in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Eintrag zum Wappen von Wurmannsquick in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte