Wurzelbrut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als Wurzelbrut, Wurzelschosse, Wurzelschösslinge, Wurzelsprosse[1], Wurzelaustrieb, Wurzelausschlag[2] oder Bodentrieb werden Pflanzentriebe bezeichnet, die aus Wurzelknospen[1], Adventivknospen an oberflächlich wachsenden Wurzeln, gebildet werden. Das Wachstum von Wurzelsprossen wird meist durch eine Störung im Wuchsstoffhaushalt ausgelöst. Nach einer Verwundung bilden die Hasel, Linden, die Rosskastanie und Ulmen Wurzelbrut, ohne Verwundung die Edelkastanie, die Espe, Erlen, Pappeln der Sektion Populus, Robinie, Speierling und Weiden. Nur eine geringe Neigung zu Wurzelbrut zeigen Berg- und Spitz-Ahorn, Eichen, Gemeine Esche, Rotbuche und Hainbuche.[3] Auch viele Feigensorten bilden willig Wurzelschösslinge, durch die sie sich leicht vermehren lassen. Im Obstbau neigen bestimmte Unterlagen zu Bodentrieben, was aber als störend empfunden wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 569.
  • Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. Morphologie, Anatomie, Taxonomie, Evolution. 2., erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2008, ISBN 978-3-937872-94-0, S. 351–352.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wagenitz: Wörterbuch der Botanik, S. 351–352
  2. Lexikon der Biologie auf spektrum.de
  3. Schütt et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten, S. 569