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Xavier Gravelaine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Xavier Gravelaine
Xavier Gravelaine (2014)
Personalia
Geburtstag 5. Oktober 1968
Geburtsort ToursFrankreich
Größe 182 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–1988 FC Nantes
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1988–1991 FC Nantes 0(0) 0(0)
1988–1989 → Pau FC (Leihe) 34 (20)
1989–1990 → AS Saint-Seurin (Leihe) 31 (10)
1990–1991 → Stade Lavallois (Leihe) 38 (13)
1991–1993 SM Caen 78 (31)
1993–1996 Paris Saint-Germain 37 0(7)
1994–1995 → Racing Straßburg (Leihe) 40 (10)
1995–1996 → EA Guingamp (Leihe) 22 (10)
1996–1998 Olympique Marseille 69 (26)
1998–1999 Montpellier HSC 18 0(3)
1999–2000 Paris Saint-Germain 11 0(0)
1999 → FC Watford (Leihe) 07 0(2)
2000 → Le Havre AC (Leihe) 12 0(1)
2000–2001 AS Monaco 11 0(0)
2001–2002 SM Caen 34 (15)
2002 AC Ajaccio 0 0(0)
2003–2004 FC Istres 46 0(9)
2004 FC Sion 10 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1992–1993 Frankreich 4 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2005 FC Istres
2024 US Avranches
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

Xavier Gravelaine (* 5. Oktober 1968 in Tours) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler und heutiger -trainer.

Spielerkarriere

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Vereinsmannschaften

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Der Stürmer und Torjäger gehörte während seiner aktiven Zeit (1987–2004) zu den „tragischen Helden“ im Fußballgeschehen Frankreichs: Bis auf die erste Verpflichtung bei Caen, wo er so erfolgreich spielte – mit 20 Treffern wurde er 1992/93 zweitbester Torschütze der Division 1 –, dass ihm Paris Saint-Germain ein unwiderstehliches Angebot machte, hat er bei kaum einem seiner späteren Vereine Talent und Torinstinkt, die er zweifellos besaß, zur dauerhaften Entfaltung gebracht. Dies führte zu einer ganzen Serie von Vereinswechseln; dabei war er spätestens ab Mitte der 1990er Jahre stets so etwas wie „der richtige Mann am falschen Ort“.

In Paris wurde er bald nach seiner Verpflichtung von enttäuschten Hardcore-Fans in Verballhornung seines Namens als Bas-de-laine (am ehesten als „Stinksocke“ zu übersetzen) beschimpft, und PSG hat ihn während seines mehrjährigen Vertrags wiederholt loszuwerden versucht und an andere Clubs ausgeliehen.

Er wurde mit Paris Saint-Germain 1994 Französischer Fußballmeister und stand mit Strasbourg 1995 im Pokalfinale.

Nationalmannschaft

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Xavier Gravelaine bestritt 1992 und 1993 vier Länderspiele (kein Torerfolg) in der Équipe Tricolore. Auch hier gilt: er kam ausgerechnet in der Zeit in die Mannschaft, als Frankreich sich für zwei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaftsendrunden (1990 und 1994) nicht hatte qualifizieren können und auch bei der Europameisterschaft 1992 keine Bäume ausriss (Ausscheiden nach der Vorrunde).

Nach der aktiven Zeit

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Nach Ende seiner Karriere versuchte Gravelaine sich als Trainer: der von ihm im Januar 2005 übernommene FC Istres stieg im Sommer desselben Jahres aus der höchsten Spielklasse ab; zwar wäre es mit dieser Mannschaft vermutlich auch routinierteren Fußballlehrern nicht besser ergangen – aber irgendwie passt auch diese Episode ins Bild des glücklosen Mannes.

Anschließend war Xavier Gravelaine als Co-Kommentator bei Fußballübertragungen im Fernsehen tätig. Im Juni 2007 ernannte ihn der Interimspräsident des Erstligaabsteigers FC Nantes zu seinem sportlichen Berater. Nachdem ein neuer Präsidentschaftskandidat vorgeschlagen wurde, endete diese Tätigkeit nach 47 Tagen. Von Juli 2008 bis Mai 2010 arbeitete er als Sportlicher Leiter bei En Avant Guingamp; in dieser Funktion war Gravelaine 2009 am Pokalsieg des Zweitligisten beteiligt.[1]

  1. Meldung (Memento vom 21. Mai 2010 im Internet Archive) von France Football vom 18. Mai 2010
Commons: Xavier Gravelaine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien