Xu Xin

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Xu Xin Tischtennisspieler
Xu Xin
Xu bei WM 2010
Andere Schreibweisen: 许 昕
Nation: China VolksrepublikVolksrepublik China China
Geburtsdatum: 8. Januar 1990
Geburtsort: Jiangsu
Größe: 181 cm
Gewicht: 75 kg
Spielhand: Linkshänder
Spielweise: Penholder
Aktueller Weltranglistenplatz: 3[1]
Bester Weltranglistenplatz: 1[2] (Jan./Feb./Mai/Juni 2013, März 2014-Feb. 2015)

Xu Xin (chinesisch 許昕 / 许昕, Pinyin Xǔ Xīn; * 8. Januar 1990 in Jiangsu) ist ein chinesischer Tischtennisspieler. Er wurde dreimal im Doppel, einmal im Mixed und viermal mit der Mannschaft Weltmeister. Zudem gewann er mit dem Team olympisches Gold und im Einzel einmal den World Cup.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 nahm Xu Xin zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teil, wo er im Doppel ins Achtelfinale kam. Seit 2008 war er verstärkt international aktiv, sodass er im Februar 2009 in die Top 100 der Weltrangliste vorstieß. In diesem Jahr erzielte er bei der Asienmeisterschaft seinen ersten internationalen Erfolg, als er mit Ma Long im Doppel Erster wurde, bei der Weltmeisterschaft holten sie Silber. Im Dezember befand Xu Xin sich bereits in den Top 20, und nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Pro Tour Grand Finals und dem Sieg bei den Kuwait Open – seine erste Goldmedaille im Einzel – rückte er in die Top 10 vor, die er seitdem nicht mehr verließ. 2010 gewann er erstmals WM-Gold mit der Mannschaft, und 2011 wurde er Weltmeister im Doppel. Im Jahr darauf holte er wieder WM-Gold im Team und nahm erstmals am World Cup teil, belegte dort aber nach Niederlagen gegen Ma Long und Vladimir Samsonov nur den vierten Platz. Dafür siegte er im Doppel bei vier und im Einzel bei drei World Tour-Turnieren, im Einzel gewann er auch die Grand Finals. Infolgedessen belegte er in der Weltrangliste vom Januar 2013 zum ersten Mal Platz 1.

2013 konnte er erneut die Grand Finals und durch seinen Halbfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft seine erste WM-Einzelmedaille gewinnen. Zudem holte er nach einem Finalsieg über Vladimir Samsonov Gold beim World Cup. Im Doppel feierte er 2014 zwar keine großen Erfolge, dafür gewann er mit dem Team zum dritten Mal die Weltmeisterschaft und im Einzel die Asienspiele. Zudem stand er ab März 2014 zwölf Monate lang auf Platz 1 der Weltrangliste. Bei der Tischtennis-WM 2015 trat er in allen drei Wettbewerben an, schied im Einzel bereits im Achtelfinale gegen Fang Bo aus, holte aber Gold im Doppel mit Zhang Jike und im Mixed mit Yang Ha-eun. Als Teil des chinesischen Teams, das jeweils Gold gewann, nahm er 2016 an den Olympischen Spielen und zum vierten Mal an der Team-WM teil. Beim World Cup unterlag er im Finale Fan Zhendong. 2017 konnte er im Achtelfinale der Weltmeisterschaft nach Abwehr von fünf Matchbällen Lin Gaoyuan und im Viertelfinale Tomokazu Harimoto schlagen, bevor er Ma Long unterlag und somit Bronze gewann. Mit Fan Zhendong wurde er zum dritten Mal Doppel-Weltmeister.

Bei den China Open im Juni 2017 boykottierten Xu Xin, Ma Long und Fan Zhendong ihre Achtelfinalpartien. Dies geschah aus Protest dagegen, dass Trainer Liu Guoliang zu einem von 15 Vizepräsidenten „befördert“ worden war und somit sein Traineramt verloren hatte. Zuschauer vor Ort äußerten ihre Unterstützung für Liu Guoliang.[3] Das chinesische Sportministerium kündigte Konsequenzen an.[4] Auch andere chinesische Nationalspieler bekundeten auf Weibo ihre Unterstützung, entsprechende Einträge wurden jedoch nachträglich gelöscht. Am nächsten Tag wurden auf den Weibo-Seiten der Spieler identisch lautende Entschuldigungen veröffentlicht.[5] In der Woche darauf wurden alle für die Australian Open gemeldeten männlichen chinesischen Spieler (darunter Xu Xin und Fan Zhendong) wieder abgemeldet.[6]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xu Xin heiratete 2016 die frühere chinesische Tischtennisnationalspielerin Yao Yan.[7]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 erschienen Briefmarken mit einem Bild von Xu Xin.[8][9]

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Match Play Statistics.[10]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
CHN Asienmeisterschaft 2017 Wuxi CHN Viertelfinale 1
CHN Asienmeisterschaft 2015 Pattaya THA Silber Gold 1
CHN Asienmeisterschaft 2013 Busan KOR Halbfinale Silber 1
CHN Asienmeisterschaft 2011 Macau MAC Halbfinale Gold 1
CHN Asienmeisterschaft 2009 Lucknow IND Halbfinale Gold Halbfinale 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU (Junioren) 2006 Kitakyushu JPN Halbfinale Silber
CHN Asienmeisterschaft ATTU (Junioren) 2005 New Delhi IND 1
CHN Asian Cup 2016 Dubai UAE Gold
CHN Asian Cup 2015 Jaipur IND Gold
CHN Asian Cup 2013 Hong Kong HKG Gold
CHN Asian Cup 2011 Changsha CHN Silber
CHN Asian Cup 2010 Guangzhou CHN 3.Platz
CHN Asienspiele 2014 Suwon KOR Gold Silber 1
CHN Asienspiele 2010 Guangzhou CHN Silber Gold 1
CHN Olympische Spiele 2016 Rio de Janeiro BRA 1
CHN Pro Tour 2017 Chengdu CHN letzte 16 Halbfinale
CHN Pro Tour 2016 Chengdu CHN Viertelfinale Silber
CHN Pro Tour 2016 Incheon KOR Gold Gold
CHN Pro Tour 2016 Tokio JPN Silber Gold
CHN Pro Tour 2016 Doha QAT Halbfinale letzte 16
CHN Pro Tour 2016 Kuwait City KUW Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2015 Stockholm SWE Silber Gold
CHN Pro Tour 2015 Warschau POL Halbfinale Viertelfinale
CHN Pro Tour 2015 Chengdu CHN Silber Gold
CHN Pro Tour 2015 Kobe JPN Gold Gold
CHN Pro Tour 2015 Kuwait City KUW Silber Silber
CHN Pro Tour 2014 Stockholm SWE Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2014 Incheon City KOR Gold letzte 8
CHN Pro Tour 2014 Chengdu CHN Silber Silber
CHN Pro Tour 2014 Doha QAT Gold letzte 8
CHN Pro Tour 2013 Doha QAT Halbfinale letzte 16
CHN Pro Tour 2013 Kuwait City KUW Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2012 Ekaterinburg RUS Gold Gold
CHN Pro Tour 2012 Suzhou CHN Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2012 Shanghai CHN Gold Halbfinale
CHN Pro Tour 2012 Incheon City KOR Silber Gold
CHN Pro Tour 2012 Doha QAT Gold Gold
CHN Pro Tour 2012 Velenje SLO Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2012 Budapest HUN Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2011 Schwechat AUT Halbfinale letzte 16
CHN Pro Tour 2011 Suzhou CHN Viertelfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2011 Shenzen CHN letzte 32 Viertelfinale
CHN Pro Tour 2011 Dubai UAE letzte 16 Silber
CHN Pro Tour 2011 Doha QAT Gold Gold
CHN Pro Tour 2011 Sheffield ENG Viertelfinale Gold
CHN Pro Tour 2011 Velenje SLO Gold Halbfinale
CHN Pro Tour 2010 Suzhou CHN Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2010 Berlin GER letzte 16 Halbfinale
CHN Pro Tour 2010 Kuwait City KUW Gold Silber
CHN Pro Tour 2010 Doha QAT letzte 64 Silber
CHN Pro Tour 2009 Sheffield ENG Halbfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2009 Su Zhou CHN letzte 16 Silber
CHN Pro Tour 2009 Doha QAT Viertelfinale Gold
CHN Pro Tour 2009 Frederikshavn DEN letzte 32 Gold
CHN Pro Tour 2009 Velenje SVN Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2008 Shanghai CHN Halbfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2008 Minsk BLR Silber 1
CHN Pro Tour Grand Finals 2016 Doha QAT Halbfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2015 Lissabon POR Halbfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2013 Dubai UAE Gold
CHN Pro Tour Grand Finals 2012 Hangzhou CHN Gold
CHN Pro Tour Grand Finals 2011 London ENG Viertelfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2009 Macau MAC Silber
CHN Weltmeisterschaft 2017 Düsseldorf GER Halbfinale Gold
CHN Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS 1
CHN Weltmeisterschaft 2015 Suzhou CHN letzte 16 Gold Gold
CHN Weltmeisterschaft 2014 Tokio JPN 1
CHN Weltmeisterschaft 2013 Paris FRA Halbfinale keine Teiln. keine Teiln.
CHN Weltmeisterschaft 2012 Dortmund GER 1
CHN Weltmeisterschaft 2011 Rotterdam NED letzte 16 Gold
CHN Weltmeisterschaft 2010 Moskau RUS 1
CHN Weltmeisterschaft 2009 Yokohama JPN letzte 32 Silber Viertelfinale
CHN Weltmeisterschaft 2007 Zagreb HRV keine Teiln. keine Teiln. letzte 16
CHN World Cup 2016 Saarbrücken GER Silber
CHN World Cup 2013 Verviers BEL Gold
CHN World Cup 2012 Liverpool ENG 4. Platz
CHN World Junior Circuit 2006 Taiyuan CHN Silber
CHN World Junior Circuit 2005 Taiyuan CHN Viertelfinale
CHN WTC-World Team Cup 2015 Dubai UAE 1
CHN WTC-World Team Cup 2013 Guangzhou CHN 1
CHN WTC-World Team Cup 2011 Magdeburg GER 1
CHN WTC-World Team Cup 2010 Dubai UAE 1
CHN WTC-World Team Cup 2009 Linz AUT 1
Ergebnisquelle:[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. old.ittf.com. (abgerufen am 1. September 2017).
  2. Weltrangliste
  3. tt-news.de: Eklat: Liu Guoliang entmachtet, Spieler schenken aus Protest ab. Abgerufen am 24. Juni 2017.
  4. tt-news.de: Erklärungen von Weikert und der Chinese Sports Administration. Abgerufen am 24. Juni 2017.
  5. faz.net: Ovtcharov jubelt – Gastgeber China sorgt für Eklat. 25. Juni 2017, abgerufen am 25. Juni 2017.
  6. ittf.com: Chinese Men's Team Withdrawn from Australian Open. 29. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017.
  7. Zeitschrift tischtennis, 2016/12 Seite 51
  8. The Table Tennis Collector Nr. 59, Februar 2011, Seite 18 (abgerufen am 26. März 2013; PDF; 3,8 MB)
  9. The Table Tennis Collector Nr. 67, Februar 2013, Seite 32-33 (abgerufen am 26. März 2013; PDF; 11,2 MB)
  10. Matches per Player
  11. Xu Xin Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 4. Mai 2015)
Chinesische Personennamen Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Xu ist hier somit der Familienname, Xin ist der Vorname.