Xenonhexafluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Xenonhexafluorid
Allgemeines
Name Xenonhexafluorid
Andere Namen

Xenon(VI)-fluorid

Summenformel XeF6
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13693-09-9
PubChem 139546
Wikidata Q411142
Eigenschaften
Molare Masse 245,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,56 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

49,5 °C[1][2]

Siedepunkt

75,6 °C[1][2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Xenonhexafluorid ist eine der wenigen chemischen Verbindungen aus der Gruppe der Edelgasverbindungen. Es ist ein farbloser Feststoff.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Xenonfluoride werden durch thermische oder photochemische Aktivierung von Xenon/Fluor-Gemischen hergestellt. Welches Produkt entsteht, hängt vom Stoffmengenverhältnis sowie den Reaktionsbedingungen ab (Druck, Temperatur). So kann Xenonhexafluorid durch langandauerndes Erhitzen von Xenondifluorid XeF2 bei 300 °C und einem Druck von 6 MPa gewonnen werden.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Molekül ist in der Gasphase verzerrt oktaedrisch aufgebaut.[2][4] Der Xenon-Fluor-Abstand beträgt im gasförmigen Zustand 189 pm.[2] Laut VSEPR-Theorie ergäbe sich auf Grund des noch vorhandenen freien Elektronenpaares ein ψ-pentagonal-bipyramidaler Strukturtyp. Im festen Zustand besteht Xenon(VI)-fluorid aus [XeF5]+- und F-Ionen.[5]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Metallfluoriden reagiert Xenon(VI)-fluorid zu Fluoroxenaten.

Xenonhexafluorid hydrolysiert schrittweise unter Bildung von Xenontrioxid.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt bei Webelements.
  2. a b c d Eintrag zu Xenon-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 03. Januar 2018.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Y. Simón-Manso, B. Fuentealba: On the location of the electron lone pair of XeF6 and related molecules. In: Journal of Molecular Structure: THEOCHEM, 634, 2003, S. 89–94 (doi:10.1016/S0166-1280(03)00325-7).
  5. Sevin Hoyer, Thomas Emmler, Konrad Seppelt: The structure of xenon hexafluoride in the solid state. In: Journal of Fluorine Chemistry, 127 (10), 2006, S. 1415–1422 (doi:10.1016/j.jfluchem.2006.04.014).