Xavier Naidoo

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Xavier Naidoo (2011)

Xavier Kurt Naidoo [ˌzɛɪvɪɐ kʰʊɐ̯t naɪˈduː] (* 2. Oktober 1971 in Mannheim) ist ein deutscher Soul- und R&B-Sänger, Songwriter, Komponist und Musikproduzent. Gelegentlich ist er auch als Schauspieler, Hörbuchsprecher, Juror und Moderator aktiv und darüber hinaus Gründungsmitglied der deutschen Musikgruppe Söhne Mannheims, ehemaliger Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg und Gründer der Plattenlabels Beats Around the Bush und Naidoo Records.

Sein Debütalbum Nicht von dieser Welt verkaufte sich seit 1998 über eine Million Mal und erreichte wie fünf weitere seiner Soloalben Platz eins der deutschen Charts. Seine Liedtexte thematisieren häufig seine Vorstellung vom Christentum sowie apokalyptische Szenarien.

Naidoo löste vielfach Kontroversen aus, unter anderem mit seinen Songtexten, politischen Aussagen, dem Propagieren von Verschwörungstheorien und Ideologieelementen der Reichsbürgerbewegung[1] sowie homophoben,[2] antisemitischen[3] und rechtspopulistischen bis rassistischen[4] Andeutungen sowie antiwissenschaftlichen Äußerungen. Zum Beispiel bestritt er die Covid-19-Pandemie wiederholt öffentlich.[5][6]

Leben

Naidoo wurde 1971 in Mannheim geboren. Sein Vater Rausammy stammt aus Südafrika und ist halb indischer, halb deutscher Herkunft.[7] Seine Mutter Eugene ist südafrikanischer und irischer Abstammung.[7] Naidoo wuchs im Stadtteil Wallstadt auf und wurde römisch-katholisch erzogen.[8] Seiner Heimatstadt hat er, auch zusammen mit der Band „Söhne Mannheims“, einige Lieder wie beispielsweise Meine Stadt und Wo ist mein Platz gewidmet. Seit einigen Jahren lebt er im knapp 20 Kilometer entfernten Heidelberg. Naidoo sagte, dass er in seiner Schulzeit manchmal wegen seiner dunklen Hautfarbe gehänselt worden sei,[7] weshalb seine Kindheit und Jugend nicht immer einfach gewesen seien. Um sich im Notfall besser verteidigen zu können, erlernte er Kickboxen.

Seine ersten musikalischen Erfahrungen machte er in Schul- und Kirchenchören. Er wurde Mitglied des Celebration Gospel Choir, mit dem er eine CD aufnahm, und der Regionalband Just 4 Music. Er erlangte die Mittlere Reife an der Feudenheim-Realschule, begann eine Lehre als Koch, modelte für Bademoden, war Türsteher des Mannheimer Breakbeat-Clubs Milk![9] und ging in die USA, wo er unter dem Künstlernamen Kobra sein erstes Soloalbum, Seeing Is Believing, veröffentlichte. 1995 und 1998 stand er bei den Musicals Human Pacific und People von Richard Geppert über 100 Mal in Mannheim und Hockenheim als Hauptdarsteller auf der Bühne.

1994 trat er als Backgroundsänger beim „Rödelheim Hartreim Projekt“ der Frankfurter Produzenten Moses Pelham und Thomas Hofmann auf. Dort wurde er vom Label3p“ entdeckt und als Solostar aufgebaut. Mit Sabrina Setlur nahm er 1997 die Single Freisein auf und wurde so erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kooperation mit „3p“ endete jedoch im Streit, nachdem Naidoo mit den „Söhnen Mannheims“ erste Produktionen veröffentlicht hatte; das stellte nach Ansicht von „3p“ einen „Vertragsverstoß“ dar. In der darauffolgenden Klage entschied das Landgericht Mannheim schließlich zu Gunsten Naidoos. Eine daraufhin eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde 2005 nicht zur Entscheidung angenommen.[10]

Im Jahr 2000 wurde Xavier Naidoo, der zu diesem Zeitpunkt bereits mehrfach vorbestraft war, wegen Drogenbesitzes sowie wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Als Bewährungsauflage wurden ihm die Zahlung von 100.000 DM sowie drei Drogentests auferlegt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung gefordert.[11][12]

Im Juni 2005 gab Naidoo mit den „Söhnen Mannheims“ auf Einladung der deutschen Botschaft ein Konzert in der Oper von Tel Aviv.[13] Das im November 2005 veröffentlichte Lied Dieser Weg wurde zum Fußballhit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Am 9. Juli 2006 sang Naidoo anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft auf der Fanmeile in Berlin. Nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft im Halbfinale gescheitert war, veröffentlichte er das Lied Danke.

Naidoo unterstützte 2010 die Fernsehsendung Tatort Internet (RTL II) mit dem Titelsong Sie verdienen einen besonderen Schutz. Anfang 2012 heiratete er;[7][14] seit 2013 ist er Vater eines Sohnes, was er im Mai 2015 öffentlich machte.[15] Er ist nach eigener Aussage „dank eines Raps von Kool SavasVegetarier geworden.[16] Dabei bezieht er sich auf eine Passage im Lied Der beste Tag meines Lebens.

Solokarriere

1998–2001: Nicht von dieser Welt

Xavier Naidoo (2002)

1998 veröffentlichte Naidoo das Album Nicht von dieser Welt und die gleichnamige Singleauskopplung. Auch auf einer Bravo-Kompilation war das Lied zu finden, wodurch er einem breiteren jungen Publikum bekannt wurde. Er organisierte Liveauftritte in ganz Deutschland überwiegend selbst und in Zusammenarbeit mit dem Label 3p. Die Konzerte waren weit besser besucht als angenommen, und so hatte Naidoo nach Beendigung der Tour bereits vor über 300.000 Menschen gesungen. 1999 wurde ein Mitschnitt der Auftritte veröffentlicht. Im selben Jahr erhielt er den Echo als Bester nationaler Künstler, den Comet als Bester nationaler Act und den MTV Europe Music Award als Best German Act.[17] Mit über einer Million verkaufter Exemplare wurde das Album Nicht von dieser Welt Naidoos größter Erfolg in seiner Solokarriere.[17] Auch der hymnenhafte Titelsong Sie sieht mich nicht (Musik von Jean-Jacques Goldman) für die Kinoproduktion Asterix und Obelix gegen Caesar brachte ihm 1999 beträchtliches Airplay in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

2002–2004: Zwischenspiel – Alles für den Herrn

2002 wurde sein zweites Soloalbum mit dem Titel Zwischenspiel – Alles für den Herrn als Doppelalbum veröffentlicht. Es stieg in Deutschland und Österreich auf Platz eins der Albumcharts ein. In der Schweiz erreichte es den dritten Platz. Nach der Veröffentlichung dieses Albums wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. So erhielt er zum zweiten Mal nach MTV Europe Music Awards 1999 den Preis als Bester deutscher Künstler bei den MTV Europe Music Awards.[17] In den Musikvideos zum Album spielen die Schauspieler Esther Schweins und Steffen Wink die Hauptrollen. Ebenfalls 2002 war Naidoo in der deutschen Fassung des Films City of God Synchronsprecher des Protagonisten und Erzählers Buscapé. Die Single Ich kenne nichts (das so schön ist wie du) aus dem Album The World According to RZA mit RZA erreichte 2003 in Deutschland den ersten Platz der Charts.

2005–2008: Telegramm für X

Im Dezember 2005 veröffentlichte er sein drittes Soloalbum Telegramm für X. Das Album stieg sofort auf Platz eins der LP-Charts ein, wurde vierfach mit Platin ausgezeichnet und verkaufte sich bis heute rund 800.000 Mal. Das Album eroberte auch in Österreich und in der Schweiz Platz eins der Charts. Eingeleitet wurde dieser Albumerfolg durch die erfolgreiche erste Singleauskopplung Dieser Weg. Der Song kletterte bis auf Platz zwei der deutschen Charts und blieb dort mehrere Wochen lang. Außerdem erreichte er die Top Ten in Österreich und in der Schweiz. Bei der Echo-Verleihung 2006 wurde Naidoo unter anderem als bester nationaler Künstler geehrt. Die zweite Singleauskopplung Bist du am Leben interessiert erreichte in den deutschen Singlecharts Platz 27. Im Juni 2006 wurde der Song Zeilen aus Gold veröffentlicht, im November 2006 folgte Was wir alleine nicht schaffen. Im Juli 2006 sang Naidoo anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2006 auf der Fanmeile in Berlin. Kurze Zeit später veröffentlichte er den Titel Danke, in dem er sich bei der deutschen Fußballnationalmannschaft für ihre Spiele und den dritten Platz bei der Fußball-WM 2006 bedankt. Der Song sollte zunächst nur im Internet veröffentlicht werden. Nach der großen Fußballbegeisterung wurde er aber doch als Single herausgebracht und stieg auf Platz eins der deutschen Singlecharts ein, wo er sich insgesamt fünf Wochen hielt.[17] Für über 150.000 verkaufte Singles erhielt er 2006 eine Goldene Schallplatte. Der Titel erreichte auch in Österreich und in der Schweiz die Top Ten. Im Dezember 2006 wurde Naidoo mit dem Radiopreis 1 Live Krone ausgezeichnet. 2006 wurde er vom Männermagazin Men’s Health zum bestangezogenen Mann Deutschlands gewählt. 2007 legte er mit seinen Soloprojekten eine Pause ein. Jedoch war er musikalisch an einigen Projekten anderer Künstler beteiligt. Im selben Jahr veröffentlichte er die im Kinderbuchverlag Wolff erschienene Kinderplatte Peter und der Wolf von Sergej Prokofjew. 2008 trat er zusammen mit den Söhnen Mannheims in der Reihe der MTV-Unplugged auf.

2009–2010: Alles kann besser werden

2009 tourte er mit den Söhnen Mannheims durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. An einem Abend trat Naidoo solo auf, am folgenden Abend folgte ein Söhne-Mannheims-Konzert.[18] Auf der Tour wurde das im Juli 2009 erschienene Söhne-Mannheims-Album Iz On vorgestellt und das im Oktober 2009 veröffentlichte vierte Soloalbum von Xavier Naidoo, Alles kann besser werden. Auf diesem Album thematisiert Naidoo in dem Stück Goldwaagen/Goldwagen unter anderem Verschwörungstheorien zum 11. September 2001. So heißt es dort: „9/11, London und Madrid, jeder weiß dass Al-Qaida nur die CIA ist. World Trade Center Nr. 7. Warum ist von dem Gebäude nichts mehr übrig geblieben“.[19] Im März 2010 erhielt er einen Echo. Im Juni 2010 besuchte er die deutschen Truppen der Bundeswehr in Afghanistan im Camp Marmal (Mazār-i Scharif) und im Feldlager Kunduz und gab dort zur Unterstützung der Soldaten vor Ort mehrere Konzerte.

2011–2012: The Voice of Germany und Bundesvision Song Contest

Naidoo und die anderen Coaches von The Voice, The BossHoss und Nena bei der Goldenen Kamera 2012

2011 und 2012 war er einer der Juroren und Coaches in der deutschen Gesangs-Castingshow The Voice of Germany. 2012 trat er zusammen mit Kool Savas unter dem Namen Xavas für Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest an; die beiden siegten. Unter demselben Namen produzierte er zusammen mit Kool Savas ein Album mit dem Titel Gespaltene Persönlichkeit. Im selben Jahr veröffentlichte Naidoo den Song Eye Opener, den er zusammen mit dem Produzenten Kris Menace für dessen Album Features schrieb.[20]

2013–2019: Weitere Studioalben

2013 veröffentlichte Naidoo das Album Bei meiner Seele. Daraus wurden die Songs Bei meiner Seele, Der letzte Blick und Hört, Hört als Singles ausgekoppelt. Im selben Jahr veröffentlichte er das Dubstep-Album Mordsmusik unter dem Pseudonym „Der Xer“, sowie ein Jahr später das zweite Album Tanzmusik.[21]

Im April 2016 erschien das Album Nicht von dieser Welt 2, an dem er mit seinem ehemaligen Mentor Moses Pelham drei Jahre lang gearbeitet hatte. Es ist die Fortsetzung seines Debütalbums aus dem Jahr 1998, Nicht von dieser Welt, und wurde sein neuntes Nummer-eins-Album. Die erste Single Frei konnte sich eine Woche lang in den deutschen Charts halten. Im selben Jahr lud ihn Andreas Gabalier als Duettpartner in der Konzertreihe MTV Unplugged ein. Sie sangen zusammen den Titel A Meinung ham - dahinter stehn.[22]

Ende November 2017 veröffentlichte er das Album Für dich, das Platz 3 der deutschen Charts belegte. Mit den Singleauskopplungen Nimm mich mit und Für dich. Im Juli 2019 erschien sein elftes Studioalbum Hin und weg, mit den Singleauskopplungen Ich danke allen Menschen, Welt, Gute Zeiten und Anmut.

Religiöse Einflüsse

Naidoo gibt an, am Silvesterabend 1992 ein persönliches Bekehrungserlebnis erfahren zu haben. Er ist überzeugt, in der Endzeit zu leben, und glaubt an einen Bibel-Code, der zukünftige Ereignisse vorhersagen könne. Seine Heimatstadt Mannheim identifiziert er mit dem Neuen Jerusalem.[23] Naidoo verarbeitet religiöse Motive in seinen Liedtexten und sieht es als seine Berufung, eine christliche Botschaft zu verbreiten. Sein zweites Album Alles für den Herrn thematisiert vor allem seinen persönlichen Glauben und enthält „apokalyptische Pop-Visionen“ sowie „entspannte Reggae-Psalmen“.[24] Naidoo verwendet inhaltliche Bezüge zum Alten Testament, oft verbunden mit einer Naherwartung der Wiederkunft Christi oder Beschreibungen einer bereits in Gang befindlichen Apokalypse.[25]

Projekte

Neben seiner Band engagierte er sich unter anderem bei Brothers Keepers, 4 Your Soul, Rilke Projekt, Rock gegen Rechts,[26] Zeichen der Zeit und Fourtress.[27]

Kontroversen

Naidoo fiel vielfach durch kontroverse Aussagen auf, die in Medien unter anderem als verschwörungstheoretisch, populistisch, rassistisch oder rechts beurteilt wurden. Bereits 1998 bezweifelte Naidoo in einem Gespräch mit dem Journalisten Dirk Laabs die Legitimität der Bundestagswahl.[28]

1999 sagte Naidoo in einem Interview im Musikexpress, dass er Rassist sei, jedoch „ohne Ansehen der Hautfarbe“.[29][30] 2011 reichte er erfolglos Strafanzeige wegen Hochverrats gegen seiner Meinung nach Mitverantwortliche der Finanzkrise ab 2007 ein, darunter den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Regierungsmitglieder.[31]

Im Jahr 2012 zeigten die Linksjugend Solid und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) Naidoo und Kool Savas im Zusammenhang mit einem Liedtext aus ihrem Album Gespaltene Persönlichkeit wegen Volksverhetzung und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten an.[32][33] In dem Liedtext von Wo sind sie jetzt?, eines Hidden Tracks, mit Textzeilen wie „Warum liebst du keine Möse, wo jeder Mensch doch aus einer ist?“ sowie „Ich schneide euch jetzt mal die Arme und Beine ab / und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr’s mit den Kleinen macht,“ hätten beide angebliche satanistische Rituale, Kindesmissbrauch, Pädophilie und Homosexualität gleichgesetzt.[32][33][34] Naidoo dagegen erklärte gegenüber radio ffn, er wolle auf „furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren“, aufmerksam machen.[33] Die Staatsanwaltschaft Mannheim leitete kein Ermittlungsverfahren ein, da weder eine Volksverhetzung noch ein Aufruf zur Gewalt erkennbar seien.[35]

Zu verschiedenen Anlässen äußerte Naidoo, Deutschland sei kein freies, sondern ein besetztes Land, da der Zwei-plus-Vier-Vertrag kein gültiger Friedensvertrag sei.[36] Ihm wurde daher vorgeworfen, er verrühre „Verschwörungstheorien, Demokratiefeindlichkeit, Nationalismus, Antiamerikanismus, Antikapitalismus und Friedensgeraune zu einer dunklen Suppe“ und sei „unterwegs mit seiner Mission“, die sich „im Gleichklang mit den ‚Reichsbürgern‘“ „gegen Deutschland in seiner gegenwärtigen Form und Gestalt“ richte.[37][38] Als Reaktion veröffentlichte Naidoo das Video Die Wahrheit und bezeichnete sich als „gläubigen Menschen“ sowie als Libertären im Sinne Murray Rothbards. Er bezog sich auf das Buch Die Vereinigten Staaten von Europa des Autors Oliver Janich.[39][40]

2014: Auftritt bei der Reichsbürgerbewegung

Am Tag der Deutschen Einheit 2014, dem 3. Oktober, trat Naidoo in Berlin sowohl bei einer Mahnwache für den Frieden, die von Sozialwissenschaftlern wie Dieter Rucht im Juni 2014 einer sich womöglich herausbildenden Querfront-Bewegung zugeordnet wurde,[41] als auch bei einer Veranstaltung der „Reichsbürgerbewegung“ auf.[42] Dabei bezeichnete er die Darstellung der Terroranschläge am 11. September 2001 in Wissenschaft und Medien als „unwahr“.[43][44] Naidoo erklärte, er spreche zu den „Menschen der Mahnwachen und zu den Menschen, die sich ‚Reichsbürger‘ nennen, weil es sind alles Systemkritiker so wie ich“. Er wolle auf Menschen zugehen, auch auf „Reichsbürger“, auch auf die NPD. Merkel könne sich auch nicht aussuchen, ob sie vor den Linken oder vor irgendjemandem spricht und müsse als Bundeskanzlerin vor allen sprechen.[45] Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz sagte dazu, Naidoo vertrete „radikal libertäre, anti-staatliche Positionen, mit denen wir uns als Stadt in keiner Weise identifizieren können“.[46] Er gehöre nicht ins rechte Spektrum, bediene aber bestimmte Muster der Rechtsextremen.[47] In Bezug auf seine Behauptung, „Systemkritik“ zu betreiben, wird ihm vorgeworfen, den Begriff zu diskreditieren und unter seinem Deckmantel Verschwörungstheorien zu verbreiten.[48]

Im November 2014 wurde Naidoo der ironische Negativpreis Das Goldene Brett zugesprochen.[49] In der Begründung wurde auf seine Nähe zur Reichsbürgerbewegung verwiesen. Damit werde er „zur Einstiegsdroge in ein ganzes Geflecht an abstrusen Verschwörungstheorien.“[50]

Im August 2015 einigten sich Naidoo und die Amadeu Antonio Stiftung gerichtlich auf einen Vergleich, nachdem Naidoo einen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegenüber dieser gestellt hatte. Demnach könnten Textstellen des Songs Raus aus dem Reichstag aus dem Jahr 2009 als antisemitisch verstanden werden. Konkret ging es dabei um den Begriff „die Totschilds“, eine Anspielung auf die Bankiersfamilie Rothschild, deren Name in rechten Kreisen als geläufiges Synonym für ein angebliches „Finanzjudentum“ benutzt wird. Naidoo „als Person“ dürfe von der Stiftung jedoch nicht als Antisemit eingestuft werden.[51][52] In einem inzwischen gelöschten Artikel auf der von der Stiftung betriebenen Plattform Netz gegen Nazis war ihm zuvor der Vorwurf gemacht worden, er „dürfte ein Antisemit“[53] sein. Nachdem im Jahr 2017 eine Referentin der Stiftung erneut die Behauptung aufgestellt hatte, Naidoo sei ein Antisemit, was „strukturell nachweisbar“ sei, untersagte das Landgericht Regensburg Mitte Juli 2018 auf Klage Naidoos hin der Referentin die Wiederholung ihrer Aussage. Zwar handele es sich dabei um eine Meinungsäußerung, allerdings überwiege demgegenüber das Persönlichkeitsrecht Naidoos, das durch die Äußerung angegriffen worden sei. Die Stiftung bezeichnete das Urteil als „ein fatales Signal für die politische Bildung.“[54] In einer Berufung am Oberlandesgericht Nürnberg unterlag die Referentin im Oktober 2019. Demnach stufte das OLG die Prangerwirkung höher ein als das Recht auf freie Meinungsäußerung, nachdem im erstinstanzlichen Urteil ausreichende Beweise der Referentin gefehlt hätten.[55]

2015: Abgesagte Teilnahme am Eurovision Song Contest

Am 19. November 2015 gab der Norddeutsche Rundfunk bekannt, dass Naidoo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten soll. Die Zuschauer sollten am 18. Februar 2016 ähnlich wie zuvor bei Lena Meyer-Landruth lediglich über den Song abstimmen. Die Entscheidung wurde im Hinblick auf Naidoos politische Aussagen teilweise heftig kritisiert, unter anderem in Süddeutscher Zeitung, Zeit, Spiegel und in den sozialen Netzwerken.[56][57][58] Auch 40 festangestellte Redakteure des NDR aus dem Bereich Zeitgeschehen, Kultur und Dokumentation kritisierten die Entscheidung in einem Brief.[59] Am 21. November wurde bekanntgegeben, dass Naidoo doch nicht beim ESC antreten werde.[60] Diese Entscheidung löste eine erneute Welle der Kritik aus.[61] Befreundete Prominente wie Til Schweiger verteidigten Xavier Naidoo gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Anwürfe.[62] Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg schaltete am darauffolgenden Samstag eine Solidaritätsanzeige für Naidoo in der FAZ, die von 121 Menschen und Gruppen unterschrieben wurde, darunter prominenten Künstlern und Schauspielern wie Mario Adorf, Til Schweiger, Jan Josef Liefers, Jan Delay und Andreas Gabalier.[63]

2015: Äußerungen zum Militäreinsatz in Syrien

Am 3. Dezember 2015 veröffentlichte der Publizist Jürgen Todenhöfer im Zuge seines Protestes gegen einen deutschen Militäreinsatz in Syrien auch Naidoos Lied Nie mehr Krieg. Darin singt Naidoo, für seine Überzeugungen einstehen und seinen Glauben nicht verleugnen zu wollen. Es liefe etwas schief, „wenn wir das [Anm.: „Nie mehr Krieg“] nicht mehr sagen dürfen“. Muslime trügen heute „den neuen Judenstern“ und würden als Terroristen ausgegrenzt.[64] Arno Frank nannte dies in einem Kommentar für Spiegel Online eine „bizarre Ansicht“. In der Veröffentlichung der „suggestive[n] Vereinfachungen“ durch Todenhöfer zeige sich eine „heilige Allianz aus Aluminiumhut und Palästinensertuch“.[65] Michael Hanfeld kritisierte in der FAZ, Naidoo polarisiere „nicht, weil er scharfe Provokationen auf Lager hätte, sondern weil er wirr redet“.[66] In der Süddeutschen Zeitung nannte Johannes Boie Todenhöfer und Naidoo „gefährliche Weltinterpreten“ und schrieb: „Mit Todenhöfer und Naidoo wächst zusammen, was zusammen gehört. […] Was nicht ins Weltbild passt, wird mit einer Verschwörungstheorie erklärt.“[67] Auch Lieberberg nannte den Judenstern-Vergleich „ebenso fragwürdig wie unzutreffend und überflüssig“ und kritisierte Naidoos Zusammenarbeit mit Todenhöfer.[68]

2017: Lied Marionetten

Im April 2017 veröffentlichte Xavier Naidoo mit den Söhnen Mannheims das Lied Marionetten.[69] Dessen Text wurde in der Presse teils als antisemitisch, rechtspopulistisch und verschwörungstheoretisch wahrgenommen.[70] Der Spiegel schrieb, man wisse jetzt, wo Naidoo stehe, „sehr tief im Wutbürger-Morast nämlich, wo Kampfbegriffe wie ‚Lügenpresse‘ und ‚Volksverräter‘ gesellschaftszersetzend vor sich hin stinken“.[71] Die Stadt Mannheim distanzierte sich nach der Veröffentlichung des Albums von der Musikgruppe und erklärte, man erwarte eine Erklärung für „die anti-staatlichen Aussagen in den Songtexten“.[72] Der Satiriker Jan Böhmermann veröffentlichte im Mai 2017 eine Parodie auf Text und Band.[73]

Nachdem Naidoo ab April 2017 wegen der Nähe seiner Texte zu Rechtspopulisten, Verschwörungstheoretikern und Verfassungsfeinden erneut in die Kritik geraten war und ihm Aufrufe zu Gewalt und Selbstjustiz vorgeworfen wurden, kündigte Radio Bremen an, Konzerte von Naidoo und seiner Band in Zukunft nicht mehr zu senden. Sky 1 hingegen hielt an der Sendung Xaviers Wunschkonzert mit ihm fest.[74][75]

2020: Videos zu Flüchtlingen und Klimawandel

Nachdem in sozialen Netzwerken zwei Videoausschnitte mit Gesangsdarbietungen von Naidoo aufgetaucht waren, trennte sich der Fernsehsender RTL am 11. März 2020 zunächst vorübergehend von ihm als Juror von Deutschland sucht den Superstar. In einer Pressemitteilung des Senders hieß es unter anderem: „Nach den umstrittenen Äußerungen von Xavier Naidoo in einem selbst gedrehten Video, das heute in den sozialen Netzwerken geteilt wurde, hat sich RTL entschlossen, den Sänger aus der Jury von ,Deutschland sucht den Superstar‘ auszuschließen.“ Ihm wird aufgrund der Aussagen in den umstrittenen Videos „nicht zum ersten Mal Fremdenhass und Rassismus vorgeworfen“. In den beiden Videos, die nach den Ausschreitungen in Chemnitz 2018 entstanden waren, sang er zwischen der beginnenden und schließenden Textzeile „Ihr seid verloren“ etwa „Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden, Sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden/ Und ihr steht seelenruhig nebendran“ sowie „Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann“ in Bezug auf die Flüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016 und bezeichnete die Künstlerinitiative „Wir sind mehr“ als „peinlich“ und „deutschlandfeindlich“.[76][77][78]

Am Folgetag schloss der Sender eine Rückkehr Naidoos aus.[79] In einer Stellungnahme des Geschäftsführers Jörg Graf hieß es: „Unsere Bitte, seine Äußerungen im Dialog und live bei RTL persönlich und öffentlich zu diskutieren und zu erklären, hat er bislang unbeantwortet gelassen. Gerade diese Diskussion fänden wir wichtig, da für uns die Aussagen im Video und seine Kommentierung danach überhaupt nicht zusammenpassen.“[80] Das britische Unternehmen Human Blood hat in diesem Zusammenhang Strafanzeige gegen Naidoo aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung nach § 130 StGB gestellt.[81]

Während Naidoo von Jürgen Elsässers verschwörungsideologischem Magazin Compact Zustimmung erhielt („einer der wenigen Helden“)[82] und Rechtsextreme diese Textzeilen Naidoos in den sozialen Medien positiv aufnahmen,[83] begrüßte Florian Reiter im Focus die Entscheidung von RTL, kritisierte jedoch den Sender dafür, zu spät reagiert zu haben, denn Naidoos „Nähe zu […] Reichsbürgertum […] [und] Verschwörungstheorien“ sei „zuvor schon längst bekannt“ gewesen. Auch befreundete Künstler und Kollegen hätten „jahrelang zu Naidoos wirren Umtrieben“ geschwiegen oder diese unterstützt.[84] Die Journalistin Dunja Hayali zitierte auf Twitter Zeilen des Anti-Rassismus-Songs „Letzte Warnung“, an dem Naidoo rund 20 Jahre zuvor mitgewirkt hatte, und schrieb dazu: „Lang ist’s her.“[83] Dominik Göttker (Funke Mediengruppe) schrieb, es seien „Spaltung und Hass“, die Naidoo vorantreibe; er habe sich „disqualifiziert. Menschlich und beruflich.“[85] Auch der Rapper Smudo von den Fantastischen Vier unterstützte die RTL-Maßnahme und sagte, wenn jemand „so beratungsresistent und unreflektiert die üblichen Verschwörungstheorien“ bewerbe, mache er „rechtsextreme Aussagen auch in der Mitte der Bevölkerung populär“.[86] Die Band Söhne Mannheims distanzierte sich auf Facebook von Naidoo und schrieb, Naidoo und sie gingen „seit einiger Zeit getrennte Wege“.[87]

In einem weiteren Video präsentierte sich Naidoo als Klimakrisenleugner[88] und deutete eine angebliche Verschwörung der Fridays-for-Future-Bewegung an. Ihm zufolge stecke der Antichrist hinter der Bewegung – erkennbar an den drei Buchstaben F ihres Kürzels, die an sechster Stelle im Alphabet stehen und damit die Zahl Sechshundertsechsundsechzig symbolisieren. Zugleich bezichtigte er den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und den Astrophysiker Harald Lesch der Lüge und will den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen vor Gericht prüfen lassen. Er erklärte zudem, er werde keines seiner Autos wegen der seiner Ansicht nach betriebenen „Klimahysterie“ verschrotten.[89]

Ende März 2020 wurde ein weiteres Video bekannt, in dem sich Naidoo selbst zu den Vorkommnissen äußert, nachdem er zuvor Interviews und Medienanfragen abgelehnt hatte. Der Sänger gab in einem Interview mit Oliver Janich an, er habe den Eklat bewusst provoziert und die Reichweite als Juror bei Deutschland sucht den Superstar genutzt, um sein kommendes „patriotisches“ Album zu bewerben. Weiter wiederholte er in dem Video seine Thesen zur Leugnung des menschengemachten Klimawandels, äußert offen Sympathien zur Reichsbürgerbewegung und erklärte, dass er nicht wählen gehe, da er es nicht für richtig halte, „sich in diesem Unrechtssystem per Wahl auch noch an dem Unrecht zu beteiligen“.[90]

2020: Leugnung der Covid-19-Pandemie und QAnon-Video

Im April 2020 erschien ein Video von Naidoo, in dem er die Existenz der weltweiten COVID-19-Pandemie bestritt. Unter anderem behauptete er, in Deutschland müsse man „so machen, als gäbe es eine tödliche Pandemie“, forderte Beweise für die Existenz des Virus, lehnte das Tragen von Schutzmasken ab und kündigte an, die Regierung wegen der Schutzmaskenpflicht zu verklagen.[91][92]

Wenige Wochen zuvor hatte er ein Video online gestellt, in dem er unter Tränen Elemente der aus den USA stammenden QAnon-Verschwörungstheorie wiedergab. Er sprach unter anderem davon, dass „in diesen Momenten in verschiedenen Ländern der Erde Kinder aus den Händen pädophiler Netzwerke befreit“ würden. Im Kontext der COVID‐19‐Pandemie hatte sich die Verbreitung von QAnon und anderer Verschwörungstheorien in Deutschland deutlich erhöht.[93][94] Hinter dieser Verschwörungstheorie steckt ein in seiner Grundform bereits seit dem Mittelalter verbreiteter Mythos, wobei die Täter entweder Juden oder eine „Elite“ sein sollen. Aufgrund seiner Videos wurde Naidoo zu einem Aushängeschild von Rechtspopulisten und erhielt viel Unterstützung, u. a. von AfD-Politikern und Influencern aus der weit rechts stehenden Szene.[95]

Er nannte den wegen versuchten Mordes verurteilten ehemaligen NPD-Kader Rüdiger Hoffmann einen „wahren Helden“, mit dem er die Zusammenarbeit intensivieren wolle. Hoffmann ist Wortführer der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppierung Staatenlos. Vorstellbar war für Naidoo zudem eine Zusammenarbeit mit dem vom bayerischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Rapper Chris Ares. Naidoo erklärte, er habe sich von der Unterhaltungsindustrie losgesagt und sehe seine Aufgabe darin, „die Leute aufzuklären“.

Naidoo distanzierte sich kurze Zeit später in einem Videointerview mit dem rechtspopulistischen Magazin Compact von Teilen des antifaschistischen Liedes Adriano und stellte seine Mitwirkung in Frage. Naidoo betonte im Interview zudem, er sei mittlerweile auch vorsichtig mit der damaligen Behauptung, dass der Angriff auf Adriano aus rechten Kreisen kam, erwähnte V-Männer und behauptete, es gäbe laut Europol keine rechte Gewalt in Deutschland.[96] In einem weiteren Video, das sich auf rechten Kanälen verbreitete, berichtete Naidoo, sein Vater habe „in jüdischen Goldminen gearbeitet“ und sei auch misshandelt worden. Deshalb habe er jedoch „niemals Judenhass entwickelt“.[97]

Mitte Mai 2020 äußerte Naidoo, unter Deutschland befinde sich ein riesiges, weitverzweigtes Tunnelnetz – ein Tunnel reiche bis nach New York – und dort trage sich eine brutale Schlacht zwischen Robotern und Klonen zu.[98] Ebenfalls im Mai 2020 bekundete Naidoo über seinen Telegram-Kanal unter anderem, dass die Erde eine Scheibe sei.[99] Zudem sagt er, es gäbe Aliens. Diese seien aber keine Außerirdischen, sondern „Dämonen und Gefallene, deren Ursprung unter der Erde liegt.“ Auch gäbe es keinen Weltraum.[100] Naidoo erklärte zudem, nicht „[d]ie Juden“ seien „das Übel der Menschheit“, sondern „[d]ie Jesuiten“, und zeigte sich solidarisch mit dem wegen seiner Verschwörungstheorien in die Kritik geratenen Koch Attila Hildmann.[99] Den Zentralrat der Juden bezeichnete Naidoo als „Zentralrat der Lügen“; die dort Engagierten seien gar keine echten Juden: „Wenn Ihr Juden seid, bin ich ein Koreaner“, so Naidoo.[3]

Verschiedene Freunde und Weggefährten distanzierten sich angesichts seiner Videos und Thesen von Naidoo. So gab Chefket bekannt, in Zukunft keine weitere Musik mehr mit ihm machen zu wollen, während Megaloh ankündigte, den Künstler aus alten gemeinsamen Liedern zu entfernen. Der Rapper Credibil löschte den gemeinsamen Track Wackelkontakt und veröffentlichte eine neue Version ohne Naidoo.[101] Auch Kool Savas distanzierte sich und sagte, das geplante gemeinsame Album liege nun vorerst auf Eis und die Aussagen Naidoos seien halt das, was man sonst von den Rechten erwarte.[102][103]

Wegen Naidoos Aussagen wurde sein Konzert im August 2020 in Hof von der Stadtverwaltung abgesagt. So erklärte die Oberbürgermeisterin Eva Döhler: „Die Aussagen des Künstlers auch außerhalb seines künstlerischen Engagements sind umstritten und haben aus meiner Sicht an Deutlichkeit gewonnen“.[104] Von Seiten der Veranstalter gab es Verständnis für diese Entscheidung, die daher nicht juristisch angefochten wird. Auch in anderen Städten sind Konzerte von Naidoo abgesagt worden.

Zu den zunächst verbotenen Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Berlin am 29. August, bei denen es in mehreren Fällen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und öffentlicher Zurschaustellung rechtsextremer Symbolik kam,[105] rief auch Naidoo auf und wies eindringlich darauf hin, dass Teilnehmer ihre Handys bereits während der Anfahrt ausschalten und in Alufolie oder Blechdosen packen sollten, da „[v]on Sendemast zu Sendemast die Signale gezählt [werden]“. Ihm zufolge könne sonst dadurch „erfasst werden, wie viele Menschen in die Stadt fahren“, um gezielt Sperrungen entsprechender Autobahnabschnitte veranlassen zu können, wodurch Anreisende absichtlich an der Teilnahme gehindert würden.[106][107]

Rezeption

Nach Einschätzung der ZDF-History-Folge Deutschland, deine Popmusik (2012) steht Naidoo für „Nächstenliebe, Toleranz und Integration – das ist die zentrale Botschaft des Soulsängers, dessen Vater aus Sri Lanka stammt.“[108] Auch die VOX-Dokumentation Die Xavier-Naidoo-Story 2016 attestierte Naidoo, er habe sich „mehrfach […] für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt“. Kontroversen um seine Äußerungen und Handlungen wurden im Film nicht thematisiert. Stefan Niggemeier sah den Grund dafür in Senderinteressen an der weiteren Vermarktbarkeit Naidoos, die durch eine realistische Darstellung seiner Positionen beeinträchtigt wäre.[109] Der für die VOX-Sendung inhaltlich verantwortliche Dokumentarfilmer Harold Woetzel bezog daraufhin in einem ausführlichen Beitrag auf kress.de zur Kritik Niggemeiers Stellung und sprach in diesem Zusammenhang von einer „völlig irre gewordenen medialen Hasskampagne und eines offensichtlichen Gesinnungsjournalismus gegen einen dunkelhäutigen Mannheimer Sänger“, was auch Musikerkollegen und prominente Freunde beklagt hätten.[110]

Naidoo wurde im November 2012 von Marcus Staiger, dem einstigen Plattenchef von Royal Bunker und ehemaligen Chefredakteur von Rap.de, als „christlicher Fundamentalist“ bezeichnet. Das gesamte Werk von Naidoo durchziehe die Huldigung „einer gewissen Highlander-Romantik, [eines] völkischen Heroismus, in dem unentwegt einer aufsteht, einer sich erhebt, eine messianische Lichtgestalt, der Eine, der von der Vorsehung Auserwählte, der die Massen mitreißt und in die Schlacht führt und am Ende das Dunkle vernichtet“.[111] Ebenfalls im November 2012 warf Thomas Steiner Naidoo in einem Leitartikel der Badischen Zeitung vor, „krude Verschwörungstheorien zu verbreiten“ sei „keine Aufklärung, sondern Verdummung“, und „primitive Ressentiments gegen gewählte Repräsentanten zu schüren“ sei „keine Provokation, sondern Verachtung“.[112]

Der Rapper Alligatoah parodierte in dem Ende 2015 veröffentlichten Lied Denk an die Kinder Naidoos Einsatz für Tatort Internet. Das Lied erschien auf dem Album Musik ist keine Lösung. Im zugehörigen Musikvideo wird er neben anderen Prominenten in der Rolle eines Charity-Sängers durch den Rapper imitiert.[113]

Auszeichnungen

Handabdrücke auf dem Munich Olympic Walk of Stars

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
1994 Seeing Is Believing
DUR Music/Megaphon Music
Erstveröffentlichung: 27. September 1994 (USA)
Neuauflage: Mai 2003 (DEU)
1998 Nicht von dieser Welt
3p
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(101 Wo.)DE
AT5
Platin
Platin

(37 Wo.)AT
CH12
Platin
Platin

(60 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 30. Mai 1998
Verkäufe: + 1.100.000
2002 Zwischenspiel – Alles für den Herrn
Naidoo Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(86 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(92 Wo.)AT
CH3
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(56 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. März 2002
Verkäufe: + 800.000
2005 Telegramm für X
Naidoo Records
DE1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(77 Wo.)DE
AT1
(60 Wo.)AT
CH1
Dreifachgold
×3
Dreifachgold

(63 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. November 2005
Verkäufe: + 860.000
2009 Alles kann besser werden
Naidoo Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(103 Wo.)DE
AT3
(31 Wo.)AT
CH2
Gold
Gold

(42 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2009
Verkäufe: + 415.000
2013 Bei meiner Seele
Naidoo Records
DE1
Platin
Platin

(36 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(27 Wo.)AT
CH3
(21 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2013
Verkäufe: + 207.500
2016 Nicht von dieser Welt 2
Naidoo Records
DE1
Gold
Gold

(24 Wo.)DE
AT1
(15 Wo.)AT
CH1
(19 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 1. April 2016
Verkäufe: + 100.000
2017 Für dich.
Naidoo Records
DE3
(10 Wo.)DE
AT6
(5 Wo.)AT
CH5
(12 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 24. November 2017
2019 Hin und weg
Naidoo Records
DE3
(11 Wo.)DE
AT8
(5 Wo.)AT
CH4
(10 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 19. Juli 2019
als Der Xer
2013 Mordsmusik
Naidoo Records
DE62
(1 Wo.)DE
AT44
(2 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
2014 Tanzmusik (Xavier lebt hier nicht mehr)
Naidoo Records
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2014

Filmografie

Kinofilme

  • 2001: Auf Herz und Nieren
  • 2002: City of God (Synchronsprecher)

Hörbücher

  • 2012: Offenbarung 23 – Die Wahrheit ist unsterblich (Sprecher + Rolle)

Fernsehfilme

Fernsehserien

  • 2011: Sesamstraße präsentiert: Ernie & Bert Songs, KiKA

Fernsehshows

Dokumentationen

  • 2006: Mannheimer Schule – Wie Popmusik wirklich entsteht: Version 1.0
  • 2007: Yes, I am!
  • 2013: Traumwärts – Wohin führt Dein Weg (Sprecher)
  • 2013: Deutschland Deine Künstler: Xavier Naidoo (ARD, 45 Minuten)
  • 2015: Xavier Naidoo: Dieser Weg (SWR, 90 Minuten)
  • 2015: Bei meiner Seele – 20 Jahre Xavier Naidoo (VOX, 211 Minuten)
  • 2020: Absolut Xavier Naidoo (RTL)

Musicals

Publikationen

  • 2005: Sing deine Hits (Songtexte)
  • 2007: X. Naidoo Das Beste Für Piano (Notenbuch)
  • 2012: XAVAS Album (Notenbuch)

Literatur

  • Matthias Lemme: Die neuen Psalmensänger. Religiosität in deutschsprachiger Popmusik (= Populäre Kultur und Theologie, Bd. 3). IKS Garamond, Jena 2009, ISBN 978-3-938203-72-9.
  • Ulrike Slezak: Religiöse Erziehung. Biographische Studien im Horizont der Stufentheorie nach Oser/Gmünder und religionspädagogische Konsequenzen. Kassel University Press, Kassel 2008, ISBN 978-3-89958-395-3, S. 71–77, 109–111, 137 (zugleich Dissertation, Universität Kassel 2008).
  • Ute Fink: Rock, Pop – Amen?! Christlicher Glaube und zeitgenössische Musik (= Internationale Hochschulschriften, Bd. 466). Waxmann, Münster u. a. 2006, ISBN 3-8309-1660-4, S. 44, 56–72 (zugleich Dissertation, Universität Köln 2005).
  • Michael Fuchs-Gamböck, Jörg-Peter Klotz: Xavier Naidoo. Seine Wege. Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-45317-8.
  • Michael Ganster: Christlich spirituelle Inhalte in zeitgenössischer Popmusik am Beispiel Xavier Naidoos und ihre Rezeption bei Jugendlichen (= MenschenArbeit. Freiburger Studien, Bd. 17). 1. Auflage. Hartung-Gorre, Konstanz 2003, ISBN 3-89649-843-6 (zugleich Diplomarbeit, Universität Mainz 2001/02).

Weblinks

Commons: Xavier Naidoo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Xavier Naidoo hat eine Reichsbürger-Hymne geschrieben, FAZ, 3. Mai 2017
  2. Die Akte Naidoo: Seine Skandale von Homophobie bis Reichsbürger; rnd vom 11. März 2020; abgerufen am 11. März 2020,
  3. a b Sebastian Leber: Antisemitismus im Netz: Attila Hildmann gibt Juden die Schuld – und verteidigt Hitler www.tagesspiegel.de, 19. Juni 2020
  4. Empörung über mutmaßliches Video von Xavier Naidoo; Spiegel.de vom 11. März 2020; abgerufen am 11. März 2020
  5. https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_87759120/xavier-naidoo-leugnet-coronavirus-ihr-bringt-gerade-deutschland-um-.html
  6. https://www.tz.de/stars/xavier-naidoo-coronavirus-video-verschwoerungstheorie-deutschland-gericht-zr-13715379.html
  7. a b c d Ute Wild: „Ein Lied ist unschuldig“. (Memento vom 19. November 2015 im Internet Archive) In: BISS In Gottes Namen, Juni 2013.
  8. MAX Interview: Xavier Naidoo – Gott und die Welt In: Cinema, 14. November 2012.
  9. Xavier Naidoo bei laut.de
  10. Joachim Gauger: Naidoo/Pelham: 3p scheitert vor Gericht, laut.de, 26. August 2005; BVerfG, Beschluss vom 27. Juli 2005 – 1 BvR 2501/04; Erfolg für Xavier Naidoo: Verfassungsbeschwerde seiner früheren Plattenfirma nicht zur Entscheidung angenommen, Pressemitteilung Nr. 79/2005 vom 26. August 2005.
  11. Xavier Naidoo verurteilt. Der Spiegel, 28. November 2000, abgerufen am 7. September 2019.
  12. Xavier Naidoo: Bewährungsstrafe für den Popstar. Der Tagesspiegel, 28. November 2000, abgerufen am 7. September 2019.
  13. Ulrich W. Sahm: Ungewöhnliche Töne in der Oper: Söhne Mannheims in Tel Aviv, n-tv.de, 9. Juni 2005.
  14. Also doch! Xavier Naidoo ist verheiratet. In: Die Welt. 13. September 2012, abgerufen am 30. Juni 2013.
  15. Xavier Naidoo bereits seit einem Jahr Vater. In: Focus Online. 20. Mai 2015, abgerufen am 20. Mai 2015.
  16. Interview mit Naidoo, abgerufen am 26. August 2020 hier.
  17. a b c d Xavier Naidoo: Biografie (Memento vom 11. Februar 2012 im Internet Archive)
  18. Tourview (Memento vom 11. Februar 2012 im Internet Archive). Auf: xavier.de, letzter Abruf: 12. Juli 2009
  19. lyrics.wikia.com. Wikia – Lyrics. Abgerufen am 20. September 2011.
  20. xaviernaidoo.de. News 12. November Xavier Naidoo Homepage.
  21. „Mordsmusik“: Xavier Naidoo provoziert (Memento vom 8. März 2013 im Internet Archive) In: Stern.de vom 28. Februar 2013.
  22. Andreas Gabalier – MTV Unplugged, auf tv.orf.at
  23. Ulrike Slezak: Religiöse Erziehung: biographische Studien im Horizont der Stufentheorie nach Oser/Gmünder und religionspädagogische Konsequenzen. Kassel University Press, 2008, S. 73–77
  24. Ute Flink: Rock, Pop - Amen?!: christlicher Glaube und zeitgenössische Musik. Waxmann, 2006, S. 64
  25. Alexander G. Weheliye: My Volk to come. In: Darlene Clark Hine, Stephen Small: Black Europe and the African Diaspora. University of Illinois Press, 2009, S. 168
  26. Xavier Naidoo verteidigt sich gegen Rechtspopulismus-Vorwurf. In: Focus Online. 11. März 2015, abgerufen am 19. November 2015.
  27. Xavier Naidoo auf Clubtour mit Kollegen. In: krone.at. 14. Januar 2004, abgerufen am 19. November 2015.
  28. Verschwörungen und rechte Thesen. Xavier Naidoo – der Wolf im Schafspelz. In: t-online.de, 2. April 2020. Abgerufen am 3. April 2020.
  29. Xavier Naidoo im „Musikexpress“: „Ich bin Rassist, aber …“; rollingstone.de vom 11. März 2020; abgerufen am 12. März 2020
  30. Xavier Naidoo im Interview: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“; Musikexpress.de vom 11. März 2020 (wiederveröffentlicht); abgerufen am 12. März 2020
  31. Xavier Naidoo steigt auf die Barrikaden. In: Kurier vom 5. Dezember 2011, abgerufen am 20. September 2019
  32. a b „Gewaltverherrlichend, menschenverachtend, homophob“ . In: Süddeutsche Zeitung, 14. November 2012. Abgerufen am 14. November 2012.
  33. a b c „Voice-of-Germany“-Macher verteidigen Naidoo. In: Die Welt, 14. November 2012.
  34. Linkspartei: Strafanzeige gegen Xavier Naidoo. In: queer.de, 13. November 2012.
  35. Staatsanwaltschaft verzichtet auf Ermittlungen. In: stern.de, 15. November 2012.
  36. Bettina Kneller: Rechte Parolen oder Worte eines Spinners? In: Main-Echo. 27. August 2014. Abgerufen am 9. November 2015.
  37. Georg Diez: Vom Popstar zum Populisten. In: Spiegel Online, 22. August 2014.
  38. Xavier Naidoo: Deutschland ist besetzt (Memento vom 12. Mai 2015 im Internet Archive)
  39. Wirre Thesen: Xavier Naido veröffentlicht Konter-Video – 'Straßenunterhaltungsdienst – die Wahrheit'.. Rolling Stone, 1. September 2014
  40. Xavier Naidoo verkündet als Straßenunterhaltungsdienst „Die Wahrheit“. Musikexpress, 1. September 2014.
  41. Priska Daphi, Dieter Rucht, Wolfgang Stuppert, Simon Teune und Peter Ullrich: Occupy Frieden – Eine Befragung von Teilnehmer/innen der „Montagsmahnwachen für den Frieden“; Forschungsbericht aus dem Zentrum Technik und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin, Bereich Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte, in Kooperation mit dem Verein für Protest- und Bewegungsforschung e.V., Juni 2014, S. 22 und 28.
  42. Rüdiger Soldt: Ein Sohn weniger. In: FAZ.net. 16. Oktober 2014, abgerufen am 1. September 2015.
  43. Andreas Borcholte: Xavier Naidoo: Jesus bei den Reichsbürgern. Spiegel Online, 8. Oktober 2014, abgerufen am 12. November 2015.
  44. Youtube Channel BZ Berlin: Xavier Naidoo bei Verschwörungsdemo. In: YouTube. 3. Oktober 2014, abgerufen am 11. November 2015.
  45. Xavier Naidoo: „Ich gehe auch auf die NPD zu“ In: Focus, 9. Oktober 2014.
  46. Mannheimer Morgen vom 8. Oktober 2014, abgerufen am 28. November 2014
  47. Mannheimer Morgen vom 15. Oktober 2014, abgerufen am 28. November 2014
  48. Nils Markwardt: Oh, wie bös ist das System. In: Die Zeit, 14. Oktober 2014.
  49. Xavier Naidoo gewinnt "Das Goldene Brett" 2014. 27. November 2014.
  50. a b „Goldenes Brett vorm Kopf“ an Naidoo. In: wien.orf.at. 26. November 2014, abgerufen am 28. November 2014.
  51. Oliver Reinhard: Hetzvideo: Naidoo fliegt aus DSDS-Jury. www.saechsische.de, 12. März 2020
  52. Xavier Naidoo: „Ich bin doch kein Antisemit“ In: Mannheimer Morgen, 20. August 2015.
  53. Xavier Naidoo: Telegramm für X oder wie bringe ich Reichsbürger-Inhalte ins Fernsehen (Memento vom 9. Juli 2015 im Internet Archive), im Internet Archive erhaltene Version des Texts, aufgerufen am 20. August 2015.
  54. https://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/xavier-naidoo-siegt-vor-gericht-antisemitismus-streit-geht-weiter-100.html (Memento vom 18. Juli 2018 im Internet Archive). BR.de, 17. Juli 2018.
  55. Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden. Spiegel Online, 22. Oktober 2019
  56. Carolin Gasteiger: Xavier Naidoo beim ESC ist ein schlechter Scherz. Süddeutsche Zeitung, 19. November 2015. Abgerufen am 19. November 2015.
  57. Twitter-Reaktionen zu Naidoo beim ESC: „Haarsträubende Fehlentscheidung“. In: Spiegel Online, 19. November 2015. Abgerufen am 19. November 2015.
  58. Matthias Breitinger: Deutsches Reich – twelve points. In: Die Zeit, 19. November 2015. Abgerufen am 19. November 2015.
  59. NDR-Mitarbeiter protestierten gegen Naidoo-Nominierung. In: Spiegel Online, 24. November 2015.
  60. Tagesschau
  61. vgl. z. B. Jörg-Peter Klotz vom Mannheimer Morgen: Maximales Desaster, in: Mannheimer Morgen online, 23. November 2015
  62. Til Schweiger nennt Kritik an Naidoo Terrorismus, in: Die Welt online, 22. November 2015
  63. Lieberberg über Naidoo und den ESC: „Erschüttert über die Heuchelei“, in: Süddeutsche Zeitung online, 29. November 2015
  64. 'Nie mehr Krieg': Todenhöfer veröffentlicht neuen Naidoo-Song, Spiegel Online, 4. Dezember 2015
  65. Arno Frank: Naidoo und Todenhöfer: "Der neue Judenstern". In: Spiegel Online. 4. Dezember 2015, abgerufen am 4. Dezember 2015.
  66. Michael Hanfeld: Wirres Zeug. In: FAZ.net. 4. Dezember 2015, abgerufen am 4. Dezember 2015.
  67. Johannes Boie:Todenhöfer und Naidoo - gefährliche Weltinterpreten. Süddeutsche Zeitung, 4. Dezember 2015.
  68. "Judenstern"-Eklat um Naidoo: Lieberberg distanziert sich, TZ, 8. Dezember 2015
  69. Marionetten. In: genius.com. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  70. Katja Thorwarth: Xavier Naidoo mit neuem Wutbürger-Song. In: Frankfurter Rundschau. 30. April 2017, abgerufen am 5. Mai 2017.
  71. Andreas Borcholte: Eklat um Xavier Naidoo: Zerstörer statt Erlöser. www.spiegel.de, 5. Mai 2017
  72. Rhein-Neckar-Zeitung: Nach "Marionetten"-Song. Mannheim distanziert sich von seinen "Söhnen", 29. April 2017
  73. „Hurensöhne Mannheims“: Jan Böhmermann attackiert Xavier Naidoo. www.faz.net, 5. Mai 2017
  74. DWDL.de GmbH: Radiowelle Bremen Vier geht auf Distanz zu Naidoo - DWDL.de.
  75. DWDL.de GmbH: "Xaviers Wunschkonzert": Sky hält an Naidoo-Show fest - DWDL.de.
  76. Aufregung um Xavier Naidoo, ntv.de vom 11. März 2020; abgerufen am 11. März 2020
  77. Zweites Xavier-Naidoo-Video aufgetaucht, ntv.de vom 11. März 2020
  78. RTL schmeißt Xavier Naidoo raus; ntv.de vom 11. März 2020; abgerufen am 11. März 2020
  79. RTL greift durch – Keine Rückkehr von Xavier Naidoo zu DSDS; In: welt.de vom 12. März 2020; abgerufen am 13. März 2020
  80. Xavier Naidoos Rückkehr zur DSDS-Jury ist ausgeschlossen; RTL Television In: rtl.de vom 12. März 2020, abgerufen am 13. März 2020
  81. Strafanzeige gegen Xavier Naidoo. In: MSN. Microsoft Corporation, 14. März 2020, abgerufen am 14. März 2020.
  82. Jan Petter: Das Magazin, das jetzt auch der Verfassungsschutz liest. www.spiegel.de, 12. März 2020
  83. a b Xavier Naidoo sorgt mit wirrem Video für Entsetzen – RTL wirft ihn aus „DSDS“-Jury. www.focus.de, 15. März 2020
  84. Florian Reiter: Der RTL-Rauswurf für Xavier Naidoo kommt mindestens sechs Jahre zu spät. w.focus.de, 12. März 2020
  85. Dominik Göttker: DSDS: RTL muss die Sendung SOFORT absetzen – aus diesem Grund www.derwesten.de, 16. März 2020
  86. Marina Antonioni: „Haben schon so viele Augen zugedrückt“ – Smudo begrüßt DSDS-Rauswurf von Xavier Naidoo. www.focus.de, 13. März 2020
  87. Söhne Mannheims distanzieren sich von Xavier Naidoo. www.rnd.de, 12. März 2020
  88. Xavier Naidoo hetzt gegen "Fridays for Future". In: t-online.de, 15. März 2020. Abgerufen am 15. März 2020.
  89. Neues Video aufgetaucht: Naidoo verteufelt Fridays for Future. In: ntv. ntv Nachrichtenfernsehen GmbH, 14. März 2020, abgerufen am 14. März 2020.
  90. Xavier Naidoo redet über den “menschengemachten Klimawandel”, aktuellen Lockdown & die Politik, auf bigfm.de
  91. Xavier Naidoo leugnet Coronavirus und will vor Gericht ziehen. In: t-online.de, 24. April 2020. Abgerufen am 24. April 2020.
  92. Geplante Konzertabsage: Xavier Naidoo leugnet Corona. In: Ruhrnachrichten, 24. April 2020. Abgerufen am 24. April 2020.
  93. „QAnon“ – der Aufstieg einer gefährlichen Verschwörungstheorie. In: rnd.de. 7. April 2020, abgerufen am 7. April 2020.
  94. Ralf Nowotny: Adrenochrome – Die angebliche Verjüngungsdroge der „Hollywood-Elite“. In: Mimikama.at. 7. April 2020, abgerufen am 7. April 2020.
  95. Sebastian Meineck: VICE-Recherche: So radikalisiert Xavier Naidoo seine Fans mit Verschwörungstheorien In: Vice, 16. April 2020. Abgerufen am 22. April 2020.
  96. Xavier Naidoo leugnet rechte Gewalt – und verbreitet AfD-Fake News. 22. Juni 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  97. Sebastian Leber: Liebling der Rechten und Verschwörungstheoretiker: Der verstörende Absturz des Xavier Naidoo. In: Tagesspiegel. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 26. April 2020, abgerufen am 26. April 2020.
  98. Sebastian Leber: Verschwörungsmythen von Kollegah, Fler und Co.: Warum der Deutschrap so verstrahlt ist www.tagesspiegel.de, 19. Mai 2020
  99. a b Flat Earth und Solidarität mit Hildmann: Xavier Naidoos wirre 24 Stunden auf Telegram auf Rolling Stone, vom/aufgerufen am 24. Mai 2020
  100. Der Weltraum? Eine Lüge, und Aliens wohnen unter der (flachen) Erde: Xavier Naidoos „Manic Monday“ auf Telegram. In: Rolling Stone, 25. Mai 2020. Abgerufen am 26. Mai 2020.
  101. Michael Rubach: Xavier Naidoo: Weitere Deutschrapper distanzieren sich deutlich. 12. März 2020, abgerufen am 19. Juni 2020.
  102. Xavier Naidoo-Skandal: Kollege Kool Savas mit krassen Aussagen. 18. Mai 2020, abgerufen am 19. Juni 2020.
  103. Nach Kool Savas - Motrip spricht über Xavier Naidoo. In: Raptastisch. 9. Mai 2020, abgerufen am 19. Juni 2020 (deutsch).
  104. Stadt Hof sagt Konzert von Xavier Naidoo abWebseite der Süddeutschen Zeitung, abgerufen am 19.August 2020
  105. „Angriff auf das Herz unserer Demokratie“. Eskalation am Reichstag. tagesschau.de, 30. August 2020, abgerufen am 1. September 2020.
  106. „Alufolie ist wichtig!“: Xavier Naidoo verbreitet wieder irre Falsch Nachrichten. focus.de, 24. August 2020, abgerufen am 1. September 2020.
  107. Daniel Spliethoff: Xavier Naidoo und Attila Hildmann rufen Corona-Leugner zu Demo auf – trotz Verbot! RTL, 28. August 2020, abgerufen am 1. September 2020.
  108. ZDF-History: ZDF-History: Deutschland, deine Popmusik (Doku) ab Minute 41:30, 2012.
  109. Stefan Niggemeier: Einer wie Jesus – verhetzt, weil er für den Frieden ist, Übermedien vom 25. Mai 2016
  110. Dokumentarfilmer antwortet Xavier-Naidoo-Kritikern: Harold Woetzels Plädoyer für Journalismus ohne Vorurteile, auf kress.de
  111. Marcus Staiger: Satan weiche! In: Die Zeit, 17. November 2012.
  112. Thomas Steiner: Xavier Naidoo und seine Texte: Der Gegenrede wert. In: Badische Zeitung, 23. November 2012.
  113. Alligatoah: Denk an die Kinder. Genius.com, abgerufen am 27. Juni 2018.
  114. a b COMET 2007: History - Die Gewinner – viva.tv (Memento vom 1. Juni 2009 im Internet Archive)
  115. echopop.de (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive)
  116. a b Bundesverband Musikindustrie: ECHO - Künstlersuche.
  117. echopop.de (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive)
  118. Christoph Seidler: Preis für Gaga-Forschung: Wer ist der Doofste im ganzen Land? In: Spiegel Online. 31. Oktober 2015, abgerufen am 21. November 2015.