Wurster Nordseeküste

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wurster Nordseeküste
Wurster Nordseeküste
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wurster Nordseeküste hervorgehoben
Koordinaten: 53° 47′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 181,75 km2
Einwohner: 17.102 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27639
Vorwahlen: 04705, 04741, 04742
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 061
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Westerbüttel 13
27639 Wurster Nordseeküste
Webpräsenz: www.wurster-nordseekueste.de
Bürgermeister: Marcus Itjen (parteilos)
Lage der Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven
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Wurster Nordseeküste (niederdeutsch Wuster Noordseeküst) ist eine zum 1. Januar 2015 gebildete Gemeinde im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Sie hat eine Fläche von 181,76 km² und fast 17.000 Einwohner. Damit ist sie nach der Stadt Cuxhaven und der ebenfalls am 1. Januar 2015 neu gebildeten Stadt Geestland die Kommune mit der dritthöchsten Einwohnerzahl im Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der neuen Gemeinde Wurster Nordseeküste sind:

  • Altendeich (niederdeutsch Olendiek)
  • Cappel (niederdeutsch Cappel)
  • Cappel-Neufeld (niederdeutsch Cappel-Neefeld)
  • Deichsende (niederdeutsch Dieksenn)
  • Dorum (niederdeutsch Dorum)
  • Dorum-Neufeld (niederdeutsch Dorum-Neefeld)
  • Hofe (niederdeutsch Hofe)
  • Hülsing (niederdeutsch Hülsen)
  • Kransburg (niederdeutsch Kraansborg)
  • Lewing (niederdeutsch Lewen)
  • Midlum (niederdeutsch Millm)
  • Misselwarden (niederdeutsch Misselwarden)
  • Mulsum (niederdeutsch Mulsen)
  • Niederstrich (niederdeutsch Nedderstreek)
  • Nordholz (niederdeutsch Noordholt)
  • Oberstrich (niederdeutsch Overstreek)
  • Padingbüttel (niederdeutsch Padingbüddel)
  • Rintzeln (niederdeutsch Ritzeln)
  • Rotthausen (niederdeutsch Rotthusen)
  • Scharnstedt (niederdeutsch Scharnst)
  • Schottwarden (niederdeutsch Schottwarden)
  • Spieka (niederdeutsch Spiek)
  • Spieka-Neufeld (niederdeutsch Spieker-Neefeld)
  • Wanhöden (niederdeutsch Wanhöden)
  • Wierde (niederdeutsch Wierde)
  • Wremen (niederdeutsch Wreem)
  • Wursterheide (niederdeutsch Wusterheid)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 2015 aus den Gemeinden Cappel, Dorum, Midlum, Misselwarden, Mulsum, Nordholz, Padingbüttel und Wremen gebildet.[2] Die Samtgemeinde Land Wursten, der alle Gemeinden außer Nordholz angehörten, wurde zum selben Termin aufgelöst. Hintergrund der Fusion war die Finanzschwäche der Gemeinden; es waren Liquiditätskredite in Höhe von 36,8 Millionen Euro aufgelaufen. Alle beteiligten Gemeinden hatten dem Zusammenschluss zugestimmt, der eine Senkung der Verwaltungskosten ermöglichen soll. Das Land Niedersachsen hatte zudem eine Zins- und Tilgungshilfe in Höhe von 27,6 Millionen Euro zugesagt. Die Verwaltung der neuen Gemeinde befindet sich teils in Dorum, teils in Nordholz.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten konfessionell gebundenen Einwohner gehören der evangelisch-lutherischen Kirche an. Die Gemeinden gehören zur Landeskirche Hannover. Die römisch-katholischen Christen gehören zum Dekanat Bremerhaven des Bistums Hildesheim. Die zuständige Pfarrei ist St. Marien, Cuxhaven. Daneben leben noch Angehörige von Freikirchen, islamische und konfessionslose Einwohner in der Gemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Wurster Nordseeküste besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[3] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. Januar 2015.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Marcus Itjen (parteilos).

Die erste Kommunalwahl vom 2. November 2014 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Wurster Nordseeküste ist Marcus Itjen (parteilos). Bei der Bürgermeisterstichwahl am 16. November 2014 wurde der von der CDU unterstützte Kandidat mit 67,08 % der Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat Sven Behncke (SPD) erhielt 32,91 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,45 %.[5] Itjen trat sein Amt am 1. Januar 2015 an.

Wappen, Flagge, Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Wurster Nordseeküste wurde aus einer Kombination der Wappenentwürfe von Dorum, Nordholz und Wremen entworfen.

Wappen von Wurster Nordseeküste
Blasonierung:Gespalten, vorne am Spalt in Gold ein halber rotbewehrter schwarzer Adler, hinten über grünem Schildfuß, darin ein aufrecht stehendes goldenes Kleeblatt, ein silberner Wellenbalken, in Rot eine silberne Tanne.“[6]
Wappenbegründung: Der halbe Adler, der sich in vielen friesischen Wappen findet, weist auf die Bedeutung des freien friesischen Land Wursten hin. Die Tanne als Sinnbild für Holz und Wald verweist auf den Ortsnamen der ehemaligen Gemeinde Nordholz, die mit der Samtgemeinde Land Wursten zur neuen Einheitsgemeinde zusammengeschlossen wurde. Der silberne Wellenbalken soll auf den Strand und den Badetourismus hinweisen. Das goldene Kleeblatt im grünen Schildfuß symbolisiert die fruchtbaren Marschen im Gemeindegebiet.
Flaggenbeschreibung
„In zwei gleichbreiten Bahnen von grün (oben) und weiß (unten) gestreift; in der Mitte das Wappen der Gemeinde Wurster Nordseeküste.“[6]
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel enthält das Wappen und die Umschrift „Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven“.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aeronauticum in Nordholz
Kutterhafen am Dorumer Tief in Dorum-Neufeld
Hafenansicht von Spieka-Neufeld
Panoramablick vom Leuchtturm Obereversand

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum für Wattenfischerei
  • Muschelmuseum Wremen
  • Deichmuseum Land Wursten

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krabben- und Fischspezialitäten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr

Die Ausfahrt Nordholz an der Bundesautobahn 27 befindet sich auf dem Gemeindegebiet.

Schienenverkehr

Die Gemeinde hat Bahnhöfe und Haltepunkte in den Ortschaften Wremen, Dorum und Nordholz an der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven.

Flugverkehr

Der Flughafen Cuxhaven-Nordholz oder auch SEA-AIRPORT ist ein kombinierter Marinefliegerstützpunkt und Zivilflugplatz für Flüge zu den Inseln in der Nordsee. Zudem ist neben dem Marinefliegerstützpunkt der Sonderlandeplatz Nordholz-Spieka ansässig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wurster Nordseeküste – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 1. Januar 2015
  4. Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2014, abgerufen am 1. Januar 2015
  5. Gesamtergebnis Bürgermeister-Stichwahl 2014 16.11.2014, abgerufen am 1. Januar 2015
  6. a b c § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Wurster Nordseeküste