Xaver Bayer

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Xaver Bayer (Wien 2008)

Xaver Bayer (* 5. Mai 1977 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Studium der Philosophie und Germanistik lebt Xaver Bayer als freier Schriftsteller in Wien. Im Jahr 2000 gründete er die Internetplattform Die Flut, eines der ersten digitalen Literaturkollektive, das online indes nur vom 25. Oktober 2000 bis 25. Dezember 2001 existierte.[1]

Neben seinen Romanen, Erzählungen und Theaterstücken hat Bayer diverse Texte zu künstlerischen Arbeiten verfasst, so zum Beispiel für Martha Jungwirth, G.R.A.M. und David Schnell; außerdem war er Co-Autor für das Drehbuch des Films Der Glanz des Tages von Rainer Frimmel und Tizza Covi, der unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde.

2012 wurde im Schauspielhaus Wien sein Text „Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen“, eine in einem einzigen Satz verlaufende Prosa, die einem niemals abreißenden Gedankenstrom nachempfunden ist, für das Theater adaptiert. Sein Text „In diesem Augenblick“ diente dem Nachwuchs-Komponisten Alexander Stankovski als Grundlage für ein konzertant-szenisches Hörstück, das im Rahmen von Wien Modern 2017 uraufgeführt und in einer radiophonen Fassung von Ö1 Kunstradio – Radiokunst 2018 erstgesendet wurde.[2]

Sein Erzählband Geschichten mit Marianne erhielt 2020 den mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis des Österreichischen Buchpreises. Die Jury-Begründung lautete: Von der Horrorgeschichte bis zur Fantasy-Szenerie: "Mit bösem, oft melancholischem Witz leuchtet Xaver Bayer die Angst-Räume unserer Zeit aus".[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Austropilot. Prosa und Lyrik aus österreichischen Literaturzeitschriften der 1970er-Jahre (Hrsg. v. Xaver Bayer u. Hanno Millesi, 2016) ISBN 978-3-903005-20-4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Brinkmann: Unbehagliche Welten. Wirklichkeitserfahrungen in der neuen deutschsprachigen Literatur, dargestellt anhand von Christian Krachts „Faserland“ (1995), Elke Naters „Königinnen“ (1998), Xaver Bayers „Heute könnte ein glücklicher Tag sein“ (2001) und Wolfgang Schömels „Die Schnecke. Überwiegend neurotische Geschichten“ (2002). In: Weimarer Beiträge 53 (2007), H. 1, S. 17–46.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webpräsenz laut Wayback-Internetarchiv, abgerufen 17. November
  2. oe1.orf.at: Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio | SO | 20 05 2018 | 23:00. Abgerufen am 3. März 2019.
  3. Österreichischer Buchpreis an Xaver Bayer, Börsenblatt vom 9. November 2020, abgerufen 17. November
  4. Michaela Fleck: Kulturpreise 2019: 24 Preise und jede Menge Kunst aus NÖ. In: Niederösterreichische Nachrichten. 5. November 2019, abgerufen am 5. November 2019.
  5. Buchpreis an Xaver Bayer. In: Wiener Zeitung. 9. November 2020, abgerufen am 9. November 2020.
  6. Xaver Bayer: Das Rätsel namens Wirklichkeit, Rezension von Cornelius Wüllenkemper im Deutschlandfunk vom 22. April 2015, abgerufen 6. Mai 2015