X-Men (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

X-Men ist eine Verfilmung der gleichnamigen Comics aus dem Jahr 2000. Regie führte Bryan Singer. Der Film wurde von 20th Century Fox produziert.

Handlung[Bearbeiten]

Rogue verfügt plötzlich über die Fähigkeit, durch Berührung die Persönlichkeiten, Erinnerungen und Kräfte anderer Menschen kurzzeitig zu absorbieren. Nachdem sie festgestellt hat, dass sie eine Mutantin ist, läuft sie von zu Hause weg und trifft bei ihrer Flucht in Kanada auf den Einzelgänger Logan, der geschärfte Sinne und die Fähigkeit besitzt, eigene Verletzungen in Sekunden zu heilen. Dazu ist sein Skelett vollständig mit einem schier unzerstörbarem Metall (Adamantium) überzogen und mit sechs ausfahrbaren Klauen bewaffnet. Logan kann sich aber nicht erinnern, wann und wo sein Skelett derart behandelt worden ist, noch hat er irgendeine Erinnerung an seine eigene Vergangenheit.

Rogue versteckt sich heimlich in Logans Fahrzeug und fährt mit ihm mit, als dieser wegen eines Streits aus einem Lokal geworfen wird. Als Logan die unerwünschte Mitfahrerin entdeckt, nimmt er sie im Wagen mit. Unterwegs werden die beiden von einem Mutanten namens Sabretooth angegriffen und können nur durch das Eingreifen der X-Men Cyclops und Storm gerettet werden. Beiden wird Professor X vorgestellt, der in seinem Institut für begabte Jugendliche jungen Mutanten hilft, ihre Kräfte besser zu verstehen und sie zu kontrollieren. Professor X ist davon überzeugt, dass hinter dem Angriff auf Rogue und Logan der Mutant Magneto steckt. Dieser sieht die Mutanten als Fortschritt der Evolution und "normale" Menschen als Gefahr für die Mutanten.

Magneto und seine Anhänger haben in der Zwischenzeit den US-Senator Kelly entführt, um an ihm eine Möglichkeit zur Aktivierung von Mutantenfähigkeiten zu testen. Magnetos Ziel ist es, die Führer der Welt bei einem UNO-Empfang in New York in Mutanten zu verwandeln, damit sich diese weltweit für eine Gleichberechtigung der Mutanten einsetzen sollen. Das Experiment ist erfolgreich, und der Senator (bisher eifriger Forderer von strengeren Gesetzen gegen Mutanten) wird selber ein Mutant, doch durch die künstlich herbeigeführte Mutation wird seine Zellstruktur instabil. Mit Hilfe seiner neuen Fähigkeiten gelingt es ihm zu fliehen. Als Mutant traut er sich allerdings nicht, sich in ein normales Krankenhaus zu begeben und sucht die X-Men auf, welche ihn medizinisch zu versorgen versuchen. Die künstlich herbeigeführte Mutation bei Menschen erweist sich jedoch als tödlich, und der Senator stirbt kurz darauf.

Ein weiteres Hindernis bei der Durchführung von Magnetos Plänen ist die Tatsache, dass der Gebrauch seiner Mutationsmaschine den Benutzer regelrecht aussaugt; daher hat Magneto beschlossen, seine Kräfte auf Rogue zu übertragen und sie damit die Maschine in Betrieb nehmen zu lassen. Um Rogue, die wegen ihrer Kräfte immer noch verunsichert ist, von den X-Men zu entfernen, bewegt Magneto seine Verbündete Mystique (welche sich in jede Gestalt verwandeln kann) dazu, Rogue unter falschen Behauptungen zur Flucht zu überreden. Die X-Men finden die ausgerissene Rogue später auf dem New Yorker Bahnhof wieder, wo sich auch Magneto mit seinen Leuten eingefunden hat. Während sich beide Lager bekämpfen, gelingt es Magneto trotz der Bemühungen der X-Men, Rogue zu entführen, indem er seine Kräfte benutzt, um Polizisten mit deren eigenen Waffen zu bedrohen. Professor X könnte Rogue nur retten, indem er die Polizisten opferte. Dies widerstrebt ihm, was Magneto als Schwäche auslegt.

Auf der Freiheitsstatue kommt es zum entscheidenden Kampf. Nachdem Magnetos Handlanger Toad und Sabretooth besiegt sind, können die X-Men gemeinsam Magnetos Plan vereiteln und Rogue befreien. Die X-Men übergeben Magneto der Justiz, der nun in einem speziellen Gefängnis vollkommen ohne Metall gefangen gehalten wird. Nur Mystique konnte entkommen, und man sieht sie später in der Gestalt von Senator Kelly im Fernsehen, wie dieser scheinbar seine eigenen Forderungen nach strengen Gesetzen gegen Mutanten bereut und widerruft. Logan wird von Professor Xavier zu einer angeblich verlassenen Basis am Alkali Lake geschickt, wo er sich Antworten über seine Vergangenheit erhofft, und mit dem Versprechen an Rogue, wieder zurückzukommen, verlässt Logan die Schule in Richtung Kanada.

Trivia und Kritiken[Bearbeiten]

  • Comic-Autor und Koproduzent Stan Lee hat im Film einen Cameo-Auftritt: Er spielt den Kunden eines Hot-Dog-Verkäufers am Strand.

Der Film bekam gute Kritiken und wurde ein großer Kinoerfolg. X-Men spielte allein in den Vereinigten Staaten über 157 Millionen US-Dollar ein, während er weltweit ein Gesamteinspielergebnis von fast 296 Millionen US-Dollar erzielte.[2] Durch den Erfolg ebnete er anderen Comicverfilmungen wie Spider-Man oder Hulk den Weg.

  • Carsten Baumgardt: „Eine werkgetreue Comic-Verfilmung gelang Regisseur Bryan Singer mit „X-Men“. Mutierte Superhelden kämpfen um den Fortbestand der Menschheit. […]“[3]
  • Moviepilot urteilt: „[…] Auf Seiten der Darsteller fährt Singer mit Bruce Davison, Patrick Stewart und Ian McKellen einiges an renomiertem Personal auf, das man in einer Comicverfilmung nicht unbedingt erwartet. Alle drei passen perfekt in ihre Rollen, Stewart und McKellen vermitteln viel Unterschwelligkeit in der Beziehung von Xavier und seinem alten Freund und Gegner Magneto, Davison überzeugt als Senator Kelly, der in seinem Vorhaben, die Mutanten anzuprangern, zwischen die beiden gerät. […]“ [4]

Weitere teilweise eher negative Filmkritiken:

  • Conny Crämer (CyberKino): „Der begnadete Shakespeare-Darsteller Patrick Stewart muss wohl unter Drogen gestanden haben, als er den Vertrag für einen solchen Film unterschrieben hat.“; Rüdinger Rapke (TV-Movie) 2000-18: „Die ersten beiden “Superman”- und “Batman”-Filme waren Sternstunden des Comic-Kinos. Das kann man von “X-Men” nicht behaupten. Stärken des Films sind Make-up, Masken und Effekte. Und wenn auch manche Optik stark verblüfft, kann sie nicht über die schwache Story hinwegtäuschen. Das Geheimnis des US-Erfolgs? Eine starke Fangemeinde und Marketing.“ oder Eric Stahl (TV Today) 2000-18: „Ein ebenso effektvolles wie kurzweiliges Heldenepos im XL-Format.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bryan Singer gewann einen Empire Award, Michael Kamen den BMI Film Music Award. Der Film war 2001 für zehn Saturn Award nominiert und bekam ihn in sechs Kategorien verliehen. Insgesamt gewann X-Men 11 Preise und war 21 Mal nominiert. Des Weiteren erhielt der Film eine IMP-Auszeichnung für das Filmposter.[6]

DVD und Fortsetzungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BMUKK – Altersfreigabe auf bmukk.gv.at
  2. Einspielergebnis für X-Men – Der Film. auf moviejones.de, abgerufen am 28. Februar 2013.
  3. Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion. auf filmstarts.de, abgerufen am 28. Februar 2013.
  4. X-Men – Der Film – Kritik. auf moviepilot.de, abgerufen am 28. Februar 2013.
  5. Kritiken laut Filmlexikon. auf film-lexikon.de, abgerufen am 28. Februar 2013.
  6. X-Men (2000). auf impawards.com, abgerufen am 28. Februar 2013.